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Mi., 23.08.2017

Kommentar zum DSC 31 Punkte fehlen noch

Der Erfolg ist ein großer Verdienst von Jeff Saibene. Der ruhige Luxemburger hat im März eine Mannschaft übernommen, die dem Abstieg geweiht schien.

Der Erfolg ist ein großer Verdienst von Jeff Saibene. Der ruhige Luxemburger hat im März eine Mannschaft übernommen, die dem Abstieg geweiht schien. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Acht Punkte hatte der DSC Arminia nach zwölf Spieltagen der vergangenen Saison. Jetzt, nach drei Partien der Spielzeit 2017/18, sind es neun Zähler. Davon hatten wohl nicht einmal die größten DSC-Fans zu träumen gewagt.

Das Ziel, nach dem nur um Haaresbreite verhinderten Abstieg nun eine sorgenfreie Saison zu spielen, erscheint derzeit realistisch.

Vor einem Jahr wäre so ein Spiel wie gegen Bochum am Montagabend , in dem der VfL in fast allen relevanten Statistiken vorne lag, wohl verloren gegangen. Doch jetzt hat die Mannschaft das Selbstvertrauen und das Selbstverständnis, mit jedem Gegner in der 2. Liga auf Augenhöhe zu sein und diesen auch bezwingen zu können. Fußball ist eben zu einem großen Teil auch Kopfsache.

Philosophie des Trainers wird immer klarer

Der Erfolg ist ein großer Verdienst von Jeff Saibene. Der ruhige Luxemburger hat im März eine Mannschaft übernommen, die dem Abstieg geweiht schien. »Jeff le Chef« wurde zum Retter, und in der Sommerpause verbesserten er und Sportchef Samir Arabi das Team deutlich. Die Spielphilosophie des Trainers wird immer klarer sichtbar, die Fans kommen wieder gerne ins Stadion und werden mit gutem Fußball belohnt.

Dass nun trotzdem niemand die Bodenhaftung verliert, dafür wird Saibene sorgen. »Ich bin schon zu lange im Geschäft, um euphorisch zu werden«, sagte der 48-Jährige am Montag. Dennoch spricht nichts dagegen, den Moment zu genießen und am Sonntag zu versuchen, auch in Berlin zu gewinnen. Denn klar ist: Zum sicheren Klassenerhalt fehlen derzeit noch 31 Punkte.

Kommentare

Abstiegskampf

Noch 31 Punkte gegen den Abstieg. Die werden wohl rechtzeitig im Sack sein. Die Mannschaft denkt, das sie jeden schlagen kann. Das kann sie auch! Die Liga ist sehr ausgeglichen. Am Ende steht evtl. auch einer mit oben, mit dem keiner gerechnet hat. Wer das sein wird? Wohl der, der über die gesamte Saison einen guten Punkteschnitt abliefert. Also Arminen, weiter so Hamstern. Der Winter kommt bestimmt, dann ist es gut, wenn man sich eine dicke Fettschicht angehamstert hat. Danach wird zum Schluss abgerechnet.

Saibene

Lasst den Jeff mal ölen (wie man im Westfälischen gerne sagt). Wenn der ein paar Jahre hier bleiben sollte, reden wir neu, wer hier vielleicht der Jahrhunderttrainer ist. Wäre mir sehr recht. Menschlich hat Saibene den Profi-Fußball jedenfalls ersichtlich besser verkraftet als ein gewisser EM. Von EM hörte ich das erste Mal um 1990, da war er ein charismatischer Lehrer an einer Wirtschaftsoberschule im nordwestlichen Westfalen und unterrichtete einen Freund von mir, der begeistert erzählte. Wenn man sich die späteren Eskapaden und Probleme und seine letzte Zeit in Bielefeld ansieht, bin ich geneigt zu sagen: menschlich wäre er vielleicht besser gefahren, wenn er Lehrer geblieben wäre.

Jeff fast schon mit Heiligenstatus?!

Ich denke, die treuen Fans des DSC haben jedes Recht dieser Welt, auch mal wieder zumindest etwas euphorisch sein zu dürfen! Hoffentlich hält die Euphorie möglichst lange an! Denn dann kommen hoffentlich wieder 20.000 oder sogar mehr gegen Duisburg usw. Dann kann Arminia hoffentlich diesmal den kalkulierten Zuschauerschnitt von 17.000 (deutlich) übertreffen. Häufig schon hat man beobachtet, dass Mannschaften, die dem Schicksaal gerade noch mal so von der Schippe gesprungen sind, danach eine besonders gute Saison gespielt haben. Momentan sieht’s jedenfalls so aus, als könnte der Klassenerhalt unter Jeff auch für die Arminia das entscheidende Schlüsselerlebnis gewesen sein.
Jeff, genießt hier in Bielefeld ja fast schon Heiligenstatus. Fast hat man den Eindruck, als würde er nach jedem Sieg, bei einem Spaziergang „über“ den „Obersee“ etwas entspannen. Tatsächlich spielt fast dieselbe Mannschaft wie im letzten Jahr heute zumindest wesentlich erfolgreicher als z.B. unter Rehm. Was sicherlich in erster Linie mit der Qualität von Saibene, mit etwas mehr Glück u. vielleicht auch mit etwas Psychologie zusammenhängt. Etwas widersprechen, was deutliche Verbesserung betrifft, würde ich momentan aber noch bei Arabis Neuverpflichtungen. Nur Ortega erwies sich bisher als absoluter Volltreffer! Weihrauch mit guten Ansätzen, Kerschbäumer u. Teixeira mit Licht u. Schatten, Sporar bisher nur von der Bank u. Quaschner z.Zt. verletzt…

3 Kommentare

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