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Sa., 11.03.2017

Eine Elf, eine Idee: Arminia muss sich in Nürnberg geschlossen zeigen Kramny hofft auf Punkte

Arminia-Coach Jürgen Kramny erwartet in Nürnberg ein besseres taktisches Verhalten seiner Mannschaft.

Arminia-Coach Jürgen Kramny erwartet in Nürnberg ein besseres taktisches Verhalten seiner Mannschaft. Foto: Thomas F. Starke

Von Friedrich-Wilhelm Kröger

Bielefeld (WB). Gut, noch immer sind es elf Spiele. Aber irgendwann gehen auch die zur Neige, und überhaupt ist Arminia Bielefeld nun an einem Punkt angekommen, an dem die Hoffnungen auf ein Erfolgserlebnis wohl auch etwas durch die Schwachstellen des Gegners unterstützt werden.

Da wäre also der 1. FC Nürnberg, ein großzügiger Gastgeber in dieser Saison, der seinen Besuchern dreimal einen Punkt gönnte und fünfmal gleich den Sieg überließ. Die Heimbilanz wird in ihrer Schändlichkeit nur von Drittliga-Anwärter Aue unterboten. Da sollte am Sonntag (13.30 Uhr, Sky) auch für Arminia etwas gehen.

Ha!, werden die Skeptiker auflachen, hat doch der DSC auf des Gegners Platz bisher schlechter abgeschnitten als jeder andere. Und wechselte Nürnberg nicht außerdem den Trainer, um frischen Wind reinzublasen in die kriselnde Mannschaft? Sicher, doch die Anhänger der Ostwestfalen klammern sich mittlerweile an jeden Strohhalm.

Das ist eine weitere Folge der Fehlleistung beim 2:2 gegen Erzgebirge Aue. Dieses entnervende Spiel mit seinem niederschmetternden Ergebnis arbeiteten die Leidtragenden in Video- und Gesprächseinheiten auf. »Wir haben uns in dieser Woche sehr mit uns selbst beschäftigt«, sagte Trainer Jürgen Kramny, »und längere Zeit in der Kabine verbracht«.

Die Weite des Raumes, die nur den Erzgebirglern nutzte

Was die Selbstanalyse hervorbrachte, lässt sich kurz so zusammenfassen: Drei attackierten vorn, sieben zogen es vor, hinten zu bleiben. Dazwischen entstand die Weite des Raumes, die nur den Erzgebirglern nützte. »Wir haben unseren Leitfaden verloren«, klagte Kramny. Unterstützt von Individual-Versagen versemmelten die Bielefelder ihr blitzartiges 2:0.

Vor dem richtungsweisenden Gang nach Nürnberg stehen für den Trainer die Themen Verantwortungsträger und Tonangeber oben auf der Liste. Das Kommando auf dem Platz hat er fest vergeben: Die Innenverteidiger Julian Börner und Brian Behrendt sowie der Mittelfeld-Rückkehrer Tom Schütz bestimmen, was in welcher Situation gemacht wird.

Vor allem das zentrale Abwehr-Duo soll steuern, wann der Augenblick zum Ausrücken und Anlaufen der Arminen richtig ist und wann nicht. »Die beiden Innenverteidiger müssen das organisieren. Und wenn die nein sagen, dann ist nein«, beschrieb Kramny seine Vorgabe für die Befehlskette. »Unterschiedliche Auffassungen« über das, was im Spiel zu tun ist, soll es in Zukunft nicht mehr geben. »Wir brauchen elf Spieler, die die gleiche Idee haben.«

»Standards, Raumdeckung, Offensive, Defensive«

Es war taktische Basisarbeit, die Kramny leistete. Warum nach 23 Spieltagen Grundsätzliches nötig ist? Er gibt sich da keinen Illusionen hin. »Man muss immer wieder auf andere Dinge eingehen, wöchentlich«, hat der Trainer erklärt, »Standards, Raumdeckung, Offensive, Defensive«. Vieles wiederhole sich auch, »positiv, leider auch negativ«.

Resigniert klang der Coach dabei keineswegs, Zerfallserscheinungen sind ihm auch nicht aufgefallen. »Es gibt immer mehrere Gruppierungen«, verwies Kramny zwar auf die üblichen Mechanismen einer Mannschaft. Er tat dies jedoch unter gleichzeitiger Beruhigung all jener Bedenkenträger, die den Klassenerhalt schon für abgehakt halten: »Dass hier gegeneinander gearbeitet wird, das Gefühl habe ich nicht.«

Darum erwartet er, dass die etwas andere Trainingswoche der Bielefelder in Franken Früchte trägt. »Wir fahren mit viel Mut und Überzeugung nach Nürnberg«, beteuerte Kramny. Nach elf sieglosen Auswärtsspielen? »Es liegt an uns, so eine Statistik in unsere Richtung zu verändern.«

Kommentare

Kramny hofft auf Punkte

Ich hoffe auch schon seit einiger Zeit, das Kramny und Arabi beurlaubt werden. Das ist genauso
unwahrscheinlich, wie ein Dreier heute in
Nürnberg. Dann müssen wir uns halt heute und morgen wieder die Ausreden der beiden Herren anhören, woran es nun gelegen hat. Traurig was hier abläuft.

Sieg in Nürnberg?

Vielleicht haben wir Rehm doch zu früh beurlaubt,
was der zZ in Wehen-Wiesbaden leistet. (heute Sieg
in Duisburg) 12 Pkt aus 4 Spielen, alle Achtung.
Vielleicht lag es doch an dem schlechten Kader, das er hier gescheitert ist.

Hoffnung

Er hofft also.... Aber ist der Trainer denn nicht in der Lage, mittels seiner Arbeit das Ergebnis seiner Hoffnung zu beeinflussen?

3 Kommentare

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