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Sa., 21.10.2017

Doch Arminia-Kapitän Börner freut sich auf Kiels verrückten Fußball Börner: »Da kommt was auf uns zu«

Nehmerqualitäten: Armine Julian Börner (rechts gegen Dresdens Haris Duljevic) rechnet auch in Kiel mit heftiger Gegenwehr.

Nehmerqualitäten: Armine Julian Börner (rechts gegen Dresdens Haris Duljevic) rechnet auch in Kiel mit heftiger Gegenwehr. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Arminia Bielefelds Kapitän Julian Börner gibt sich erst gar keine besondere Mühe, eine gewisse Faszination für den Kieler »Hurra-Fußball« zu verbergen.

»Wie Kiel mit und gegen den Ball spielt, sieht man nicht oft im Profifußball. Das ist spektakulär. Aber alles, was die machen, hat seinen Sinn«, sagt der Armine und meint vor der Zweitligapartie im Holstein-Stadion (Samstag, 13 Uhr): »Kiel spielt im positiven Sinne total verrückten Fußball.«

DSC will Kiel ärgern

Bis hinauf auf den zweiten Tabellenplatz hat ihr offensiver Spielstil die »Störche« geführt. »Kiel macht es momentan sehr gut«, lobt Börner, »aber ich würde nicht sagen, dass wir es schlechter machen.«

Vielmehr sieht der 26-Jährige den Zeitpunkt gekommen, den überraschend starken Aufsteiger endlich auf Normalmaß zurechtzustutzen: »Die Kieler stehen zurecht da oben. Aber irgendwann muss so ein Lauf ja auch mal enden. Und wir wollen die Mannschaft sein, die Kiel ärgert.«

Kein Aufsteiger war nach zehn Spieltagen besser

Die von Markus Anfang trainierten Norddeutschen stellen vor dem elften Spieltag das drittbeste Heimteam der 2. Liga, der DSC das fünftbeste Auswärtsteam. Einen Grund für die Ostwestfalen, an der Ostsee auf Tauchstation zu gehen, gibt es nicht, auch wenn Börner aufzählt: »Kiel hat einen super Lauf (zuletzt drei Siege in Folge), stellt die beste Offensive (26 Treffer), hat einen eiskalten Torjäger (Marvin Ducksch, 8 Saisontore).«

 22 Punkte, 26 Tore – so gut war ein Aufsteiger nach zehn Spieltagen noch nie , weshalb Börner ahnt: »Da kommt ein bisschen was auf uns zu.« Doch dann lächelt der Kapitän und sagt: »Aber wir fahren gut gelaunt nach Kiel – wir freuen uns auf das Spiel.«

Kein Wunder:  Drei ihrer bisher fünf Partien auf fremden Plätzen hat Arminia in der laufenden Serie gewonnen. Nur in Darmstadt setzte es eine Niederlage (3:4). Zu Hause gingen schon zwei Partien verloren: Nach dem 0:4 gegen Duisburg (5. Spieltag) gab es zuletzt ein 0:2 gegen Fortuna Düsseldorf.

Börner nennt die Fortunen sowohl fußballerisch als auch personell Arminias bisher stärksten Gegner in dieser Serie. »Aber auch Düsseldorf ist keine Übermannschaft«, meint er. Einen Überflieger nach dem Vorbild RB Leipzig oder VfB Stuttgart gebe es in dieser Spielzeit nicht.

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