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Do., 19.10.2017

Arminias nächster Gegner mischt die Liga auf Stürmische Kieler

Sein Team steht als Aufsteiger auf Tabellenplatz zwei: Kiels Trainer Markus Anfang kann zufrieden sein.

Sein Team steht als Aufsteiger auf Tabellenplatz zwei: Kiels Trainer Markus Anfang kann zufrieden sein. Foto: dpa

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Die große Hinrundenüberraschung gehört mittlerweile anscheinend dazu: Nach Aufsteiger Würzburger Kickers in der vergangenen Saison fegt nun Arminia Bielefelds kommender Gegner (Samstag, 13 Uhr) Holstein Kiel als Neuling durch die Liga.

Der Aufsteiger aus dem hohen Norden bewegt sich auch tabellarisch in höchsten Gefilden – zehn Spiele, Rang zwei, 22 Punkte, 26 Tore. Nur mal theoretisch: Punkten die Kieler weiter mit 2,2 Zählern im Schnitt, würde an der 1. Liga wohl kein Weg vorbei führen.

»Das sind schöne Momentaufnahmen. Aber Fußball ist ein Tagesgeschäft, wir müssen immer weiter Gas geben«, sagt Sportchef Ralf Becker gegenüber den »Kieler Nachrichten«.

All das hat auf jeden Fall wenig mit Zufall zu tun. Und das sieht man auch bei Holstein so. »Unsere Leistungen sind nicht mehr nur der Aufstieg-Euphorie geschuldet«, betont Trainer Markus Anfang – man weiß, was man kann.

Aufsteiger dreht nach Rückständen auf

Dazu zählt auch die Fähigkeit, mit Rückständen umzugehen. Während das eine Team vom Gegentreffer demoralisiert wird, drehen die Kieler nach Rückständen erst so richtig auf.

Gezeigt hat der Aufsteiger das zuletzt am Sonntag beim 5:3-Sieg beim erfahrenen Zweitligisten Heidenheim. 0:1, 2:1, 2:3, 5:3 – spektakulärer geht es kaum. Der DSC darf sich am Samstag an der Ostsee also auf jede Menge Gegenwind einstellen. So sind auch die Worte von Kiels Kapitän Rafael Czichos zu verstehen: »Wir haben die Qualität, gegen jeden einen Rückstand umzubiegen.«

Schon gegen Fürth (3:1 nach 0:1) und im DFB-Pokal gegen Braunschweig (2:1 nach 0:1) zündeten die Kieler erst so richtig nach dem Rückstand.

Würzburg als warnendes Beispiel

Überhaupt sind die Störche schwer zu bespielen. Markus Anfang hat aus dem Team eine taktisch sehr variable Mannschaft gemacht. »Wir sind weder eine reine Umschalt- noch eine reine Ballbesitzmannschaft. Es gibt nicht den einen Masterplan. Markus versucht immer, die richtige Strategie für den jeweiligen Gegner zu entwickeln. Das macht uns schwer ausrechenbar«, lobt Ralf Becker.

Trotzdem sollte der Sensationsaufsteiger gewarnt sein. Ähnlich überraschend mischte in der Hinrunde der vergangenen Saison Würzburg die Liga auf. Nach zehn Spielen standen die Kickers damals mit 17 Zählern auf Rang sechs. Zur Saisonhalbzeit hatte der damalige Neuling 27 Punkte eingesammelt. Der Ausgang ist bekannt: Die Würzburger stiegen am Ende mit nur 34 Zählern ab.

Kommentare

Eindeutig zweideutig!

"Nach zehn Spielen standen die Kickers damals mit 17 Zählern auf Rang sechs". Mensch, genau diese Situation kommt mir so bekannt vor ;-)! Von daher einfach immer dankbar sein für die jetzige Situation und den bisherigen Saisonverlauf und immer die Daumen fest drücken, dass das genauso ewig so weiter geht! Was macht eigentlich der Matrose und Taucher? Für ewig abgetaucht? LG

1 Kommentare

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