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So., 12.03.2017

Verdiente 0:1-Schlappe beim 1. FC Nürnberg – Sportchef Arabi: Veränderung notwendig Arminia zeigt viel zu wenig – Kramnys Zukunft ungewiss

Arminias Brian Behrendt (links) und Eduard Löwen vom FC Nürnberg.

Arminias Brian Behrendt (links) und Eduard Löwen vom FC Nürnberg. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier und Dirk Schuster

Nürnberg (WB). Die angekündigte Reaktion auf den desolaten Auftritt am vergangenen Sonntag gegen Erzgebirge Aue ist ausgeblieben. Arminia Bielefeld hat das Zweitligaspiel am Sonntag beim 1. FC Nürnberg verdient mit 0:1 (0:1) verloren. Der DSC rangiert dort, wo er hingehört: auf dem letzten Tabellenplatz.

Was wird aus Jürgen Kramny? Foto: Thomas F. Starke

Ob Jürgen Kramny nach dieser Partie DSC-Trainer bleibt, scheint ungewiss. »Es geht nicht um einzelne. Aber wenn wir nichts verändern und einfach so weitermachen, haben wir keine Chance«, sagte Arminias Sportchef Samir Arabi. Kramny selbst antwortete auf die Frage, ob er noch Rückendeckung spüre: »Ich denke schon.«

Im ersten Durchgang blieben die Arminen so ziemlich alles schuldig: keine Leidenschaft, kein Tempo, keine Chancen. Und das, obwohl Trainer Jürgen Kramny sein Team gegenüber dem Aue-Spiel auf vier Positionen verändert hatte. Unter anderem wechselte der Coach den Keeper.  Anstelle von Stammschlussmann Wolfgang Hesl hütete Daniel Davari den DSC-Kasten.

Kramny erklärte bereits kurz vor der Partie, dass er »einen neuen Impuls« setzen wollte. Doch dieser verpuffte kläglich. Arminia gab im ersten Abschnitt keinen Torschuss ab. Die einzige Möglichkeit verstolperte Andreas Voglsammer (39.) in aussichtsreicher Position.

Solider Davari

Besser hatte es auf der anderen Seite just zuvor Ondrej Petrak gemacht, der den soliden Davari mit einem lässigen Rechtsschuss zur völlig verdienten Club-Führung überwand (35.).

Großes Glück hatten die Ostwestfalen, dass Brian Behrendt in der 20. Minute für eine rüde Attacke gegen den Clubberer Möhwald nicht die Rote, sondern nur die Gelbe Karte sah.

Zurückhaltung zu spät abgelegt

Nach dem Wechsel wurde Bielefeld endlich etwas aktiver. Nach Standardsituationen kam sogar ein wenig Gefahr auf. Doch weder Christoph Hemlein (52.) noch  Julian Börner (75.) vermochten aus ihren Gelegenheiten Kapital zu schlagen. So blieb es beim 1:0 in einem Spiel, in dem der DSC unerklärlich spät seine Zurückhaltung ablegte.

Am kommenden Freitag geht der Abstiegskampf für Arminia weiter. Dann gastiert Ex-Coach Norbert Meier mit dem 1. FC Kaiserslautern in der Schüco-Arena (18.30 Uhr). Ob Kramny dann noch ein Endspiel bekommt, ist fraglich. 

Nürnberg: Schäfer – Brecko, Margreitter, Bulthuis, Lippert – Petrak – Möhwald, Löwen (74. Kammerbauer) – Kempe (89. Hovland), Salli – Ishak (83. Baumann)

Bielefeld: Hesl – Görlitz (85. Prietl), Behrendt, Börner, Hartherz – Schütz, Salger (46. Staude) – Hemlein, Yabo (76. Ulm), Voglsammer – Klos

Schiedsrichter: Lasse Koslowski (Berlin)

Zuschauer: 24.324

Tore: 1:0 Petrak (35.)

Gelbe Karten: Kempe - Behrendt, Schütz, Voglsammer, Yabo

Kommentare

Eigehauchter Kampf und Siegeswille

Was ich schon in Kommentaren am 12 , 15 , 16 .3 .2017 schrieb ,hat sich bewahrheitet .
Carsten Rump trifft den Nerv der Mannschaft . Er hat in Dresden (DFB Pokal ) , Sandhausen , Stuttgart und
jetzt Kaiserslautern der Mannschaft Leben eingehaucht . Sie will wieder !
Empfehlung an die Vereinsführung . Wenn Dirk Schuster nicht zu bekommen ist ,funktioniert nur die vereinsinterne Trainersuche . Ich hatte im Herbst schon diese Variante in Kommentaren empfohlen .

Nur Carsten Rump kommt an diese Mannschaft ran !
Ein Trainer ohne 2 Liga kenntnisse fängt wieder an zu probieren . Wir haben noch 9 Spiele .
4 Heimspiele ( mit Stuttgart + Braunschweig )
Es werden min noch 12 Punkte benötigt .
Michael Rees und Drahtzieher Carsten Rump funktioniert . Fussball ist reine Kopfsache und keine Wissenschaft .
Im Torwartwechsel werden Erinnerungen an den Torwartwechsel Hain auf Marc Ziegler wach . Man hatte damals auch nicht dasTalent erkannt . Ich habe Daniel Davari einmal gegen Schalke 04 ( 1/ 2016 ) gesehen . Mit super Leistung . Er strahlt Ruhe auf seine Hintermannschaft aus . Er behandelt den Ball geschickt beidfüßig . So spielen moderne Torhüter .
Es muss auch mal der Torwarttrainer hinterfragt werden . Solche Unterschiede muss man sehen .
Aufgepasst : Der Vertrag in Paderborn zählt nur für die 3. Liga . Schlaft nicht nochmal .

Arbai trägt die Verantwortung

Trainerverschleiß, unvernünftige Spielerverträge, NULL Weiterentwicklung des BL Teams seit Jahren, das alles spricht Bände über den Chefscout, denn mehr ist der Herr Arabi auch nicht ! Er vernichtet den DSC im Alleingang und der laienhafte Vorstand, inkl. Sponsoren, schaut seit Jahren zu !

Die 160.000 Euro kann sich der Verein sparen. Der Kader hat einfach nicht die Qualität, um in der

2.Liga mitspielen zu dürfen. Der Herr Arabi hat 8 Fehleinkäufe zu verantworten.

Das Ergebnis war vor der Saison schon absehbar.

Arabi´s Verantwortung

Wenn man nach 24 Spieltagen mit nur 20 Punkte am Ende steht, dann hat man bei der Kaderplanung versagt. Alle externen Neuzugänge sind samt und sonders Flops. Holota (steht nicht mal mehr im Kader), Mack (ist schon längst wieder weg), Prietl (Mitläufer), Putaro (nie im Kader), Hartherz (hat nur gespielt weil Nöthe verletzt war), Brandy (noch im Aufbau und schon wieder verletzt), Yabo (ebenfalls im Aufbau und ohne Bindung zum Club), Cacutalua (Hochunsicherheitsfaktor und nur auf der Bank). Einzig Keanu Staude aus dem eigenen Nachwuchs scheint sich verbessern zu können. Dazu kommen dann noch zwei Trainerfehlentscheidungen. Wer ist für diese Fehlerkette verantwortlich? Genau, der Geschäftsführer Sport und der trägt den Namen Samir Arabi. Schon in den letzten Jahren ist es ihm nicht wirklich gelungen die Drittligamannschaft tatsächlich zu verbessern, aber in diesem Jahr ist er krachend gescheitert. Da muss die erste Reaktion im Verein sein ihn von seinem Amt zu entbinden. Danach kann ein neuer Mann einen neuen Trainer suchen und mit diesem eine neue Mannschaft aufbauen, die irgendwann wieder den Weg zurück in die 2.Liga findet. Denn mit dieser Mannschaft ohne Qualität, die in einigen Personen auch noch gravierende charakterliche Mängel aufweist, ist der Abstieg nicht zu verhindern. Schade.

Retter ???

@ bleifrei
Das Trainerteam arbeitet doch unter sehr starker Mitwirkung von Rump. Also kann es daran nicht liegen und er würde es mit Alleinverantwortung nicht besser machen. Kramny ist selbst viel zu unsicher und die Mannschaft nimmt ihn nicht ernst. Rehm wollte zuviel von den Spielern, insbesondere intensive Laufarbeit aller 10 Feldspieler. Die wollten lieber den alten Meier-Stil spielen. Es würde nun ein äußerst durchsetzungsfähiger Trainer benötigt. Wenn ein solcher auf dem Markt ist ( Neururer, Stanislawski, Middendorp, Schuster...), so wird dieser die Arminia in dieser Situation mit diesem Phlegma und der kurzen Restspielzeit nicht mehr antun, um sich seinen Namen nicht zu ruinieren.

neuer Trainer

Verfolge Arminia seit 1962/63 (damals 2. Liga West) und habe auch sehr viele Spiele live gesehen, nicht nur vor sehr langer Zeit. Hat Herr Arabi die richtigen, guten Leute geholt? Warum spielen diese nicht oder hat er wenig Kompetenz. Vorschlag: Holt Thomas von Heesen als Manager und Trainer; der kann beides zugleich.

Sportvorstand Schuld

Arabi ist und bleibt der Schuldige. Von 8 Spielern nicht eine echte Verstärtung. Und es werden nur Trainer geholt die nach seiner Pfeife tanzen. Nicht umsonst haben nach Rehm soviele abgesagt. Da alle im Aufsitzrat das nicht erkennen müssen diese auch gehen. Inkl.Präsident. Und das andere Vereine es besser machen liegt daran das da Leute das sagen haben die vom Fußball Ahnung haben.

Trümmerhaufen - wegräumen, bitte!

Laßt mal, der Tabellenplatz lügt nicht. Schon seit dem Spiel in Fürth, als die Mannschaft offensichtlich mehr wollte als der Trainer und in der Schlußminute verlor, zeigte sich, daß Kramnys Zugriff auf diese Truppe wohl eher begrenzt ist. Folglich hätte man schon eher wieder handeln müssen.
Kramny scheint mir der typische U23- Trainer zu sein, der an abgezockte Profis nicht ran kommt. Persönlich ist er bestimmt ein netter Kerl. Aber er hat jahrelang Ergebnisse zu liefern nicht als Priorität seiner Aufgabe gehabt. Insofern ist es grundsätzlich eine Überlegung wert, einen U- Trainer zu befördern oder nicht.

Die "Führungskräfte" im Team scheinen es einem neuen Trainer auch nicht allzu leicht zu machen. Aber das war ja schon beim Wechsel Krämer/ Meier so, als viele noch wochenlang dem alten Coach hinterher weinten und die Arbeit des neuen torpedierten.
Jetzt hat Arabi also nach von Ahlen und Rehm beim dritten von fünf Trainern daneben gelegen. Von den Fehleinkäufen gar nicht zu schweigen und diesen seltsamen Vertragsgestaltungen. Mich würde nicht einmal mehr wundern, wenn Hesl eine Auflaufgarantie im Vertrag hatte und sich Kramny jetzt erst durchsetzen konnte.
Meier weiß schon, warum er die erstbeste Fluchtmöglichkeit ergriff. Aber Arminias Vorstand ist wie üblich abgetaucht.

16 Kommentare

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