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Mo., 18.09.2017

Nach Foul an Manuel Prietl übersieht Schiri den Vorteil für den DSC Saibene: »Der Schiri hat sich entschuldigt«

Manuel Prietl und Arminia-Kapitän Julian Börner diskutieren die Szene des Spiels mit Schiedsrichter Florian Badstübner.

Manuel Prietl und Arminia-Kapitän Julian Börner diskutieren die Szene des Spiels mit Schiedsrichter Florian Badstübner. Foto: Thomas F. Starke

Darmstadt (WB/dis). Wenn ein ruhiger Vertreter der Trainergilde wie Jeff Saibene zur Pause festen Schrittes den direkten Weg zum Schiedsrichter sucht, dann liegt der Verdacht nahe, dass in den Augen des Arminia-Coaches der Unparteiische aber mal so richtig etwas verbockt haben muss. Und genau so war es auch.

2:1 lag Saibenes Team Arminia Bielefeld im Zweitligaspiel am Sonntag in Darmstadt in Führung. Tor Nummer drei für den in dieser Phase starken DSC war auf den Weg gebracht, doch Schiri Florian Badstübner unterlief der Blackout des Tages: Beim Foul von Hamit Altintop an Manuel Prietl übersah der 26 Jahre alte Student aus Windsbach in Bayern den eigentlich unübersehbaren Vorteil für den DSC. Christoph Hemlein wäre allein durch gewesen (39.). Doch auch die wildesten Proteste der Gäste halfen nichts.

»Es könnte die spielentscheidende Szene gewesen sein«

»Der Schiedsrichter hat sich zur Pause bei mir und der Mannschaft entschuldigt«, sagte Saibene später. Kaufen konnte er sich davon nichts mehr, denn: »Es könnte die spielentscheidende Szene gewesen sein.«

Nach dem Wechsel drehte Darmstadt das Spiel, gewann mit 4:3 und fügte Arminia die

zweite Niederlage in Folge zu. Saibene war angesichts der haarsträubenden Fehlentscheidung restlos entgeistert. »Dass das auf dem Niveau passiert, erstaunt mich doch sehr«, sagte der 49-Jährige.

Auch die Spieler waren sauer. »Die erste Halbzeit war super von uns, leider hat der Schiedsrichter uns das 3:1 weggenommen. Wir sind dann nicht gut aus der Pause gekommen und hatten Probleme mit der Doppelspitze von Darmstadt«, meinte Kapitän Julian Börner.

Unter Saibenes Regie – er ist seit März im Amt – hat Bielefeld nun erstmals zwei Partien in Folge verloren. Zudem war es im achten Anlauf die erste Auswärtsniederlage unter dem Luxemburger überhaupt. Saibene trägt es mit Fassung: »Das haut mich nicht um.«

Kommentare

Entschuldigung

Die Entschuldigung schon in der Pause, ist eine sportsmännische Geste. Dies gibt es leider im Profigeschäft selten.
Wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn er nicht gepfiffen hätte, ist Kaffeesatz leserei. Wir haben schließlich 2x geführt. Aber auch das hat dieses Mal leider nicht gereicht. Gegen diese Darmstädter muss man 2 gute Halbzeiten abliefern. Wenn dies nicht gelingt, bleiben die Punkte halt in Hessen.

Chapeau für die Entschuldigung - das kann nciht jeder!

Donnerschlag, der Schiri hat sich nicht erst nach dem Spiel und der eventuell darauf folgenden Suche nach roten Mützen mit weißen Punkten in den Block verkrochen, sondern direkt in der Halbzeit entschuldigt. Ohne nochmal zu reflektieren, einfach aus dem Bauch heraus. Da gibt es nicht viele von. Sicher ist, dass das Spiel danach einen anderen Verlauf genommen hätte, gerade auch in der immer so wichtigen zweiten Halbzeit. Und die zweite Halbzeit ist immer die Entscheidende, ist es im Ligabetrieb zumindest die Entscheidende! Nun denn, am Ende einer solchen Entscheidung steht nun mal final die Niederlage. Wollten das die beteiligten Spieler? Sicherlich nicht. Wollte es ein Trainer? Absurd! Da helfen auch keine kurzfristig fahrbaren Ferraris. Also, alle Beteiligten nochmal für sich analysieren und sich fragen, ob man in der Vorbereitung auf das Spiel wirklich alles getan hat, ob man das Ziel wirklich fest vor Augen hatte. Oder ob man seine QWERTZ-Tastatur
quält, um Halluzinationen zu beschreiben. Echte Kerle können das. Sie entschuldigen sich sogar bereits in der HZ. Chapeau, Herr Badstübner!

Der Schiri hat sich....

OK. Der Schiri hat sich entschuldigt. Bringt unseren DSC auch nicht weiter! Jetzt bitte keine Trainer raus rufe.
Wir sind noch am Anfang der Saison und da passiert auf anderen Plätzen bestimmt auch einiges. Zehn Punkte reichen halt nicht zum Klassenerhalt und dieses weiß wohl jeder Arminenfan! Ich habe vertrauen zum Trainer und seiner Mannschaft. Ich bin davon überzeugt, dass wir die nötigen Punkte noch holen werden. Zum Ende der Hinrunde schätze ich 20 Punkte. Alles was mehr ist an Punkten ist noch schöner! In diesem Sinne, auf gehts Arminia.

3 Kommentare

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