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Mo., 31.07.2017

Kommentar zum Saisonstart von Arminia Bielefeld Alles ein bisschen verrückt

Arminias Trainer Jeff Saibene.

Arminias Trainer Jeff Saibene. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Gestatten, ich bin der Glücksbringer von Luxemburg!

Erst bewahrt dieser Jeff Saibene die Arminia in einem Wahnsinns-Saisonfinale vor dem Untergang. Um dann zum Auftakt der neuen Serie gegen Regensburg direkt das nächste Kaninchen aus dem Zylinder zu zaubern. Ein bisschen verrückt ist das alles ja schon.

Dermaßen unbefriedigend verlief die Vorbereitung für den Angreifer Andraz Sporar, dass leise Zweifel durchaus erlaubt waren, ob nun ausgerechnet die Leihgabe vom FC Basel das passende Werkzeug sein würde, um die Abwehr des wackeren Aufsteigers zu knacken. Die Antwort gab der Slowene mit seinem Hebertor in letzter Minute.

Es war Saibene, der die Verpflichtung des Baseler Bankdrückers vorangetrieben hatte. Und der Sporar in der Schlussphase das Vertrauen schenkte, obwohl der Stürmer es in sieben Vorbereitungsspielen auf gerade mal ein Törchen gebracht hatte – per Elfmeter gegen den Kreisligisten Hiddenhausen. Und das auch nur, weil Fabian Klos ihm gönnerhaft die Ausführung überließ.

Beleg für die neue Qualität des Kaders

Und nun hat eben jener Sporar die Alm in einen kollektiven Jubelrausch versetzt dank seines guten Riechers für die missratene Rückgabe des bedauernswerten Regensburgers Marvin Knoll.

Und er hat dafür gesorgt, dass Arminia unter Jeff Saibene nach nur einem Spiel schon genau so viele Punkte auf dem Konto hat wie in der Vorsaison nach fünf Runden unter Rüdiger Rehm. Damals war fast ein Drittel der Saison rum, ehe der DSC den ersten Dreier verbuchte (11. Spieltag, Rehm war bereits entlassen). Diesmal dauerte es 90 Minuten.

So glücklich der Sieg in seiner Entstehung auch war: Er ist der Boden, auf dem die allseits geäußerte Hoffnung auf eine sorgenfreie Saison nun weiterwachsen kann. Und er dient als ein erster Beleg dafür, dass der Kader in der Breite tatsächlich an Qualität gewonnen hat. Saibene kann von der Bank aus nachlegen.

Ihre Euphorie müssen die Arminen nun mitnehmen nach Fürth. Angst müssen sie vor den Franken sowieso keine haben. Denn auswärts ist der DSC unter Saibene ja noch ungeschlagen. Alles ein bisschen verrückt eben.

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