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Do., 27.07.2017

Arminia: Schütz droht Ausfall – Meinke glaubt an sorgenfreie Saison Kerschbaumer wäre startklar

Platz da: Neuzugang Konstantin Kerschbaumer (rechts) drängt in Arminias Anfangself.

Platz da: Neuzugang Konstantin Kerschbaumer (rechts) drängt in Arminias Anfangself. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Diese Verletzung kommt für ihn zur Unzeit: Unmittelbar vor Arminia Bielefelds Start in die Fußball- Zweitligasaison droht Tom Schütz auszufallen. Die Achillessehne schmerzt. Während seine Mitspieler auf dem Trainingsplatz übten, drehte der 29-Jährige am Mittwoch eine Runde auf dem Rad.

Schütz, einer der Leistungsträger der vergangenen Jahre, war im Hinblick auf den Auftakt am Samstag (15.30 Uhr, Schüco-Arena) gegen Aufsteiger Jahn Regensburg für die Anfangself vorgesehen. Doch nach einer durchwachsenen Leistung im letzten Test am vergangenen Freitag gegen Norwich City (1:3) und angesichts der Fersenblessur droht er seinen Startplatz im zentralen Mittelfeld neben dem als gesetzt geltenden Manuel Prietl einzubüßen.

Die Leihgabe vom FC Brentford hat eine starke Vorbereitung abgeliefert

Möglicher Nutznießer ist Konstantin Kerschbaumer. Der Leihspieler vom englischen Zweitligisten FC Brentford hat eine gute Vorbereitung hinter sich. Höhepunkt war sein tolles Tor zum 1:0-Sieg im vorletzten Test beim Viertligisten Wuppertaler SV. Kerschbaumer steht bereit: »Die Entscheidung, wer spielt, liegt beim Trainer. Aber das Tor hat mir Selbstvertrauen und noch mehr Energie gegeben, auch wenn es gegen ein unterklassiges Team war.«

Dass die Generalprobe gegen Norwich dann daneben ging, sei kein Drama. »Man hat gesehen, dass Norwich Qualität hat. Die hatten richtig Power. Dafür haben wir in der Vorbereitung gegen andere Gegner wie Kasan (4:0) oder Pribram (5:1) vielleicht schon zu gut ausgesehen. Von daher ist es ganz gut, mal ein bisschen Gegenwind zu bekommen«, sagt der 27-Jährige.

Teixeria drängt ins Team

Trainer Jeff Saibene hatte nach der Norwich-Niederlage ja ohnehin angekündigt, gegen Regensburg eine andere Startelf aufbieten zu wollen. Und da in Rechtsverteidiger Nils Teixeira noch ein anderer Akteur, der gegen die Engländer zunächst nur auf der Bank saß, ins Team drängt, könnte es sogar noch eine weitere Veränderung geben. Am Mittwoch fand sich der Ex-Dresdener anstelle von Platzhirsch Florian Dick in der potenziellen A-Elf wieder.

Wen auch immer Saibene aufbieten wird: Die Erwartungshaltung an den Trainer und sein Team ist trotz des verringerten Profi-Etats hoch. »Wir haben uns in der Breite verbessert, davon bin ich fest überzeugt. Die Mannschaft ist absolut wettbewerbsfähig«, sagt Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke. Enorm wichtig sei »ein guter Start«. In der Vorsaison war dieser derart misslungen (zehn Spiele ohne Sieg), dass Arminia bis zum Schluss um den Ligaerhalt zittern musste.

Nun wünscht Meinke sich »eine sorgenfreie Saison. Ob wir dann am Ende Neunter, Elfter oder Zwölfter werden, ist nachrangig. Aber es sollte möglich sein, wie 2015/16 sicher ins Ziel zu kommen.«

Saibene wünscht sich einen linken Verteidiger

Saibenes Wunsch, noch einen Spieler für die linke Abwehrseite zu verpflichten, hat Meinke vernommen. Die Erfüllung wäre nach Auskunft des Finanzchefs allerdings an eine Bedingung geknüpft. »Wir können nur noch einen Spieler dazunehmen, wenn ein anderer den Verein verlässt«, sagt Meinke. Für David Ulm, der wenig Aussicht auf Einsätze hat, liege aber keine Anfrage vor.

Im Hinblick auf die Partie am Samstag darf sich Publikumsliebling Ulm sogar Hoffungen auf einen Platz im 18er-Kader machen. Die Fans würde es freuen, den Spieler sowieso. Apropos Fans: 8300 Dauerkarten hat der DSC bisher verkauft. »In der Vorsaison waren es inklusive der Rückrundendauerkarten 8700. Von daher ist das ein super Wert«, frohlockt Meinke.

Gerrit Meinke (links) traut Trainer Jeff Saibene eine gute Saison zu. Foto: Thomas F. Starke

Ansprüche wegen Absage des Teheran-Derbys?

Jetzt hofft der 49-Jährige, dass er das Geld, das die Ausrichtung des Teheraner Stadtderbys in die Klubkasse gespült hätte, auf anderem Weg generieren kann. Laut Meinke erwägt Arminia, nach dem kurzfristigen Ausfall gegenüber der veranstaltenden Agentur »Sporte Sports Management« vertraglich zugesicherte Ansprüche geltend zu machen.

»Das Spiel war auch in finanzieller Hinsicht durchaus reizvoll für uns. Uns steht Geld zu. Rein rechtlich befinden wir uns in einer guten Ausgangsposition«, erklärt er.

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Teambudget ausgereizt, dünn bestückte Defensive

Das Budget für die Mannschaft ist also ausgereizt. Wenigstens herrscht jetzt Klarheit, warum noch kein LV geholt wurde. Die Defensive ist dünn bestückt. 10 Spieler für 6 Positionen (ohne TW), auch wenn unter diesen 10 viele polyvalente Spieler sind, die mehrere Defensiv-Positionen spielen können. Viele Verletzungen und Sperren darf es da nicht geben, es müssen ja auch im Spiel noch Wechsel möglich sein. Für ein Talent wie Weigelt jedenfalls sehr gute Voraussetzungen. Er wird seine Spielanteile bekommen.

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