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Mo., 06.07.2015

Verein und Geschäftsführer einigen sich auf eine vorzeitige Beendigung zum 31. Juli Marcus Uhlig hört aus gesundheitlichen Gründen auf

Marcus Uhlig.

Marcus Uhlig. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB). Überraschung beim Fußballzweitligisten DSC Arminia Bielefeld: Geschäftsführer Marcus Uhlig beendet Ende dieses Monats seine Arbeit. Sein Entschluss habe ausschließlich gesundheitliche Gründe, sagt der 44-Jährige.

Der Verein und der Geschäftsführer hätten sich »in gegenseitigem Einvernehmen auf eine vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit zum 31. Juli 2015 verständigt«, heißt es in einer Mitteilung des Vereins von Montagmittag.

Marcus Uhlig und Gerrit Meinke während der JHV im Dezember 2014. Foto: Thomas F. Starke

Die Geschäftsführung der DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA habe fortan allein Gerrit Meinke inne.

Die Mannschaft wurde am Montagmorgen um 6.15 Uhr, vor der Abreise ins Trainingslager nach Österreich, persönlich von Marcus Uhlig informiert. »Marcus Uhlig hat enorm viel für Arminia geleistet, aber die Gesundheit geht vor. Die ganze Mannschaft wünscht ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute«, sagte DSC-Spielführer Fabian Klos.

Auch Trainer Norbert Meier bedauert, dass Uhlig aufhört, sagte aber auch, dass zu dieser Entscheidung »eine ganze Menge Mut gehört. Ich habe allergrößten Respekt für das, was er für den Verein geleistet hat und auch für diese Entscheidung, die er jetzt für sich und seine Familie gefällt hat. So etwas kann auch nicht jeder.«

Stimmen

Marcus Uhlig: »Mein Entschluss, mich zurückzuziehen, hat ausschließlich gesundheitliche Gründe. Vor etwa einem Jahr hatte ich über einen längeren Zeitraum Probleme aufgrund eines Erschöpfungs-Syndroms. Trotz anschließend erfolgter, vollständiger Wiederherstellung habe ich nunmehr beschlossen, beruflich zunächst einmal kürzer zu treten. Diese Entscheidung habe ich in enger ärztlicher und familiärer Abstimmung getroffen. Ich bin dem Club sehr dankbar für die einvernehmliche Unterstützung meines Entschlusses, der mir nach nunmehr insgesamt zwölf Jahren Tätigkeit für und bei Arminia Bielefeld emotional alles andere als leicht gefallen ist. Die gesamte Zeit war unglaublich intensiv, emotional, einerseits sehr anstrengend, anderseits aber auch aufregend – verbunden mit vielen positiven, unvergessenen Momenten. Bedanken möchte ich mich dafür bei allen Menschen, die ich in dieser Zeit kennenlernen durfte und die meinen Weg begleitet haben.«

Hans-Jürgen Laufer: »Ich bedauere diesen Schritt sehr, kann Marcus Uhlig aber verstehen. Die Gesundheit hat immer Vorfahrt. Durch die intensive Zeit, die wir beide miteinander verbracht haben, sind wir Freunde geworden und werden es auch in Zukunft bleiben. Alles Gute, Marcus und vielen Dank für Deinen unermüdlichen Einsatz für unsere Arminia.«

Gerrit Meinke: »Marcus Uhlig hat diese Entscheidung in seinem Sinne und auch im Sinne seiner Familie getroffen. Deshalb ist sein Entschluss zwar bedauerlich, aber auch nachvollziehbar und verständlich. Das verdient Respekt. Ich möchte mich für die hervorragende und stets sehr loyale Zusammenarbeit bedanken, wünsche ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute und bin mir sicher, dass wir weiterhin freundschaftlich verbunden bleiben. Mit seinem Ausscheiden hinterlässt Marcus Uhlig bei Arminia Bielefeld zweifellos eine enorme Lücke. Ich bin mir jedoch sicher, dass wir diese durch die bewährte Zusammenarbeit mit sämtlichen Mitarbeitern sowie den Gremien des DSC Arminia schließen und unseren Club für die Zukunft erfolgreich aufstellen werden. Abschließend möchte ich mich beim Präsidium und beim Aufsichtsrat für das Vertrauen bedanken, mir in Zukunft die alleinige Geschäftsführung der DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA zu übertragen.«

Samir Arabi: »Das höchste Gut ist die Gesundheit, und ich weiß, dass ihm dieser Schritt nicht leicht gefallen ist. Marcus war praktisch der erste, den ich damals, als ich 2011 bei Arminia anfing, vor der Geschäftsstelle noch an der Tür getroffen habe. Was wir in der Zeit erlebt haben, das hat uns zusammen geschweißt. Marcus hat gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unter extremem Druck und Stress in außergewöhnlicher Art und Weise einen überragenden Job gemacht. Er hat sich in turbulenten Zeiten für den Verein aufgeopfert. Ich wünsche ihm nur das Beste, und zum Glück ist er ja nicht aus der Welt.«

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