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Mi., 12.07.2017

Trainingslager, Tag 8: Stürmer Andraz Sporar möchte in Bielefeld auf sein Toplevel zurück Neuer Schwung für die Karriere

Auch im Training geht es zur Sache: Tom Schütz macht es dem neuen Arminia-Stürmer Andraz Sporar nicht leicht.

Auch im Training geht es zur Sache: Tom Schütz macht es dem neuen Arminia-Stürmer Andraz Sporar nicht leicht. Foto: Thomas F. Starke

Zell am See-Kaprun (WB/dis). Mit dem FC Basel hat er noch im Sommer die Schweizer Meisterschaft gefeiert. Nun stürzt sich Andraz Sporar mitten hinein in den deutschen Zweitliga-Abstiegskampf. Arminia Bielefeld hat den Angreifer für ein Jahr ausgeliehen. Alle Seiten – Sporar, Basel und der DSC – versprechen sich einiges davon. Und auch Sloweniens Nationalcoach Srečko Katanec könnte nebenbei profitieren.

In Sporar hat Arminia eine Angriffsoption mehr im Kader. Mit Fabian Klos, Andreas Voglsammer und dem weiteren Neuzugang Nils Quaschner (RB Leipzig) wetteifert der Slowene um einen der beiden Angriffsplätze in Trainer Jeff Saibenes 4-4-2-System. Im ersten Testspiel während des Trainingslagers am Samstag gegen Rubin Kasan bildete er zusammen mit Klos die Doppelspitze.

Saibene braucht auch vorne Spieler, die beweglich sind

Sporar stand dabei ein wenig im Schatten des langjährigen Arminia-Kapitäns, dem ein Doppelpack gelang. Immerhin holte der Neuzugang den Elfmeter heraus, den Christoph Hemlein nach 32 Minuten zum 4:0-Endstand verwandelte.

»Ich bin kein Stürmer, der sich nur im Strafraum aufhält«, beschreibt der junge Profi sein Profil. Saibene braucht auch vorne Spieler, die beweglich sind, die mitarbeiten und die auch schnell nach hinten umschalten. Sporar weiß das. Anders als die meisten Arminia-Profis kennt er den Coach schon deutlich länger.

Saibene: »Die Sprachbarriere ist gar kein Problem«

Wiederholt hat sein FC Basel gegen Saibene und dessen ehemaligen Klub FC Thun gespielt. »Ich weiß, was dieser Trainer verlangt. Er war der Hauptgrund für meinen Wechsel nach Bielefeld«, sagt Sporar.

Zwar versteht der Slowene die deutsche Sprache, mit den Mitspielern redet er aber meist englisch. »Die Sprachbarriere ist gar kein Problem«, versichert Saibene. Der Coach würde sich nur wünschen, dass Sporar in den Testspielen häufiger trifft. Nur beim 10:0 im ersten Spiel beim Kreisligisten Hiddenhausen war der Neue ein Mal per Elfmeter erfolgreich. Seitdem ist der fleißig arbeitende Angreifer glücklos.

Verletzungen warfen ihn zurück

Dass er Tore schießen kann, hat er schon bewiesen. In 95 Partien in der ersten slowenischen Liga erzielte Sporar 46 Treffer, 18 bereitete er vor. Aus diesem Grund überwies der FC Basel im Januar 2016 für den Stürmer mehr als drei Millionen Euro an NK Olimpija Ljubljana.

Beim Schweizer Abonnementsmeister geriet Sporars Karriere aufgrund von Verletzungspech (Sehnenriss) und starker Konkurrenz dann ein wenig ins Stocken. In den bisher eineinhalb Jahren dort wurde er in 19 Partien eingesetzt, erzielte aber nur einen Treffer (vier Torvorlagen). Zudem kam er bei vier Einsätzen in der Champions League auf insgesamt 93 Minuten Einsatzzeit.

Vertrag beim FCB läuft noch bis 2020

Basels Sportchef Marco Streller sagte über Sporar unlängst gegenüber der »Tageswoche«: »Ich bin überzeugt von ihm, aber er soll in einem anderen Umfeld seine Karriere noch einmal neu lancieren. Die Türen bei uns sind für ihn nicht zu.« Sporars Vertrag beim FCB läuft noch bis 2020.

Doch zunächst gilt die ganze Konzentration des Angreifers dem DSC Arminia. Zweierlei hat er sich für das eine Jahr in Deutschland ganz fest vorgenommen: Dass Bielefeld nicht wieder bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern muss. Und dass er verletzungsfrei bleibt.

Eine gute Saison bei den Ostwestfalen könnte Sporar nebenbei auch weitere Einsätze im slowenischen Nationalteam einbringen. Katanec, Ex-Profi des VfB Stuttgart, berief den 23-Jährigen im November 2016 in seine Auswahl.

Zurück ins Nationalteam?

Sporar bestritt gegen Malta und Polen seine ersten zwei A-Länderspiele. »Ich will bei Arminia wieder auf mein Toplevel kommen. Dann kann mir der Sprung zurück ins Nationalteam gelingen«, sagt der Spieler. Sollte es so kommen, hätten wirklich alle etwas davon.

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