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Di., 07.03.2017

Arminia-Präsident nimmt Team und Trainer in die Pflicht Laufer: »Einigermaßen entsetzt«

Das hätte es sein müssen: Christopher Nöthe vergibt das mögliche 3:1 für Arminia. Aues Verteidiger werfen sich in die Schussbahn.

Das hätte es sein müssen: Christopher Nöthe vergibt das mögliche 3:1 für Arminia. Aues Verteidiger werfen sich in die Schussbahn. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Eine Stunde und 40 Minuten schlossen sich Arminia Bielefelds Trainer Jürgen Kramny und seine Spieler am Montag in der Kabine ein, um das 2:2 gegen Aue aufzuarbeiten. »Zur Videoanalyse«, wie es von offizieller Seite hieß. Oder war es doch eher eine Krisensitzung? Wohl eine Mischung aus beidem.

So oder so ist Hans-Jürgen Laufer der Meinung: »Das Trainerteam ist gefordert, die Mannschaft wachzurütteln und eine Reaktion hervorzurufen. Aber an allererster Stelle«, betont der Präsident, »sind die Spieler gefordert.«

Nach den zuvor guten Leistungen in Liga und Pokal sei er »einigermaßen entsetzt gewesen über das, was gegen Aue stattgefunden hat. Das hatte ich im Traum nicht erwartet«, sagt Laufer.

Riesenchance vertan

Hans-Jürgen Laufer. Foto: Starke

Arminia habe »eine Riesenchance vertan«. Eine, die richtig teuer werden kann. Denn ein Abstieg in die 3. Liga – und dem ist der DSC am Sonntag näher gekommen – würde den Klub Millionen Kosten.

Den Spielern, so scheint es, fehlt dafür das Bewusstsein. Anders ist nicht zu erklären, wie leichtfertig sie ihre 2:0-Blitzführung hergeschenkt haben.

Mangel an Führungsspielern

Kramny weiß, dass er unter Druck steht. Laufer hält aber wenig davon, Einzelne an den Pranger zu stellen. »Wenn wir uns auseinanderdividieren lassen, dann schaffen wir es nicht«, sagt der Präsident.

Dass es Arminia an Führungsspielern mangelt, ist auch Kramny nicht entgangen. »Es ist klar, dass der eine oder andere deutlich mehr Verantwortung übernehmen muss«, konstatiert der Coach, der insbesondere seine Verteidiger nach den Slapstick-Gegentoren in der zweiten Hälfte ungewohnt scharf kritisiert.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Dienstag, 7. März, im WESTFALEN-BLATT.

 

Kommentare

Wach werden

Die Ausage vom Presidenten : ,, Einigermaßen entsetzt '' erschüttert mich .
Die Gesamt Vereinsführung hält Dornröschenschlaf . Wenn man keinen Verstand vom Profifußball hat muss
man sich fachmännische Beratung holen .
Seit über einem halben Jahr kommentiere ich das fehlende Mannschaftsgefüge ,die fehlende Fitness,
den fehlenden Trainerfachverstand . Immer wieder grobe taktische Fehler. Besonders im Defensivverhalten .
Laut Traineraussage ein sehr erfolgreiches Wintertrainingslager.
Nachverpflichtungen werden trotz Schießbude der Liga offensiv getätigt . Ohne Fachverstand !
Spieler werden entgegen ihrer spielerischen Möglichkeiten falsch eingesetzt .
Die defensive Raumdeckung ist für diese Mannschaft zu hoch . Nur es sieht Niemand .
Ernst Middendorp schaut nur einmal zu und bringt die Sache auf den Punkt .

Sponsoren ,bitte zieht die Reissleine .
Es sind noch 11 Spiele . Ein erfahrener Trainer stößt den Bock nochmal um . Schlafen wir noch 3 - 4 Spiele ,ist der Zug ohne uns abgefahren . Wir müssen mit aller Gewalt den 16. Platz erreichen . Alles andere wäre
Wunschdenken .

In Paderborn und Bielefeld sind Parallelen zusehen . Keine sportliche Leitung und Selbstüberschätzung . Die Negative Spirale
dreht sich immer schneller .
Beste Beispiele sind SSV Ulm , Blau Weiß 90 Berlin , Energie Cottbus

Erst absteigen

und dann aktiv werden? Vielleicht sollte Herr Laufer mit seinen Unwissenden Kollegen mal bei Herrn Kind in Hannover hospitieren. Vielleicht reicht es dann vom Fussballsachverstand die dritte Liga vernünftig anzugehen. Hoffnung habe ich aber leider nicht.

Wie sieht es eigentlich mit der Nachwuchsarbeit aus.

Der letzte wirklich gute Nachwuchsspieler hieß Demme und wurde von Lienen entdeckt. Er spielt jetzt bei RB.

Herr Pascal Stenzel wurde von Herrn Krämer für nicht gut genug eingestuft. Er spielt jetzt in Freiburg.

Danach kam nichts mehr. Eine traurige Entwicklung.

Entsetzt? Traurig! Nur noch traurig!

Der Präsident ist also entsetzt. Na sowas! Und für dieses Statement braucht er zwei Tage? Das kann nicht sein Ernst sein. Nun ist aber diese "Führungscrew" von Gerrys Gnaden ähnlich passiv wie die Mannschaft über weite Strecken des Spiels gegen Aue.
Egal, in welcher Liga es weiter geht: im Hinblick aufs nächste Transferfenster wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, diese Planungen jemand anderem zu überlassen als Arabi. Jemandem, der nicht nur auf den Resterampen stöbern geht sondern wirklich Kontakte hat und in der Szene auch für voll genommen wird.

Der Präsident sollte überlegen, ob er sich nicht zukünftig seinem Steckenpferd Frauenfußball widmen möchte. Wo ist er eigentlich vor und nach den Spielen? Im VIP- Raum? Die öffentlichkeitswirksamen Auftritte überläßt er seinem Vorgänger. Warum?

Und die Durchhalteparolen sind ja zu erwarten. Aber sie verstärken das traurige Bild, das der DSC dieser Tage abgibt.

Bereit, wenn Sie es sind??!

Alles richtig erkannt, Herr Laufer........eine Riesenchance vertan!!! Eines kann ich ihnen jetzt schon versprechen, die Fans werden am Sonntag ganz genau hinschauen, wer alles "Profi" in der "Mannschaft" ist. Die Truppe ist in der Bringschuld und muss mit Druck umgehen können. Sonst haben einige den Beruf verfehlt. Zu welchen Leistungen diese Mannschaft fähig ist, wurde in Hannover eindrucksvoll bewiesen. Dieser Einbruch am Sonntag gegen Aue ist nicht zu verstehen.??!! Für einen Fußball Profi gibt es doch nichts schöneres, als vor eine riesen Kulisse zu spielen. In der dritten Liga kann man die Zuschauer wieder mit Handschlag begrüßen....

5 Kommentare

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