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Sa., 14.10.2017

DSC-Sportchef nennt den Arminen eine Identifikationsfigur - mit Video Schütz winkt Verlängerung

Luftige Höhe: Tom Schütz (rechts im Bild gegen Nürnbergs Edgar Salli) und die Arminen schauen von oben auf den Rest der Liga.

Luftige Höhe: Tom Schütz (rechts im Bild gegen Nürnbergs Edgar Salli) und die Arminen schauen von oben auf den Rest der Liga. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Tom Schütz hat bei Arminia eine Menge mitgemacht. Zwei Aufstiege, einen Abstieg. Der 29-Jährige zählt zu den dienstältesten Profis im Team von Trainer Jeff Saibene. Spielerisch und sportlich, urteilt Schütz, sei die aktuelle Phase »eine der besten, seit ich Bielefelder bin«.

2011 schloss der gebürtige Bamberger sich dem damaligen Drittligisten DSC an. Die aktuelle Saison ist bereits seine insgesamt siebte bei Arminia und die vierte in der 2. Liga. Ungewohnt ist: Zu einem derart fortgeschrittenen Zeitpunkt in der Saison stand Schütz mit den Ostwestfalen im Unterhaus noch nie so weit oben. Ein Moment zum Genießen. Es sei »schön, mal einen anderen Druck zu verspüren und nicht immer unten rumkrebsen zu müssen«.

Wie lange die Arminen noch oben mitstolzieren dürfen, haben sie selbst in der Hand. »Wir haben jetzt zwei sehr, sehr wichtige und schwierige Spiele vor uns gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel«, sagt Schütz mit Blick auf die Begegnungen an diesem Samstag gegen Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (13 Uhr, Schüco-Arena) und eine Woche später bei Fortuna-Verfolger Holstein Kiel.

Bruchlandung am fünften Spieltag

»Wenn wir diese Partien erfolgreich bestreiten, sind wir zurecht oben mit dabei«, gelten für Schütz diese zwei Topbegegnungen als Gradmesser. Doch selbst wenn der DSC tatsächlich erfolgreich aus diesen Partien hervorgehen sollte, »werden sich auch dann unsere Ziele nicht von einem Tag auf den anderen ändern«.

Schütz und die Arminen wissen schließlich genau, wie schnell Erfolg in Misserfolg umschlagen kann. Sie haben es in dieser Saison bereits schmerzvoll erfahren. Nach starkem Start legten die Bielefelder Höhenflieger beim  0:4 daheim gegen Duisburg am fünften Spieltag eine Bruchlandung hin.

Vier Partien verpasst

Der Heim-Klatsche war seinerzeit eine Länderspielunterbrechung vorausgegangen – genau wie jetzt. Ein Anlass zur Sorge ist das für Trainer Jeff Saibene aber nicht. »Eher Zufall«, sei es gewesen, dass die Pleite einer Pause folgte. Ohnehin nennt Saibene das 0:4 heute »eine wichtige Niederlage, aus der wir vieles gelernt haben«.

Für Schütz war das Spiel gegen Duisburg sein erstes in dieser Saison.  Wegen einer Achillessehnenverletzung hatte der Mittelfeldspieler die vorherigen vier Partien verpasst. »Das war eine ungewohnte Situation für mich. Über so einen langen Zeitraum bin ich noch nie ausgefallen«, sagt er. Stimmt nicht ganz. Schon einmal, in der Drittligasaison 2014/15, hatte der Profi verletzungsbedingt die ersten vier Partien gefehlt. Am Ende stieg Arminia auf.

Zeichen stehen klar auf Verlängerung

Durchaus denkbar natürlich, dass Schütz sich auch zum Schutz vor Quervergleichen wie diesem ganz bewusst nicht mehr erinnern wollte. Doch klar ist: Ein Aufstieg in die 1. Liga wäre für ihn die Karrierekrönung. Allerdings läuft sein Vertrag am Saisonende aus. Doch die Zeichen stehen klar auf Verlängerung, wie Sport-Geschäftsführer Samir Arabi durchblicken lässt: »Beide Seiten wissen, was sie aneinander haben. Tom ist eine absolute Identifikationsfigur. Es wird bald Gespräche geben.«

Kurzfristig ist es Schütz’ vorrangiges Ziel, »schmerzfrei zu bleiben. Denn wenn ich fit bin, habe ich alle Möglichkeiten auf dem Platz zu stehen.« Will heißen: Den Konkurrenzkampf scheut Schütz nicht, auch wenn seine Teamkollegen Manuel Prietl und Konstantin Kerschbaumer derzeit als die »Laufwunder der Liga« Schlagzeilen schreiben. Gegen Düsseldorf, alles andere wäre eine Überraschung, wird Saibene aber wie schon beim jüngsten 2:1-Sieg in Nürnberg wieder auf das Duo Prietl/Schütz setzen. Schütz ist bereit. »Für solche Spiele«, sagt er, »üben wir diesen Beruf aus«.

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Dick (Teixeira), Börner, Salger, Hartherz - Hemlein, Prietl, Schütz, Weihrauch - Klos, Voglsammer

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