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Fr., 17.03.2017

Der Ex-Trainer kehrt auf die Alm zurück: »Fahren hin, um zu gewinnen« Meier will dem DSC wehtun

Norbert Meier jubelt jetzt für Kaiserslautern. Der Trainer hofft heute auf einen Erfolg beim Ex-Klub Arminia.

Norbert Meier jubelt jetzt für Kaiserslautern. Der Trainer hofft heute auf einen Erfolg beim Ex-Klub Arminia. Foto: dpa

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Norbert Meier konnte den Abstieg in die 3. Liga 2014 nicht verhindern. Doch danach legte der Trainer mit Arminia Bielefeld eine Erfolgsgeschichte hin: sofortiger Wiederaufstieg, nebenher noch im DFB-Pokal-Halbfinale und der anschließende Klassenerhalt in der 2. Liga.

Im vorigen Sommer lockte Erstligist Darmstadt 98, nach der Entlassung bei den Hessen im Dezember kehrt Meier an diesem Freitag mit seinem neuen Klub, dem 1. FC Kaiserslautern, erstmals auf die Alm zurück.

Und das »auf jeden Fall mit positiven Gedanken«, wie der 58-Jährige im Interview mit dem WESTFALEN-BLATT betont. Er habe »zweieinhalb schöne Jahre in Bielefeld gehabt und hoch spannende Zeiten erlebt. Wir lagen damals am Boden, sind aufgestanden, haben in wenigen Wochen eine neue Mannschaft zusammengestellt, sind nach dem dramatischen Abstieg gut zurückgekommen und haben es noch bis ins Halbfinale des DFB-Pokals geschafft. Das war eine aufregende Zeit.«

»Ich liebe den Fußball«

Nicht wenige Fans, die durchaus kritisch auf Meiers wenig offensive Spielweise reagiert hatten, würden sich derzeit wünschen, Meier wäre noch in Bielefeld und der DSC in ähnlich ruhigem Fahrwasser wie vor einem Jahr. Ob das Genugtuung für ihn ist? »Glauben Sie mir, ich bin kein Mensch, der aufgrund irgendwelcher vergangener Geschichten Genugtuung verspürt. Überhaupt nicht. So etwas gibt es für mich nicht«, versichert der frühere Nationalspieler.

Dass er wenige Wochen nach seiner Entlassung in Darmstadt schon bei den Pfälzern unterschrieb, erklärt Meier so: »Ich liebe den Fußball einfach und kann mich schnell auf eine neue Aufgabe einstellen.«

Auf der Alm erwartet Meier heute »ein kampfbetontes Spiel. Wir fahren natürlich auch nach Bielefeld, um zu gewinnen, ganz klar. Wir müssen uns aber sicherlich auf einen Gegner einstellen, der alles geben wird, die Punkte zu behalten«, ist der erfahrene Trainer überzeugt.

»So ganz neu ist die Situation für die Arminia auch nicht«

 Dass es beim DSC einen neuen Trainer an der Linie gibt, habe seiner Meinung nach »keine großen Auswirkungen«. Er sagt: »So ganz neu ist die Situation für die Arminia auch nicht. Die Mannschaft hat ja bereits nach der Beurlaubung von Rüdiger Rehm drei Spiele unter der Regie von Carsten Rump bestritten, kennt das also schon.«

Ob die Arminia den Klassenerhalt noch schaffe, könne er »nicht beurteilen«, sagt Meier: »Ich weiß nur, dass Arminia eine diszipliniert auftretende und gewachsene Mannschaft hat, die zu meiner Zeit gut funktioniert hat und als Mannschaft homogen aufgetreten ist. Das Team hat vergangene Spielzeit die Klasse souverän gehalten, und das schon weit vor Ende der Saison. Warum gewisse Dinge derzeit in anderen Bahnen verlaufen, das müssen andere beantworten. Aber wenn man erst mal in einer solchen Situation ist, dann fällt es oftmals schwer, sich daraus zu befreien.«

 Fragen zu seinem nicht sonderlich harmonischen Abschied aus Bielefeld und zu seiner wenig erfolgreichen Zeit in Darmstadt ließ Norbert Meier unbeantwortet.

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Vielleicht muß aber auch mal der eine oder andere Verantwortungsträger heute Abend Gesicht zeigen und gegenüber Meier eingestehen, daß mit dieser Truppe attraktiverer Fußball einfach nicht drin ist / war.

Meier spricht gut zwischen den Zeilen.

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