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So., 19.03.2017

Der 48-Jährige wurde am Sonntag in Thun verabschiedet - erstes DSC-Training am Montagnachmittag Alles klar: Saibene wird Arminia-Trainer

Jeff Saibene verlässt den FC Thun und kommt nach Bielefeld.

Jeff Saibene verlässt den FC Thun und kommt nach Bielefeld. Foto: dpa

Von Dirk Schuster und Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Jetzt ist alles klar: Jeff Saibene wird neuer Trainer bei Arminia Bielefeld. Sein aktueller Klub, der  FC Thun (Schweiz), hat am Sonntag Saibenes Abschied aus dem Berner Oberland nach Deutschland bekanntgegeben.

Jeff Saibene sitzt bei der Pressekonferenz neben Nik Thomi und Joe Zinnbauer. Foto: Manuel Nagel

Um 15.37 Uhr, also direkt nach der Super-League-Partie gegen den FC St. Gallen (2:2) wurde Saibene verabschiedet, wie das WESTFALEN-BLATT aus Thun erfuhr. Kurz darauf bestätigte auch der DSC Arminia den Wechsel bei Twitter: »Jeff Saibene wird neuer DSC-Cheftrainer.  Der Luxemburger wechselt per sofort vom FC Thun nach Bielefeld.« Der neue Coach tritt seinen Dienst bereits am Montag an und wird am Montagmorgen vorgestellt. Die erste Einheit unter Saibene ist beim DSC um 15 Uhr angesetzt.

Im Schweizer Fernsehen bezeichnete ein gerührter Saibene den Wechsel nach Bielefeld als »große Herausforderung« und ergänzte: »Dort sind es nun neun Spiele, in denen es um alles geht.«

Saibene tritt damit die Nachfolge des am vergangenen Dienstag entlassenen Jürgen Kramny an. Der ehemalige luxemburgische Nationalspieler ist sogar schon der dritte Chefcoach der Arminia in der laufenden Fußball-Zweitligasaison.

Dritter Coach in der Saison

Zunächst hatte Rüdiger Rehm zehn Spiele lang vergeblich sein Glück versucht, dann durfte sich Kramny probieren. Unter seiner Regie rutschte der DSC bis auf den letzten Tabellenplatz ab.

Saibene soll in den verbleibenden neun Partien die Arminia vor dem Absturz in die Drittklassigkeit bewahren – notfalls über den Umweg Relegation. Ob er mit den Ostwestfalen auch in die 3. Liga gehen würde, ist bislang nicht bekannt.

Rump wird wieder Co-Trainer

Fest steht nur, dass er für den Fall des Klassenerhalts eine Erfolgsprämie kassieren würde. Interimscoach Carsten Rump, der den DSC am Freitagabend in der Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:0) betreut hatte, nimmt unter Saibene wieder die Funktion des Co-Trainers ein.

Außer dem FC Thun hatte der abstiegskampferprobte Coach in der Schweiz auch schon den FC Aarau und den FC St. Gallen trainiert. Mit St. Gallen stieg Saibene 2011 aus der 1. Liga ab, führte den Klub aber postwendend wieder nach oben und belegte prompt Tabellenplatz drei.

Für Europa-League qualifiziert

St. Gallen qualifizierte sich sogar für die Europa-League. Zudem sammelte Saibene Erfahrungen als Co-Trainer der A-Nationalmannschaft seiner Heimat Luxemburg. Später war er als U21-Nationalcoach tätig, ehe er Nachwuchskoordinator für den Verband wurde. Als Aktiver war der 64-fache luxemburgische Nationalspieler ebenfalls einige Jahre in der Schweiz (Aarau, Locarno) am Ball. 2002 ließ er in Hesperingen (Luxemburg) seine Karriere ausklingen. Bielefeld ist seine erste Station in Deutschland.

Jeff Saibene verabschiedet sich nach dem Schlusspfiff von Sportchef Andres Gerber (rechts) und Präsident Markus Lüthi. Foto: Manuel Nagel

Kommentare

Trainerentscheidung

Die Entscheidung ist gefallen . In der jetzigen Situation einen ligafremden Trainer zu integrieren ,ist mehr als
fraglich .
Ich kann meinen Vorkommentatoren nur zustimmen.
Jeder der etwas vom Fußball versteht sieht das zur Zeit nur Carsten Rump die Mannschaft führen kann.

Die fehlende Fachkenntnis im sportlichen Bereich zeigt das man die akute Abstiegsgefahr noch nicht richtig einschätzt . Parallelen sind in Bielefeld und Paderborn zu sehen .
Wir alle wollen hoffen das es gutgeht . Der Relegationsplatz muss mit aller Gewalt erreicht werden .
Alles andere wäre Wunschdenken .
Dem neuen Trainer wünsche ich viel Glück .

Mein spontaner Eindruck....

Herr Saibene ist genau wie Rehm und Kramny ein viel zu netter Mensch für diesen faulen Haufen satter "Möchtegernprofis".

Wer wird im Sommer Trainer? Dann haben wir fünf Trainer in einer Spielzeit gehabt.

Rehm, Rump, Kramny, Rump, Saibene. Hier kommt die geballte sportliche Kompetenz zum Tragen.

Wie hoch war die Abstandssumme, die Arminia bezahlt. Der Eindruck mag täuschen, aber Rump erreicht die Mannschaft. Warum hat man nicht Duo Rump/Grauer genommen.

Das Kostet wieder Geld

Warum gibt man dem Gespann Rump- Grauer( hat den Schein) nicht das Vertrauen? Man hat doch gesehen wie Rump die Mannschaft motiviert hat . Jetzt wieder ein neuer Trainer ,ob das gut geht ,wir wollen es mal hoffen. Vorstand und Arabi sind hoffentlich nicht die Totengraeber des Vereins. Man lernt einfach nicht bei diesem Verein ,warum wirft man Arabi nicht gleich mit hinaus und faengt mal von ganz vorne an . Ich kann fuer den Verein nur hoffen ,das es gut geht. ,bei allem Unvermoegen von den Verantwortlichen.

So ein Quatsch

Der neue bringt Erfahrung in Auf- und Abstieg mit. Er kann es. Die fehlende Erfahrung in der deutschen Liga gleicht der gute Rump und das Umfeld aus.
Viel Glück und Erfolg.

Wieder ein Stiefelputzer

Wieder ein Stiefelputzer für Arabi, der den Abstieg jetzt perfekt macht, ich kann nicht verstehen, warum man nicht wartet, bis das Team Rump-Grauer den Abstieg abgewendet hat, der Rump ist der einzige der die Truppe erreicht

Herzlich Willkommen in Bielefeld am Teutoburger Wald Herr Saibene und ein glückliches Händchen für die Mission Klassenerhalt.
Sie werden Ihre eigenen Trainingsmethoden haben, aber geben Sie auch Carsten Rump die nötigen Freiheiten als Co-Trainer, denn er weiss wie man die Mannschaft erreicht.

7 Kommentare

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