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Sa., 30.09.2017

Staudes Entwicklung tut Arminia gut – jetzt beim FCN gefordert – mit Video Unbekümmert, selbstbewusst

Keanu Staude (rechts) scheint es anzuzeigen, dass mit ihm auch in Zukunft zu rechnen ist.

Keanu Staude (rechts) scheint es anzuzeigen, dass mit ihm auch in Zukunft zu rechnen ist. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Die Zeit schweißt zusammen. Manchmal so sehr, dass sich Klub und Spieler nahezu identisch entwickeln. Wie bei Langzeit-Armine Keanu Staude und seinem Verein Arminia Bielefeld. In den vergangenen Monaten ging es für die Beteiligten vorwiegend bergauf.

Natürlich hätte keine Seite etwas dagegen, wenn es genau so weitergeht. »Nürnberg ist ein starker Gegner, vor allem offensiv. Aber wir wollen da was holen«, sagt Staude mit Blick auf das Spiel an diesem Samstag (13 Uhr, Max-Morlock-Stadion) beim Club. Für einen der Jungspunde im Team, für einen, der noch nicht einmal zwei Zweitligasaisons gespielt hat, klingt das bemerkenswert selbstbewusst. Aber so ist der 20-Jährige: er sucht die Herausforderung, schreckt nicht zurück, denkt offensiv.

Mit diesen Eigenschaften steht er bei Trainer Jeff Saibene hoch im Kurs. Seit der Luxemburger beim DSC das Sagen hat, geht es für den gebürtigen Bielefelder, der seit den Minikickern für Arminia spielt, erst so richtig ab. Nachdem Saibene übernommen hat, haben sich Staudes Spielanteile ständig erhöht. Unter Saibene schoss der Mittelfeldspieler vergangene Saison seine ersten beiden Zweitligatore – eine Geschichte wie aus dem Fußball-Bilderbuch.

»Mehr geht nicht«

Da muss sich Staude manchmal selbst noch kneifen: »Das bedeutet mir sehr viel. Ich bin schon seit 2004 hier. Ich bin jetzt richtig im Team, verstehe mich mit jedem gut. Mehr geht nicht, in meiner Stadt 2. Bundesliga spielen, das ist top. Aber ich mache auch viel dafür. Das wird irgendwann belohnt.«

Tatsächlich gefällt Saibene, was er sieht: »Keanu hat eine super gute Entwicklung gemacht. Für den Gegner ist er sehr unberechenbar, unbekümmert mit seiner Spielart. Für uns ist er sehr wichtig. Offensiv kann er gute Impulse für uns setzen. Er ist ein guter Junge.«

Bei Staude dürfte das runtergehen wie Öl. Gerade deshalb, weil der Senkrechtstarter Mitte September eine Art Mini-Delle in seiner Entwicklung erlebte. Gegen Darmstadt und Dresden saß der 20-Jährige nach fünf Startelfeinsätzen plötzlich auf der Bank. Erst am vergangenen Spieltag gegen Heidenheim ging es zurück in die erste Elf. »Ich habe mich deshalb nicht hängen lassen und einfach weitergemacht. Der Trainer wollte wohl auch sehen, wie ich reagiere, ob ich meinen Kopf hängen lasse.«

Als Vorspiel soll Nürnberg dienen

Das war nicht der Fall, was Jeff Saibene sehr wohl wahrgenommen hat. Überhaupt will der Trainer die kurze Startelf-Abstinenz nicht überbewerten: »Die letzten zwei Wochen war Keanu nicht mehr auf dem Level wie am Anfang. Aber das ist normal, es kann nicht immer nur bergauf gehen.«

Ein Trostpflaster folgte in dieser Woche: Staude wurde für Spiele der U20-Nationalmannschaft in den Niederlanden (5. Oktober) und gegen die Schweiz (9. Oktober) nominiert. »Man freut sich über die Einladung. Ich kann mich wieder zeigen. Das ist etwas besonderes«, stellt der Armine fest.

 Als Vorspiel soll Nürnberg dienen. Am liebsten als Startelf-Spieler. In genau die könnte auch Florian Dick zurückkehren. Weil Florian Hartherz (Knie) ausfällt, ist die wahrscheinlichste Alternative, dass Nils Teixeira auf die linke Abwehrseite rückt und Dick für Teixeira rechts übernimmt. »Es gibt die Variante mit Teixeira, es gibt die Variante mit Salger auf links, dass Behrendt in die Innenverteidigung kommt«, wollte sich Saibene nicht zu viel entlocken lassen.

So oder so will die Anfangsformation gut überlegt sein. Denn vor Nürnberg hat der Coach größten Respekt: »Ich schätze sie unter den Top drei ein. Für mich ist es in den letzten Wochen die beste Mannschaft, die ich gesehen habe. Nürnberg wird eine richtig gute Herausforderung.« Das wird der selbstbewusste Keanu Staude nur zu gerne hören.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Dick, Börner, Salger, Teixeira - Weihrauch, Prietl, Schütz, Staude - Voglsammer, Klos

Kommentare

Gutes Gefühl

Die Nürnberger hatten letztes Wochenende ihr
Vergnügen mit dem Derbysieg in Fürth, heute gibt
es höchstens 1 Pkt gegen Arminia.

1 Kommentare

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