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Fr., 20.10.2017

Aus Arminias Angriffsbesetzung macht Trainer Saibene ein Geheimnis Voglsammer – und wer noch?

Mit voller Wucht: DSC-Stürmer Andreas Voglsammer attackiert nicht nur ganz weit vorn, sondern sucht immer auch selbst den Abschluss, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet – wie hier im Heimspiel gegen Heidenheim.

Mit voller Wucht: DSC-Stürmer Andreas Voglsammer attackiert nicht nur ganz weit vorn, sondern sucht immer auch selbst den Abschluss, wenn sich die Gelegenheit dazu bietet – wie hier im Heimspiel gegen Heidenheim. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Die spannendste Frage  vor dem Spiel in Kiel (Samstag, 13 Uhr, Holstein-Stadion) hat Jeff Saibene schon beantwortet. Allerdings nur für sich. »Ich habe mich auf ein Sturmduo festgelegt. Auf welches, ist mein Geheimnis«, sagt Arminia Bielefelds Trainer vor der Zweitligapartie beim Überraschungszweiten.

Andreas Voglsammer, Fabian Klos, Andraz Sporar – zwei dieser drei werden spielen, einer sitzt nur auf der Bank. Doch auch wenn Saibene es nicht so deutlich sagen will, lässt er doch durchblicken, dass Voglsammer nach seinem erfolglosen Ausflug auf den linken Flügel beim jüngsten 0:2 gegen Düsseldorf nun wieder ins Angriffszentrum zurückkehren wird. »Was das frühe Stören anbetrifft, tut Vogi uns gut. Diesbezüglich ist er der dynamischste von den Dreien«, lobt Saibene.

Für das unter ihm praktizierte Angriffspressing, das den Gegner zu Fehlern zwingt und das den DSC in dieser Saison bislang so stark gemacht hat, braucht der Coach vorne den nimmermüden Voglsammer (vier Saisontore). Offen bleibt, wer sein Nebenmann sein wird.  Nachdem es gegen Düsseldorf hieß: Klos und Sporar, heißt es diesmal wohl: Klos oder Sporar.

Vizekapitän steckt in einem kleinen Leistungsloch

Für Klos spricht, dass er mit Voglsammer ein eingespieltes Duo bildet. Doch der Vizekapitän steckt in einem kleinen Leistungsloch. »Fabian hat sehr viel geleistet in den ersten Spielen und mit Vogi sehr gut harmoniert. Zuletzt hatte er aber zwei Spiele, die nicht so gut waren«, urteilt Saibene. Er habe mit Klos deshalb ein Vier-Augen-Gespräch geführt. Ob er ihm dabei auch schon gesagt hat, dass er diesmal nur die Bank drücken wird?

Saibenes Antwort lässt Raum für Spekulationen: »Fabian ist sehr selbstkritisch, hat eine sehr gute Selbstwahrnehmung. Das finde ich super.« Körperlich befinde Klos sich auf der Höhe. Saibene: »Ich denke nicht, dass er eine Pause braucht – aber vielleicht bekommt er sie trotzdem.«

Begeistert wäre Klos, der bisher alle zehn Partien von Beginn an bestritt, darüber sicher nicht. Doch Sporar, der genau wie Klos auf bislang zwei Saisontreffer kommt, liefert gute Trainingsleistungen und drängt ins Team. Daran ändert auch die bestenfalls durchwachsene Leistung zuletzt gegen Düsseldorf offenbar nichts. Saibene jedenfalls gibt an, von Sporar »nicht enttäuscht« gewesen zu sein, weshalb eine Kombination Voglsammer/Sporar »absolut möglich« sei. Aber eben auch nur möglich.

Brandy hat sich einen festen Platz im 18er-Kader erobert

Die 2000 Arminia-Anhänger, die im Holstein-Stadion erwartet werden, müssen sich noch ein wenig gedulden, ehe sie wissen, wer ihren DSC zum vierten Auswärtssieg in dieser Saison schießen soll.

Schon jetzt ist die Wahl der Angreifer für Saibene alles andere als einfach. Bald dürfte sie noch schwieriger werden. Denn der Trainer bescheinigt Nils Quaschner, dass er »im Training einen super Eindruck« mache. Nach einer längeren Verletzungspause sei der Sommereinkauf von RB Leipzig nun auf dem richtigen Weg. Saibene: »Noch ist er nicht so weit, dass er von Anfang an ein Thema ist, aber er ist nah dran. Es könnte schnell gehen.«

Auch Sören Brandy hat sich nach schwachem Saisonbeginn zumindest einen festen Platz im 18er-Kader erobert. Zudem steht Christopher Nöthe nach einer komplizierten Knieverletzung vor der Wiedereingliederung ins Mannschaftstraining. »Er ist so weit, dass wir ihn langsam inte­grieren können – eine gute Nachricht«, sagt Saibene. Vor der Qual der Wahl hat Arminias Trainer jedenfalls keine Angst.

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Umstellen

Stürmer werden am Ende auch an ihren Toren gemessen. Da muss trotz hohem Einsatz auch mal was kommen. Klos hat unter hohem Einsatz zu wenig getroffen. Vogelsammer macht aus seiner Rolle deutlich mehr. Sporar wirkt, wenn er im 16er den Ball bekommt brandgefährlich. Also bitte Sporar und Vogelsammer. Aber das Mittelfeld muss präziser in die Spitze passen. Nur so kann Sporar zeigen, ob er die guten Ansätze in Tore umwandeln kann. Wenn es klappt, gibt es 3 Punkte in Kiel.

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