>

Mo., 16.10.2017

Kommentar zu Arminia Bielefeld Ein weiter Weg zum Maximum

Trainer Jeff Saibene treibt sein Team von der Seitenlinie an.

Trainer Jeff Saibene treibt sein Team von der Seitenlinie an. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Wo sonst sollten Jeff Saibenes Erfolge mit Arminia Bielefeld auch jenseits der Grenze ihr Echo finden, wenn nicht in der Schweizer Bergwelt? Jahrelang verdiente der Trainer sich bei Klubs wie dem FC Thun und dem FC Aarau seine Meriten. Den FC St. Gallen führte er sogar mal bis in die Europa League.

Dem Ostschweizer Medium »fm1today« hat Saibene in der vergangenen Woche ein Interview gegeben. Auf die Frage, wo er sich in zehn Jahre sehe, antwortete der 49-Jährige: »Mein Ziel ist es schon, nochmals einen Schritt vorwärts zu machen, eventuell mal einen Bundesligisten zu trainieren. Das wäre ein Traum und fantastisch. Aber vorerst will ich jetzt mal in Bielefeld das Maximum herausholen.«

Eine clevere Antwort. Schließt sie doch nicht aus, dieses Ziel eines Tages womöglich sogar mit Arminia erreichen zu können. So muss Saibene sich keine Sorgen machen, man könne ihm unterstellen, den DSC lediglich als Durchgangsstation auf seinem Weg in die 1. Liga zu betrachten.

Fortuna trat wie ein Topteam auf

Saibene, das haben die sieben Monate seit seinem Amtsantritt auf der Alm gezeigt, hat das Zeug, in Deutschland auch eine Etage höher zu bestehen. Aber wann wird Arminia das Zeug dazu haben? Die Partie am Samstag gegen Düsseldorf hat darauf diese Antwort gegeben: Jetzt noch nich t.

Fortuna trat wie ein Topteam auf, Arminia nicht, was die Partie zu einem ziemlich einseitigen Spitzenspiel machte. Niemanden, der es mit den Bielefeldern hält, muss das nun sonderlich grämen. Von sämtlichen Zweitligisten ist Düsseldorf momentan der einzige, der sich anschickt, ein würdiger Nachfolger jener Überflieger zu werden, die in der vergangenen (Hannover, Stuttgart) beziehungsweise vorvergangenen Saison (Leipzig, Freiburg) wie selbstverständlich in der Bundesliga landeten. Alle diese Teams sind mit komplett anderen Budgets ausgestattet als Bielefeld. Düsseldorf hat eine richtig gute Mannschaft – aber eben auch keine ganz billige.

Hinter Düsseldorf scheint alles möglich zu sein

Zwar scheint hinter Fortuna weiterhin allerhand möglich zu sein in dieser Saison . Realistisch betrachtet braucht diese Arminia, die unter Saibene bereits jetzt eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich hat, neben potenten Geldgebern aber bestimmt noch zwei, drei Jahre, um zu beweisen, dass die 2. Liga nicht das Maximum sein muss.

Kommentare

Lieber Jimmy Conway,
ich bin seit 47 Jahren Anhänger der Arminen und wünsche mir natürlich, dass jedes Spiel gewonnen wird. Allerdings war am Samstag mehr als deutlich erkennbar, dass die Fortunen in allen Belangen besser waren. Ob das nun an der bärenstarken Leistung des Gastes oder an der weniger starken Leistung unserer Arminen lag, kommt auf die Betrachtung an. Aber jetzt mit Fernsehbeweis und Schiedsrichterfehlern ein 2:2 oder wohlmöglich noch einen Sieg zu konstruieren, das passt einfach nicht. Das Schiedsrichtergespann hat eine gute Leistung gezeigt und wenn der Schiri nicht nach 92 Minuten abgepfiffen hätte, warteten wir vermutlich bis jetzt noch immer auf ein Arminentor. Es gibt solche Tage an denen nichts geht und zudem noch der Gegener besser ist. Dieses sollte man in bestimmtem Fällen anerkennen und das Spiel am Samstag war für mich so ein Fall. Von einer Niederlage gegen einen besseren Gegener geht die Welt nicht unter !

@JimmyConway Ein 2:2 wäre natürlich schön gewesen, aber grade die letzte Situation war kein 100%iger Rückpass somit ist die Niederlage schon in Ordnung.

Fortuna trat als Spitzenteam auf

Erstens: Ja Arminia hatte keinen guten Tag. Allerdings arbeiten die Medien und alle gerade daran die Fortuna zum Aufiegskandidat Nummer Eins hochzuschrieben, denn trotz der schlecjhten Leistung unserer Arminia muss man mal darüber nachdenken was im Stadion passiert ist. Mindestens eins der beiden Abseitstore war gleiche Höhe. Die Medien zeigen die zweite Szene noch nicht einmal und die Bild sagt sogar Sporar stand knapp im Abseits. Auch zeigt die Bild-Zusammenfassunf noch nicht mal die Katastrophe die in der 90. + passiert ist...das klaut der Schiedsrichter uns nochmal ein reguläres Tor. Also Fazit, nach schlechter Leistung hätte es auch 2:2 ausgehen können und in Nürnberg hat man so ein Spiel sogar 1:2 gewonnen..aber ist halt schöner der Welt eine Fortuna zu präsentieren, die sich schon als Aufsteiger präsentiert hat. Bleibt so oder so..mit Fernsehbeweis wäre das Spiel 2:2 ausgegangen Punkt!

3 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5225200?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2536432%2F