>

Mo., 16.10.2017

Trainer Saibene ist genervt vom 0:2 gegen starke Düsseldorfer Nicht Arminias Tag

Auch Andraz Sporar erwischte keinen Sahnetag: Zweimal traf Arminias Stürmer, zweimal wurde das Tor wegen Abseits aberkannt.

Auch Andraz Sporar erwischte keinen Sahnetag: Zweimal traf Arminias Stürmer, zweimal wurde das Tor wegen Abseits aberkannt. Foto: Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Um Jeff Saibene die Laune zu vermiesen, muss schon einiges passieren. Das 0:2 (0:1) seiner Arminia gegen Zweitligaspitzenreiter Fortuna Düsseldorf war ein Anlass dafür .

Der eigentlich immer bestens gestimmte Jeff war am Samstagnachmittag der deutlich angefressene Saibene. Schmallippiger als üblich nahm der 49-Jährige die Analyse einer Niederlage vor, die wohl selbst einer top aufgelegten Arminia gegen diesen starken Konkurrenten hätte passieren können. »Heute kann man sagen, dass wir unsere Grenze nicht erreicht haben. Man hat gesehen, wieso Fortuna an erster Stelle steht«, sagte Saibene. Tatsächlich spielte der DSC nicht am Leistungslimit und bekam gleichzeitig von einem übermächtigen Gegner klar die Grenzen aufgezeigt .

Nicht nur die Gegentore machten den Unterschied aus. Etwa das 0:1 (35. Minute) von Benito Raman nach einem kapitalen Ballverlust von Tom Schütz im Mittelfeld. »Das darf so nicht passieren. Das muss ich mir ankreiden«, kommentierte Schütz selbstkritisch. Oder das 0:2 durch Florian Neuhaus, der die Arminen mit seinem Strafraum-Dribbling und dem Lupfer ins Tor alt aussehen ließ (76.). Es war das Gesamtpaket, das der DSC an diesem Tag ablieferte.

Zu keinem Zeitpunkt der Partie waren die Hausherren hundertprozentig im Spiel. Zu keinem Zeitpunkt sprang der Funke vom Platz auf die Tribünen und die gut 19.000 Arminen-Fans unter den 21.554 Zuschauer über, um den berüchtigten »Alm-Roar« zu entfachen. Früh schienen nicht nur die DSC-Spieler, sondern auch das Publikum zu spüren, dass in dieser Partie nicht viel gehen wird. »Wir haben schon gesehen, dass wir gegen so einen Gegner vor Probleme gestellt werden können – das war der Fall«, analysierte Saibene.

Eines dieser Probleme war womöglich hausgemacht. Denn die taktische Variante des Trainerteams, mit Andraz Sporar und Fabian Klos im Sturmzentrum zu spielen und Angreifer Andreas Voglsammer dafür auf den linken Flügel zu verschieben, fruchtete nicht. Während Klos und Sporar sich aufgrund ihres ähnlichen Aktionsradius’ und Spielstils vorne nahezu neutralisierten, konnte Voglsammer sich nicht wie gewohnt entfalten. Auf die Frage, ob er mit dieser Veränderung womöglich daneben lag, meinte Saibene nur knapp: »Das ist schwer zu sagen.« Ob er dieses Experiment denn wiederholen würde? »Nächste Woche ist ein anderes Spiel. Wir werden sehen, wie es die Woche im Training läuft. Alles ist möglich.«

Keinen Grund für Schwarzmalerei

Sporars Startelfdebüt war die Belohnung für die starke Leistung und sein Tor zum 1:1 vor gut zwei Wochen beim 2:1-Sieg in Nürnberg. Trotz eines im Internet aufgetauchten Videos, das Nationalspieler Sporar vorvergangenes Wochenende nach dem Aus Sloweniens in der WM-Quali beim Feiern zeigte, schenkte Saibene dem 23-Jährigen das Vertrauen. Von Erfolg gekrönt war es nicht.

Dennoch gibt es beim Tabellenfünften keinen Grund für Schwarzmalerei. »Ich will nicht auf die Mannschaft draufhauen. Vielleicht haben ein paar Prozent gefehlt, aber das wirft uns nicht zurück. Wir dürfen und werden noch Spiele verlieren«, betonte Kapitän Julian Börner und ergänzte mit deutlichen Worten: »Wir waren vor vier Monaten noch richtig in der Scheiße drin. Jetzt haben wir nach zehn Spielen 17 Punkte, das ist überragend. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. 23 Punkte fehlen uns noch. Es wird noch ein harter Weg.«

Die dritte Saisonniederlage wird allem Anschein nach nicht nachhallen. Auch deshalb nicht, weil Düsseldorf als Ausnahmeteam der Liga nicht als Vergleichswert dient. Julian Börner ist auch darum überzeugt: »Ich bin mir sicher, dass wir am Samstag in Kiel da weitermachen, wo wir in Nürnberg aufgehört haben.«

Kommentare

Klos auf die Bank

Ich finde das Klos nicht in die erste Elf gehöhte. Er läuft zwar mehr aber sonst ist er ein Fremdkörper im Team. Als Joker ist er Top. Man hat ja in den letzten Spielen der alten Saison gesehen wie es ohne ihn besser geht.

1 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5224848?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F