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Sa., 01.04.2017

Schwache Arminia spielt 1:1 bei den Würzburger Kickers - im Winter ausgemusterter Dick zurück in der Startelf Schmeichelhafter Punkt bei Saibene-Debüt

Florian Dick stand in Würzburg erstmals seit September 2016 wieder in der Startelf.

Florian Dick stand in Würzburg erstmals seit September 2016 wieder in der Startelf. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Würzburg (WB). Die Spieler des DSC Arminia Bielefeld haben ihrem neuen Trainer Jeff Saibene kein erfreuliches Debüt verschafft. Nach einer schwachen Leistung kam der abstiegsbedrohte Zweitligist in der Nachspielzeit immerhin noch zu einem 1:1 (1:0) bei den Würzburger Kickers.

Damit verpassten die Arminen auch den Sprung auf Tabellenplatz 15, der mit einem Sieg möglich gewesen wäre und stecken stattdessen noch etwas tiefer im Keller der 2. Liga fest.

Gleich zur Premiere überraschte der neue Coach im Stadion am Dallenberg mit einer nicht zu erwartenden Personalie. Erstmals seit September vergangenen Jahres stand Florian Dick wieder in der Startelf. Noch im Winter hatte man dem Rechtsverteidiger signalisiert, dass er sportlich keine Zukunft mehr in Bielefeld habe. Einige Wochen später ist der 32-Jährige plötzlich wieder erste Wahl. Zum einen, weil Michael Görlitz mit Knieproblemen fehlte. Zum anderen, weil Saibene die Fähhigkeiten Dicks schätzt: »Er hat sehr viel Qualität, vor allem im Ballbesitz.« Zudem kehrte Abwehrchef Julian Börner zurück. Stephan Salger musste dafür auf der Bank Platz nehmen.

Das erste Zeichen setzte dann auch der DSC. Nach einem Pass in den Lauf war Fabian Klos in Richtung Kickers-Kasten unterwegs. Sein Quarpasse endete aber am Fuß eines Verteidigers (3. Minute). Anschließend boten beide Seiten ein Spiel, wie man es von zwei abstiegsbedrohten Mannschaften in der 2. Liga erwartet: spielerisch passierte kaum etwas, viele Bälle kamen zu ungenau, der Spielaufbau hakte. 

Benatelli trifft für Würzburg

Vor allem individuelle Fehler machten die Partie immer wieder gefährlich. In der neunten Minute entwischte Elia Soriano Arminias Börner. Dick entschärfte die Hereingabe zur Ecke. Gleich eine unglaubliche Fehlerkette führte acht Minuten später zum 1:0 für die Hausherren. Einen Fehlpass von Sebastian Schuppan schnappte sich Patrick Weihrauch auf der rechten Außenbahn. Florian Hartherz und Manuel Junglas hätten den Kickers-Profi aufhalten können, doch der hatte keine Probleme sich durchzusetzen und auf und davon zu ziehen. Seine flache Hereingabe direkt vor den Strafraum verwandelte der völlig freistehende Rico Benatelli schließlich aus 16 Metern zur Führung.

Mit der Führung waren die Gastgeber besser im Spiel. Nejmeddin Daghfous (24.) und Elia Soriano kamen aus guten Positionen zum Abschluss, zielten aber jeweils zu ungenau. Beim DSC waren die Offensivbemühungen dagegen nicht erkennbar. Nahezu jeder Angriff erstickte im Keim. Es fehlte schlicht an spielerischen Möglichkeiten, den Kickers etwas entgegen zu setzen. 

Kein Aufbäumen in der zweiten Halbzeit

Ganz bitter für die Zuschauer: Mit Beginn der zweiten Halbzeit stellten die Würzburger ihre Offensivbemühungen ebenfalls weitestgehend ein. Wenn die 10.428 Zuschauer etwas zum Strahlen brachte, dann lediglich die Sonne. Auf dem Rasen passierte dagegen so gut wie nichts. So dauerte es tatsächlich 72 Minuten, bis der DSC zu seiner ersten Chance des Spiels kam. Hartherz zog aus gut 18 Metern vom linken Strafraumeck ab, doch der Ball strich rechts am Tor vorbei. 

Dann hatte das Glück ein Einsehen mit den Arminen. Ein Querschläger von Würzburgs Junior Diaz landete im eigenen Tor. Ein schmeichelhafter Ausgleich für den DSC (90.+1). Kurz darauf war das Spiel vorbei. 

Statistik

Würzburg: Siebenhandl - Schoppenhauer, Neumann (79. Kurzweg), Junior Diaz - Weihrauch, Taffertshofer, Fröde, Rama - Benatelli - Soriano (76. Königs), Daghfous (72. Pisot)

Bielefeld: Davari - Dick, Behrendt, Börner, Schuppan (55. Nöthe) - Hemlein, Junglas (71. Prietl), Schütz, Hartherz - Staude (46. Voglsammer), Klos

Schiedsrichter: Kempkes (Thür)

Zuschauer: 10.428

Tore: 1:0 Benatelli (17.), 1:1 Diaz (90.+1)

Gelbe Karten: Fröde / Behrendt (3), Dick (2), Prietl (4)

Kommentare

Heute total veränderte Elf

Dieser Trainer hat keine Angst vor gr.Namen, das
finde ich super. Ich hoffe die neuformierte Mannschaft liefert gleich ein gutes Spiel ab. So wie in
Würzburg darf sich eine abstiegsgefährdete
Mannschaft nicht präsentieren.

Steigt bitte...

...direkt ab und erspart uns allen eine peinliche Relegation, die nur wieder nach hinten los geht.
Erbärmlich die Leistung in Würzburg.

Keine Tränen

Am 26. Spieltag 13/14 habt ihr 1:3 gegen Energie verloren, 17. Platz, 25 Punkte. Mit einem dramatischen Schlußspurt am Ende die Relegation (35 Punkte!) und dann kam das Drama gegen Darmstadt. Großer Kampf, viele Tränen. Heute: Kein Kampf, kein Aufbäumen, kein Wille, deprimierend chancenlos. Es wird euch niemand eine Träne nachweinen.

Verunsicherung

Wie soll die Mannschaft nach dem 3. Trainerwechsel vor Selbstbewusstsein strotzen? Jetzt ist der Trend der kommenden Spiele entscheident. Ich erwarte im 2. Spiel unter Jeff viel Kampf und 3 Punkte. Wenn Auswärts gepunktet und Zuhause gewonnen wird, könnte es reichen. Ab dem 3. - 4. Spiel sollte man eine neue Handschrift ansatzweise erkennen können. Aber der Abstiegskampf muss jetzt angenommen werden. Sonst klappt's bestimmt nicht.

Jeff

Jetzt heisst es doch nur noch den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Die Mannschaft ist spielerisch schwach, Wir brauchen Typen wir Klos und Dick. Verstehe auch nicht ganz, das Ulm nicht spielen darf. Der kann mal eine Ball halten und auch mit seinen Pässen die Außenbahnen einsetzen.

ich habe Angst ...

... nicht das Arminia absteigt, sondern das dieser "Sportdirektor" für die Planungen der kommende Saison zuständig ist. Wünschenswert wäre für mich ein Austausch der gesamten Führungsriege. Hier stimmt es von vorne bis hinten nicht. Wenn man schon nicht viel Geld hat, sollte man das wenige was da ist wenigstens sinnvoll einsetzten und nicht zum Fenster raus werfen. Sicherlich kann man als Zuschauer/Fan nicht alles genau objektiv bewerten oder wissen was hinter den Kulissen so abgeht, aber das Ergebnis bzw. der Stand wo wir heute angekommen sind spricht eigentlich für sich. Angefangen von den Spielerverpflichtungen über das "Trainer-Lotto" ... einfach nur Katastrophal.
Zur Mannschaft: ... einfach nur noch Brechreiz . Am schlimmsten sind die Interviews nach dem Spiel. In welcher Welt leben die Spieler eigentlich bzw. was für Wahrnehmungen haben die ? Am besten bis zum Saisonende Interviewverbot ! Zur gestrigen Leistung sag ich lieber nichts ... Abstiegskampf sieht anderst aus.

Charakterliche Einstellung !

In meinen Kommentaren vom 20 , 21 , 22 . 3 .2017 hatte ich schon die erneute Richtung gesehen .
Wenn man auch den Temperaturanstieg in Würzburg berücksichtigt ,grenzt die Einsatzbereitschaft an
Arbeitsverweigerung .
Konditionell hatte man Zeit nochmal in der Spielpause nachzulegen . Ich hatte es in einem Kommentar dem Trainerteam nahegelegt .
Nach 15 Minuten waren einzelne Spieler schon am Pumpen . Mit mehr Fittnis hätte man in den letzten
20 Minuten das Spiel kippen können .

Ich hatte beim 1. Training des neuen Cheftrainer die negativen Kräfte angemahnt . Wenn ein grosser
,, Führungsspieler `` lustlos ,bockig sein Pensum abspult ist das schon fragwürdig .
Dieser Spieler hat noch 4 Spieler im Schlepptau .
So ist die mangelde Abstiegskampfbereitschaft zu erklären .
Wie schon gesagt nur Rump kann die Mannschaft führen .Er wird von ihr respektiert .

Alle Angestellten von der Putzfrau ,Rasenpfleger bis zur Geschäftführung müssen den Herren Profis die
existenziielle Situation kar vor Augen führen . Jeder Einzelne muss sie in die Pflicht nehmen .
Es ist keine Zeit für Bockigkeiten !

Das die Mannschaft mehr kann hat sie in den Rumpspielen bewiesen .

In Aue kämpfen alle im Verein für ein Ziel , was Nichtabstieg bedeutet .

Und für die Zukunft

Die Planungen für die nächste Saison sollten jetzt mit neuem Personal auf den entscheidenden Positionen voran getrieben werden. Aber ob Vorstand und Aufsichtsrat soviel Weitblick haben? Das bezweifle ich doch sehr!

14 Kommentare

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