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Mi., 15.03.2017

Kommentar zu Arminia Bielefeld Können oder wollen sie nicht?

Arminias Interimstrainer Carsten Rump (rechts) gibt den während des Trainings Anweisungen.

Arminias Interimstrainer Carsten Rump (rechts) gibt den während des Trainings Anweisungen. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Rüdiger Rehm hatten sie nach vier Monaten »geschafft«, Jürgen Kramny hielt sich als Cheftrainer bei Arminia Bielefeld auch nicht länger im Amt. Ist diese Mannschaft untrainierbar geworden?

Was die DSC-Profis zuletzt angeboten haben, hatte mit Profifußball jedenfalls nichts zu tun.

Konnten sie den Anweisungen von Kramny nicht folgen? Oder wollten sie nicht? Unter Rehm waren es vielleicht zu viele Änderungen auf einmal, der junge Neuling wollte zu viel und erreichte die Mannschaft nicht. Der Wechsel zu Carsten Rump schien manchen wie eine Erlösung.

Kann es Rump wieder richten?

Jürgen Kramny verlässt am Dienstag Arminias Trainingsgelände. Foto: Thomas F. Starke

Kramny wirkte zuletzt hilflos, er wurde aber auch im Stich gelassen. Kann es Rump jetzt wieder richten? Ist das Arminia-Urgestein der einzige, der die Spieler überhaupt erreicht? Über Jahre haben die DSC-Profis immer wieder betont – und bis zur aktuellen Saison oft auch gezeigt –, welch tollen Charakter die Mannschaft habe. Was nun zu beweisen wäre. Reißen sich die nicht so schlecht bezahlten Kicker endlich zusammen und geben alles für den Klassenerhalt, oder geht es auch unter Rump (und dem folgenden Coach) weiter wie zuletzt? Falls ja, hat dieser Kader nicht nur den Abstieg in die 3. Liga zu verantworten. Mitarbeiter des Vereins, die weit weniger verdienen als die Spieler, müssten um ihre Jobs bangen. Kommt das bei allen Spielern an? Man kann es nur hoffen.

Bittere Konsequenzen möglich

Und die Vereinsführung? Rehm stellte sich als Flop heraus, auch weil der Kader nicht zu dessen Fußballphilosophie passte. Zudem wurde zu lange an ihm festgehalten. Dann hätte man Maik Walpurgis verpflichten können, Sportchef Samir Arabi war mit dem Trainer schon klar. Weil sich aber der Aufsichtsrat nicht auf Walpurgis einigen konnte, heuerte dieser in Ingolstadt an. Stattdessen kam Kramny, der in zwölf Ligaspielen zwölf Punkte holte und nun auch schon wieder Geschichte ist. Einen letzten Versuch haben die Verantwortlichen noch. Wenn der nicht sitzt, geht es in die 3. Liga, was für den klammen Verein bittere Konsequenzen hätte. Und für einige Entscheidungsträger vermutlich auch – mindestens aber wohl für einen: den Sportchef.

Kommentare

Finden wir die richtigen Stellschrauben

Die Arminia kann!! Haben wir immer wider gesehen und steht auch völlig außer Frage. Vor nicht all zu langer Zeit jubelten sie noch alle, als Drittligist ins Halbfinale des DFB Pokals eingezogen zu sein und plötzlich war sie da die Euphorie wie sie selten gesehen wurde.

Und nun wird das alles in Frage gestellt. Ja die Situation ist schlecht und überhaupt nicht schön zu reden, aber in Frage zu stellen ob sie nicht können oder gar nicht wollen ist doch eine wenig weit hergeholt.

Kommen wir aber doch mal weg von der Mannschaft an sich und schauen mal auf das "Team hinter dem Team". Da sollte meiner Meinung nach mal hinterfragt werde, ob die nicht können oder nicht wollen, denn beides könnte definitiv mit JA beantwortet werden.

2 Trainerwechsel in einer Saison + wirklich schlecht geführte Verhandlungen sind nicht die Erfolgsformel für gute Vereinsführung. Und Leute nehmt doch mal die Spieler in Schutz. Der große Druck ist ja eine Sache aber ich will nicht wissen was manch ein Spieler gerne mal Preisgeben würde über diese wirklich grauenhafte Führungsqualität, vor allem von einem Herrn Arabi.

Und damit beantwortet sich eig die Frage an wessen Stellschrauben mal gedreht werden muss.

Und alle die sich damit abgeben, dass Arminia besser aufgehoben wäre in der dritten Liga sind nun wirklich keine richtigen Arminen.

Immerhin heißt es Kämpfen und Siegen und nicht jammern und aufgeben!

Beides

Trifft wohl beides zu. Sie können und wollen nicht. Eine denkbar schlechte Kombination im Abstiegskampf. Denn Aue und Karlsruhe können auch beide nicht, wollen aber immerhin. Also wird das nichts. Gut jedoch, dass Arabi dann gehen muss. Bittere Konsequenzen ??? Welche ??? Weniger Geld ? Na und !!! Mit Geld kann Arminia sowieso nicht umgehen. Je weniger umso besser. Andere Vereine machen es jede Saison vor, dass es auch mit ganz wenig Mitteln funktionieren kann. Mit einer komplett neuen Führung und Mannschaft wäre die neue Drittligasaison eine spannende. Mehr als drinbleiben würde man nicht. Na und ? Es gibt schlimmeres. Im übernächsten Jahr gibt es auch in der dritten Liga mehr Geld, ( Telekom ). Dann sollte man wieder angreifen und zumindest oben mitspielen. Und endlich akzeptieren, dass Arminias Zukunft auf absehbare Zeit in der dritten Liga sein muss.

2 Kommentare

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