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Fr., 13.10.2017

Was wäre, wenn Bayern für den Arminen Rump Millionen geboten hätten Vom Wert eines Co-Trainers

DSC-Chefcoach Jeff Saibene (rechts) und Co-Trainer Carsten Rump harmonieren prächtig.

DSC-Chefcoach Jeff Saibene (rechts) und Co-Trainer Carsten Rump harmonieren prächtig. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Was, wenn sich von jetzt auf gleich der Co-Trainer vom Acker macht? Was bei Fortuna Düsseldorf die Vorbereitung auf das Zweitliga-Topspiel in Bielefeld (Samstag, 13 Uhr, Schüco-Arena) empfindlich gestört haben dürfte, blieb Arminia erspart.  Zum Glück, wie ­DSC-Coach Jeff Saibene meint .

Hintergrund ist dieser: Im Zuge der Verpflichtung von Cheftrainer-Rückkehrer Jupp Heynckes hatte der FC Bayern München den Düsseldorfern ein stattliches Angebot für Assistenzcoach Peter Hermann unterbreitet. 1,75 Millionen plus eines möglichen Nachschlags, heißt es, würden die Bayern nun an Düsseldorf überweisen. Auf die Frage, ob er im Falle eines vergleichbaren Angebots der Bayern für Carsten Rump sein Veto eingelegt hätte, scherzt Saibene einerseits: »Wenn Bayern für Rumpi auch so viel zahlen würde, würde ich ihn vermutlich nach München tragen.« Andererseits meint der Luxemburger aber auch ganz und gar ernst: »Ich habe mir Gedanken gemacht, was wäre, wenn Rumpi von heute auf morgen weggehen würde. Das wäre für uns ein ganz großer Verlust.« Nicht nur zu Rump pflegt Saibene ein Topverhältnis, sondern zu seinem gesamten »Staff«, wie der Luxemburger das Trainer- und Funktionsteam bei Arminia nennt. »Vielleicht«, sagt der 49-Jährige, »kann Düsseldorf den Verlust von Peter Hermann gut kompensieren. Aber dass Friedhelm Funkel das schon auch wehgetan hat, kann ich mir ebenfalls gut vorstellen.«

Kann Arminia profitieren?

Am Samstag auf der Alm und auch in den Partien danach wird Fortuna-Chefcoach Funkel nun von Thomas Kleine und Axel Bellinghausen flankiert. Wie gut das neue Team schon funktioniert und ob Arminia womöglich von den Turbulenzen um Hermanns Abschied zu den Bayern profitieren kann, wird sich zeigen.

Und auch wenn für Rump aktuell niemand 1,75 Millionen Euro zu überweisen gedenkt: Wie wichtig der Co-Trainer für den DSC sein kann, hat er hinlänglich bewiesen. Insbesondere immer dann, wenn er mal wieder als Interimstrainer einspringen musste.  Und wenn es um die Wurst ging . So wie am vorletzten Spieltag der Vorsaison. Assistenzcoach Rump hielt vor Arminias Abstiegsendspiel gegen Braunschweig seine beinahe schon legendär-emotionale Kabinenrede. Anschließend fegte der DSC die Eintracht 6:0 von der Alm. Rumps Wert für Saibene und den DSC: fast unbezahlbar.

19.500 Karten hat Arminia verkauft, mehr als 21.000 Besucher werden erwartet, 2000 aus Düsseldorf. Eine angemessene Kulisse für ein Duell Vierter gegen Erster. »Am zweiten oder dritten Spieltag könnte man nicht wirklich von einem Spitzenspiel sprechen. Aber jetzt ist der zehnte Spieltag. Das ist schon aussagekräftig«, könne Saibene zufolge von einem zufälligen Gipfeltreffen keine Rede mehr sein. Das sieht auch Funkel so, der sagt: »Die Arminia steht vollkommen zurecht dort oben.« Nicht zuletzt auch dank Rump.

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