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Mi., 04.06.2014

Stürmer fordert eine sportliche Perspektive – Wunschkandidat beim FC St. Pauli Arminia lässt Klos nicht gehen

Fabian Klos steht im Mittelpunkt der Arminia-Planungen für die neue Saison in der 3. Liga.

Fabian Klos steht im Mittelpunkt der Arminia-Planungen für die neue Saison in der 3. Liga. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB/). Torgarantien sind im Fußball schwer zu bekommen. Mit Fabian Klos hat Zweitligaabsteiger Arminia Bielefeld immerhin einen Stürmer, der ziemlich genau weiß, wie man das Runde ins Eckige bekommt. Ob er diese Fähigkeit weiter beim DSC einbringen wird, ist allerdings fraglich.

Der 26-Jährige hat mit seinem Torriecher das Interesse anderer Vereine geweckt. In der vergangenen – Klos' erster – Zweitligasaison machte der Angreifer neun Tore, obwohl er sieben Wochen wegen einer schweren Gesichtsverletzung fehlte. In der vorangegangenen Drittligasaison schoss Klos den DSC mit 20 Treffern zum Aufstieg. Neugierig gemacht hat das vor allem Zweitligist FC St. Pauli. Laut »Hamburger Abendblatt« ist Klos der Wunschkandidat von Rachid Azzouzi. Deshalb hat sich der Sportchef der Hamburger bereits mit der Thematik, dass Klos noch einen bis Juni 2016 laufenden Vertrag beim DSC hat, auseinander gesetzt: »Ablösesummen von 750.000 Euro oder einer Million können wir nicht zahlen. Aber wir sind auch nicht das Armenhaus der Liga.«

Selbst wenn die Hamburger tief in die Tasche greifen, käme ein Wechsel von Klos wohl nicht zustande. »Für uns gibt es keine finanzielle Schmerzgrenze, bei der wir Fabian gehen lassen würden«, betonte Sportchef Samir Arabi. Bisher habe sich auch noch kein Klub bei ihm gemeldet, »der eine Million Euro oder mehr zahlen will. Wir wollen eine schlagkräftige Truppe aufbauen. Und in diesen Planungen spielt Fabian eine große Rolle. Deshalb werden wir ihn nicht abgeben«, erklärte Arabi.

Von den Spekulationen rund um ein Interesse aus Hamburg hat Klos auch auf einer griechischen Insel gelesen, wo er gerade urlaubt. Der Angreifer fühlt sich geehrt, dass ein Klub wie der FC St. Pauli Interesse an ihm zeigt: »Das ist eine Bestätigung dafür, dass ich in der abgelaufenen Saison gute Leistungen gebracht habe.« Gegenüber dem WESTFALEN-BLATT wiederholte der Stürmer gestern aber, was er bereits kurz nach dem Abstieg betont hatte: »Fakt ist, dass ich bis 2016 Vertrag habe. Zudem bin ich nicht der Typ, der sofort losrennt und sich einen neuen Verein sucht, nur um weiter in der 2. Liga zu spielen. Ich habe aber schon damals betont, dass die Perspektive in Bielefeld gegeben sein muss. Und die wäre nur mit einem Kader gegeben, der den sofortigen Wiederaufstieg schaffen kann.«

Ob das der Fall sein wird, kann Klos aktuell nicht beurteilen. »Mittlerweile gibt es deutlich mehr Ab- als Zugänge. Zudem sind einige Verträge wie die von Tim Jerat oder Christian Müller noch nicht verlängert worden. Das behalte ich natürlich im Auge. Die Verantwortlichen bei Arminia werden wissen, was sie tun. Ich muss aber immer auch meine persönliche Situation im Auge behalten. Im Moment ist daher nichts ausgeschlossen«, sagte Klos. Soll heißen: Ein Arminia-Abschied ist längst nicht beschlossen, für Klos aber auch nicht unmöglich.

Sollte es soweit kommen, dass Klos den DSC nach drei Jahren und 39 Pflichtspieltoren verlässt, hat er genaue Vorstellungen von den Anforderungen an seinen neuen Arbeitgeber: »Wenn ich wechsle, dann nicht zu einem Zweitligisten, der gegen den Abstieg spielen muss. Es sollte schon ein Verein aus dem oberen Drittel der Tabelle sein.« Also den Gefilden, in denen sich auch der FC St. Pauli bewegen möchte.

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