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Fr., 12.05.2017

Arminia-Sportchef spricht über das Abstiegsendspiel und seine Zukunft Arabi: »Ein Kraftakt«

Im Hinspiel leistete Arminia (hier Fabian Klos’ Tor zum 2:2) großen Widerstand. Am Ende siegte die Eintracht dennoch 3:2.

Im Hinspiel leistete Arminia (hier Fabian Klos’ Tor zum 2:2) großen Widerstand. Am Ende siegte die Eintracht dennoch 3:2. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Die Voraussetzungen vor dem Zweitliga-Endspiel am Sonntag (15.30 Uhr) auf der Alm könnten unterschiedlicher nicht sein.

Hier die in den Abgrund blickende Bielefelder Arminia, die im Abstiegsfall angesichts von 17 auslaufenden Verträgen mal wieder vor einem radikalen Neuanfang stünde .

Dort die nach den Sternen greifende Braunschweiger Eintracht, die am Donnerstag stolz die Vertragsverlängerung mit den Leistungsträgern Domi Kumbela und Mirko Boland verkündet.

Bei Arminia liegen die Gespräche über Vertragsverlängerungen dagegen weiter auf Eis. So lange, bis die Ligazugehörigkeit geklärt ist, betont Sportchef Samir Arabi. Denn nichts solle die Konzentration auf die letzten Saisonspiele stören.

Ausnahme Weigelt

Eine kleine Ausnahme macht der Klub jedoch bei Henri Weigelt (19). Arminia teilt mit, dass der Kapitän des A-Jugend-Bundesligateams seinen ersten Profivertrag unterzeichnet habe. Der gebürtige Bielefelder ist als Innenverteidiger und defensiver Mittelfeldspieler einsetzbar.

Am 17. März feierte Weigelt gegen Kaiserslautern sein Profi-Debüt. Arabi: »Es freut uns, dass es ein weiteres Talent aus unserem Nachwuchsleistungszentrum in den Profikader geschafft hat. Das dokumentiert die gute Arbeit, die in unseren Jugendteams geleistet wird.«

Weigelt, seit 2010 ein Armine, verfügt über Stallgeruch.

Arabis Zukunft

Samir Arabi. Foto: Starke

Doch natürlich ist Arabi längst auch auf der Suche nach externen Verstärkungen – sowohl für den Zweit- als auch für den Drittligafall. Die Frage ist bloß: Darf der Sportchef im Falle des Abstiegs überhaupt bleiben?

Wenn es nach Präsident Hans-Jürgen Laufer geht, ja. »Es ist sicherlich gang und gäbe in diesem Geschäft, dass immer gleich die Leute rausgeschmissen werden. Ich halte da gar nichts von«, erklärte Laufer im WESTFALEN-BLATT-Interview und betonte: »Dass Dinge schlecht laufen, so etwas passiert auch in der Wirtschaft. Dann muss man die Leute in die Pflicht nehmen, um die Scharte wieder auszuwetzen. Das ist für mich der bessere Ansatz.«

Arabi selbst erklärt dazu auf Nachfrage: »Dieses Thema spielt in den nächsten Tagen erst einmal keine Rolle, weil der Fokus aller auf den letzten beiden Saisonspielen liegen muss und darauf, unser Ziel noch zu erreichen.« Der 38-Jährige spricht aber unverblümt von »einer Saison, die in keiner Weise nach unseren Vorstellungen verlaufen ist, die aber auch mit vielen Hindernissen verbunden war, die wir mit einem Kraftakt aber noch zu einem positiven Ende bringen können. Darum ist jetzt sicher nicht der richtige Moment für Schuldzuweisungen.«

Schicksal eines ganzen Vereines

Wohl wahr. Am Sonntag geht es schließlich um nicht weniger als das Schicksal eines ganzen Vereins, dessen Zustand die Region mal wieder in erhebliche Sorge versetzt. Arminia droht der vierte Drittligaabstieg der Klubhistorie. Die Fans stehen hinter ihrer Arminia. Bis Donnerstag waren bereits 23.000 Tickets verkauft worden.

Sollte der DSC gegen Braunschweig verlieren, gleichzeitig Würzburg gegen Sandhausen gewinnen und Aue (gegen Kaiserslautern), 1860 München (gegen Bochum) und Düsseldorf (in Nürnberg) mindesten je einen Punkt holen, wäre Bielefelds Abstieg besiegelt. Andernfalls fiele die Entscheidung für den DSC erst am letzten Spieltag in Dresden (Sonntag, 21. Mai, 15.30 Uhr).

In der Partie bei Dynamo wäre dann auch der diesmal gelbgesperrte Brian Behrendt wieder dabei. Am Sonntag wird der Innenverteidiger von Stephan Salger vertreten. Ersatztorwart Daniel Davari (krankgeschrieben), Manuel Hornig (Sprunggelenk) und Christopher Nöthe (Kreuzbandriss) fallen aus. Arabi weiß um die Qualität der Eintracht, sieht Arminia aber alles andere als chancenlos: »Gewinnen wird am Sonntag die Mannschaft, die es mehr will.«

Kommentare

Tut mir Leid lieber S. Arabi! Aber das, was Sie hier in Bielefeld vor die Wand gefahren haben, zeigt eine sportliche Inkompetenz die selbst im Amateurbereich kaum findbar ist.

Arabis Zukunft

Wer diesen Verein liebt, kann eine Zukunft mit
S. Arabi nicht wirklich wollen.

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