Mo., 18.09.2017

Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann könnte in Berlin Thomas de Maizière ersetzen Joachim Herrmann: »Ich will ihm nichts Böses«

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) soll ins Bundeskabinett wechseln.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) soll ins Bundeskabinett wechseln.

Kleinostheim (WB). Wie gut oder schlecht die Union am Sonntag bei der Bundestagswahl abschneidet, hängt nicht zuletzt vom Ergebnis der CSU in Bayern ab. Im Freistaat fremdeln die Leute immer noch mit Angela Merkels Flüchtlingspolitik. Das spürt auch Joachim Herrmann (60). Bayerns Innenminister ist CSU-Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl. Andreas Schnadwinkel hat mit ihm gesprochen.

CSU-Chef Horst Seehofer schickt Sie nach Berlin, damit Sie dort neuer Bundesinnenminister werden. Ist das ein Affront gegenüber Thomas de Maizière? Wie fühlen Sie sich dabei?

Joachim Herrmann: Thomas de Maizière und ich haben eine fachlich gute Zusammenarbeit, und wir verstehen uns auch menschlich gut. Da gibt es überhaupt keine Probleme. Er will mir nichts Böses, und ich will ihm nichts Böses. Welche Aufgaben wir nach der Wahl wahrnehmen, das entscheiden wir nicht alleine.

Als Bayerns Innenminister können Sie eine gute Bilanz vorweisen. Wie würden Sie die Innere Sicherheit in ganz Deutschland verbessern?

Herrmann: Dass Bayern bei Innerer Sicherheit unter den 16 Bundesländern vorne liegt, ist nicht meine Erfindung. Ich habe eine gute Situation vorgefunden, und die haben wir seit zehn Jahren erfolgreich ausgebaut. Natürlich gibt es heute andere Herausforderungen als vor zehn Jahren, neu ist der islamistische Terrorismus. In der Tat ist die Innere Sicherheit in anderen Bundesländern nicht so gut. Aber ein Bundesinnenminister kann die Situation in den Ländern nicht unmittelbar beeinflussen, er hat da kein Weisungsrecht. Entgegen mancher Erwartungen bin ich ein überzeugter Föderalist. Ich habe auf Bundesebene, egal in welcher Funktion, nicht die Absicht, den Föderalismus auf den Kopf zu stellen.

Das gesamte Interview lesen Sie am Montag, 18. September, im WESTFALEN-BLATT.

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