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Sa., 29.07.2017

Arminia siegt zum Auftakt 2:1 gegen Jahn Regensburg und ist Spitzenreiter - Sporar trifft in der 90. Minute Spätes Glück zum Start

Völlig losgelöst: Andraz Sporar (rechts) feiert seinen Siegtreffer mit Keanu Staude.

Völlig losgelöst: Andraz Sporar (rechts) feiert seinen Siegtreffer mit Keanu Staude. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Was für ein Auftakt: Zum Start in die Zweitligasaison sicherte sich Arminia Bielefeld in der letzten Minute den Sieg gegen Jahn Regensburg. Neuzugang Andraz Sporar traf kurz vor Schluss zum 2:1 (1:1)-Endstand. Damit hat der DSC zumindest über Nacht die Tabellenspitze übernommen.

Wie erwartet startete Saibene mit den beiden Stürmern Andreas Voglsammer und Fabian Klos. Mit einer überzeugenden Vorbereitung hatte sich Klos, in der Vorsaison nur Joker unter dem Luxemburger Coach, seinen Startelfplatz zurück erobert. Von den Neuzugängen schafften es Nils Teixeira (für Florian Dick), Alm-Rückkehrer Stefan Ortega Moreno und Konstantin Kerschbaumer (für den verletzten Tom Schütz).

Diese neubesetzte Arminia verpasste dann den frühen und erfolgreichen Saisoneinstand. Jahn-Keeper Phlipp Pentke spielte den Ball Voglsammer sanft in die Füße. Das Tor war frei, der Raum da, doch nach Voglsammer scheiterte auch Klos am Versuch, den Ball zum 1:0 unterzubringen (8. Minute). Überhaupt waren mächtig Schwung und Pfeffer drin. Beide Seiten schenkten sich beim Auftakt nichts. Und schon nach 15 Minuten lagen gleich drei Spieler nach Fouls länger am Boden. 

Arminia drückt, der Jahn trifft

Es folgte ein Spiel auf ein Tor. Aufgedrehte Arminen machten dem Aufsteiger jede Menge Druck. Nur zum glasklaren Abschluss kamen die Ostwestfalen nicht. Das machten die Ostbayern besser. Mit ihrem ersten, guten Angriff gingen die Regensburger nach 23 Minuten nämlich völlig überraschend in Führung. Jann George bekam den Ball perfekt in den Lauf gespielt und versenkte aus gut 16 Metern zum 1:0. 

Nachdem sich die Hausherren kurz geschüttelt hatten, gaben sie wieder den Ton an und liefen der Musik doch noch eine Zeit hinterher. Denn bis zum nächsten DSC-Hochkaräter mussten sich die Fans eine Viertelstunde gedulden. Dass dann Gezeigte hatte es allerdings in sich. Mit einem starken Pass bediente Innenverteidiger Julian Börner den links durchstartenden Keanu Staude. Und der 20-Jährige blieb bei seinem anschließenden Solo cool wie ein ganz alter, erfahrener Profi. Nach zwei, drei Haken schoss der Jung-Armine den Ball schließlich aus gut 15 Metern zum Ausgleich ein (39.). 

Trotz des Ausgleichs nahmen die Regensburger im Anschluss deutlich aktiver am Spiel teil und kamen durch Grüttner noch zu einer guten Chance. Feldüberlegen blieben allerdings die Arminen. Zählbares sprang dadurch bis zur Pause allerdings nicht mehr heraus. Das Fazit nach den ersten 45 Minuten der Saison: Auf beiden Seiten konnte man gute Angriffreihen, dagegen aber oft unsortierte Abwehrketten beobachten.

Ruhiger Start in die zweite Hälfte

Was im ersten Durchgang mit viel Karacho startete, lief nach dem Seitenwechsel zunächst sehr gemächlich an. Ein wenig machten Bielefelder und Regensburger zunächst den Eindruck, als hätte man schon das meiste Pulver verschossen. Bis es wieder kribbeliger wurde vor dem Tor, dauerte es bis zur 59. Minute. Nach einer Flanke behinderten sich Klos und Voglsammer beim Schussversuch gegenseitig. Staude kam an den Ball, scheiterte aber am Regensburger Schlussmann Pentke.

Und weil sonst nicht viel passiert, gehörte das DSC-Debüt von Patrick Weihrauch, der nach 65 Minuten für Hemlein ins Spiel kam, noch zu den aufregenderen Momenten. Und der Neue im Spiel machte gleich auf sich aufmerksam, als er eine Teixeira-Flanke nur knapp am Tor vorbei köpfte (69.). Und nur eine Minute später hatte Fabian Klos das 2:1 auf dem Fuß, doch der Pfosten stand im Weg. Auf der anderen Seite köpfte der eingewechselte Jonas Nietfeld an die Latte (75.).

Bitter für den DSC: Die letzten fünf Minuten musste der DSC in Unterzahl überstehen, nachdem Teixeira nach einem groben Foulspiel die Rote Karte sah. Insgesamt blieb es aber beim an diesem Tag gewohnten Bild: Am Drücker waren die Arminen, konnten daraus aber zu wenig machen. Bis der eingewechselte Neuzugang Andraz Sporar zuschlug. Nach einem Fehlpass der Jahn-Defensive geht der Neuzugang dazwischen und bringt den Ball über Pentke hinweg zum 2:1 im Tor unter (90.). Fast mit dem Schlusspfiff belohnt sich der DSC so zum Start in die neue Saison mit dem ersten Dreier.

Statistik

Bielefeld: Ortega - Teixeira, Börner, Salger, Hartherz - Kerschbaumer (78. Putaro), Prietl - Hemlein (65. Weihrauch), Staude - Klos, Voglsammer (71. Sporar)

Regensburg: Pentke - Saller (63. Sörensen), Nachreiner, Knoll, Nandzik - Geipl (88. Gimber), Lais - George, Mees - Adamyan (71. Nietfeld), Grüttner

Schiedsrichter: Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 17.333

Tore: 0:1 George (23.), 1:1 Staude (39.), 2:1 Sporar (90.)

Gelbe Karten: Hemlein, Voglsammer, Sporar / Geipl, Saller, Gimber

Rote Karten: Teixeira (84., grobes Foulspiel) / - 

Kommentare

Bratwurst und Getränke

In der Halbzeit war der Durst groß. Nur ans Bier zu kommen war fast unmöglich. Es ist nicht zu verstehen dass nicht alle Stände ( hinter Block F und E ), geöffnet waren, obwohl man wußte, dass mit über 17000 Zuschauern zu rechnen war.

Zur Bratwurst:

Vor vielen vielen Jahren gab es auf der Alm eine richtig leckere Bratwurst, und zwar die von Justmann aus Spenge. Danach kamen die Steinhäger mit ihrer Haskenhoff, die nie mit der Justmann Bratwurst mithalten konnte. Man ißt sie trotzdem, weil bei einem Almbesuch eine Bratwurst einfach dazu gehört. Und nun haben wir die Kleinemas Wurst auf der Alm. Und die ist nun wirklich nicht der Hit. Labbrich und nicht durchgegrillt. Erstens sollten die Jungs hinter dem Grill mal lernen, dass man eine Bratwurst richtig durchgrillt, zweitens gehört eine Bratwurst traditionell auf eine Pappe. Dazu gab es ein Pappbrötchen was nun gar nicht geht. Nee danke, dann gehe ich lieber zur Bretterbude in die Rolandstrasse zu Marie Becker und Daniel Blume vorbei und esse dann meine Bratwurst liebervor dem Spiel dort.

Erste Erkenntnisse

Das mit den Verpflegungsständen stimmt. Das Spiel wurde so zu einer trockenen Angelegenheit. Nach der Halbzeit sind einige durstig auf die Tribüne zurückgekehrt. Anscheinend ist der Verpflegungsumsatz nicht so relevant.
So jetzt zum Spiel. Im Mittelfeld war eine permanente Unsicherheit zu sehen. Prietel fehlte sichtlich der starke Schütz an seiner Seite. Die Bälle konnten häufig nicht behauptet werden und es wurden öfter die falschen Entscheidungen getroffen. Die Einwechselung von Weihrauch war eine echte Bereicherung. Er ist technisch in der Lage, in schwierigen Situationen Lösungen zu finden. Sporar hätte mir auch ohne Tor gut gefallen. Er bewegt sich auch ohne Ball sehr gut. Hat ein sehr gutes Gefühl für Spielsituationen. Ein echter Gewinn, der Klos richtig Dampf machen wird. Und dann trifft er auch noch, zum Glück, zum verdienten Sieg.

Lange Wartezeiten an Verpflegungsständen

Beim gestrigen Heimspiel unserer Arminia waren auf neuen Haupttribüne(oben) lediglich die Hälfte der
Verpflegungsstände geöffnet.Dies führte zu erheblichen Wartezeiten.Im Vorfeld war bekannt,dass mit
etwa 17000 Fans zu rechnen war.W ä h r e n d des Spiels 5 bis 10 Minuten auf ein Getränk zu warten,habe
ich in den letzten Jahren noch nicht erlebt.
...vielleicht verfügt das WB-Team über weiteren Informationen.

3 Kommentare

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