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Di., 25.07.2017

Aston Villa ist 143, John Terry 36 Jahre alt – an diesem Dienstag gegen Arminia Von Traditionen und Legenden

Eine Fußballlegende trägt künftig den Aston-Villa-Dress: John Terry setzt seine Karriere auch mit 36 noch fort.

Eine Fußballlegende trägt künftig den Aston-Villa-Dress: John Terry setzt seine Karriere auch mit 36 noch fort. Foto: dpa

Von Friedrich-Wilhelm Kröger

Bielefeld/Gütersloh (WB). Das darf sich Tradition der englischen Art nennen: Seit 143 Jahren gibt es nun schon den Aston Villa Football Club. Siebenmal hat es die Mannschaft aus Birminghams Stadtteil Aston zur englischen Meisterschaft gebracht, siebenmal auch den FA-Cup gewonnen. Ziemlich lange her, das alles.

Zu den Referenzen eines der ältesten Klubs der Briten zählt vor allem der 1:0-Europapokal-Tri­umph im Landesmeisterfinale gegen den FC Bayern am 26. Mai 1982. Peter White versetzte die Münchener mit seinem Treffer in der 67. Minute mächtig in Aufruhr.

Das Testspiel an diesem Dienstag gegen Arminia Bielefeld im Gütersloher Heidewald (19 Uhr) bestreiten die Männer in ihren markanten weinroten Trikots mit den himmelblauen Ärmeln nur als Zweitligist. 2016 sind die Villans als Letzter aus der Premier League, dessen Gründungsmitglied sie waren, abgestiegen. Der folgende Platz 13 taugte nicht zur schnellen Renaissance für das in Besitz des chinesischen Geschäftsmannes Tony Xia befindliche Aston Villa.

Mehr sein als nur eine bloße Legende

Zu einem Daueraufenthalt in der zweiten Etage soll es allerdings nicht kommen. Falls erfahrene Haudegen auf dem Weg zurück eine Hilfe sind, kann Teammanager Steve Bruce auf einen solchen Profi bauen. Nachdem der Chelsea-Fels John Terry nach 22 Jahren bei den Blues aufs Abstellgleis geschoben wurde, fand er den Nebenbahnhof in Birmingham gar nicht so übel. Der 36-Jährige, in seiner Laufbahn mit allen denkbaren Klubtiteln dekoriert, will weit mehr sein als nur eine bloße Legende.

Verpflichtet wurden auch noch der Torhüter Sam Johnstone (ausgeliehen von Manchester United) und der ägyptischen Mittelfeldspieler Ahmed Elmohamady. Bruce holte ihn von Hull City, der Erstligaabsteiger ist zufälligerweise am 5. August erster Gegner in der neuen Saison.

»Drei, vier Positionen sind offen«

Die Arminen müssen schon an diesem Samstag gegen Jahn Regensburg zeigen, was Sache ist. Nach dem 1:3 gegen Norwich City wird Bielefelds Trainer Jeff Saibene heute im Heidewald noch mal ganz genau hinschauen. Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Tagen lässt sich sein Team von einem englischen Zweitligisten checken. Saibene kündigte mehr Einsatzzeit für jene Spieler an, die am vergangenen Freitag nur für eine halbe Stunde aufliefen.

Spannend bleibt die Frage nach der Startformation zum Ligaauftakt. »Drei, vier Positionen sind offen«, sagte er am Montag. Das bleiben sie noch recht lange: Saibene deutete an, dass er vielleicht erst zwei Stunden vor dem Anpfiff mit der Entscheidung aufwartet.

Ob der letzte Test gegen Aston Villa tatsächlich über die Bühne geht, ist offenbar noch wetterabhängig. Wilhelm Kottmann vom Fachbereich Sport der Stadt Gütersloh sagte, dass anhaltend starke Regenfälle die Austragung gefährden könnten.

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