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Mo., 23.10.2017

Kommentar zum DSC und dem Abschiedswunsch von Andraz Sporar Zum schlechtesten Zeitpunkt

Nach der Testspielphase saß Andraz Sporar vor allem auf der Bank.

Nach der Testspielphase saß Andraz Sporar vor allem auf der Bank. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Ja glaubt dieser Andraz Sporar denn, er wäre der Graf von Slowenien? Wie sonst sollte die leicht ins divenhafte neigende Abschiedserklärung des Noch-Arminen zu verstehen sein?

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass Sporar ein höchst eigenwilliges, nur schwer einzufangendes Bürschchen ist, dann haben der 23-Jährige selbst und sein Berater ihn geliefert.

Denn just während Amir Ruznic in einem Telefonat mit dieser Zeitung davon sprach, an einem runden Tisch mit allen Beteiligten (Saibene, Arabi, Sporar, Ruznic) einen Konsens anzustreben, untermauerte sein Klient via Instagram, dass es für ihn in Kürze heißen wird: Bye, bye, Bielefeld. So viel dazu.

Sporar, das ist klar, war im Sommer in dem festen Glauben nach Bielefeld gewechselt, bei Arminia als Stammspieler eingeplant zu sein. Und es ist durchaus davon auszugehen, dass auch die Arminen den slowenischen Nationalspieler in genau dieser Absicht geholt haben.

In sieben Spielen nur ein Tor

Was die Verantwortlichen damals allerdings noch nicht ahnen konnten, ist zweierlei:

Erstens, dass Platzhirsch Fabian Klos alles aus sich herausholen und sogar seinen Spielstil ändern würde, um seinen in der Vorsaison abhanden gekommenen Stammplatz zurückzuerobern.

Und zweitens, dass Sporar in der Vorbereitung auf die Saison in sieben Testspielen lediglich ein mickriges Törchen erzielen würde. Und das auch noch per Elfmeter. Gegen einen Kreisligisten (Hiddenhausen). Und auch nur, weil Klos (!) Sporar gönnerhaft die Ausführung überließ.

Nur mal so zur Einordnung: Klos erzielte in jenen sieben Testspielen acht Treffer, Andreas Voglsammer sechs.

Bank war folgerichtig

Saibene konnte gar nicht anders, als Sporar erstmal auf die Bank zu setzen. Der Zeitpunkt, um nun die Geduld zu verlieren, könnte vom Slowenen allerdings nicht schlechter gewählt sein.

Das Duo Klos/Voglsammer hängt gerade ein bisschen durch. Sporars neue Startelf-Chance – gut möglich, dass er sie schon am kommenden Freitag gegen Ingolstadt bekommen hätte. Jetzt sieht es eher danach aus, als bekäme er sie nie mehr.

Kommentare

Laßt doch mal den Quatsch mit dem Grafen

Und wir müssen realistisch sein: Arminia bekommt eben auch Spieler angedreht, die als schwierig gelten oder bei denen sonst irgendwas faul ist. Sporar ist solch ein Beispiel. Da hoffen dann beide Seiten auf eine Win-Win-Situation. In diesem Fall vergebens gehofft. Ärgerlich genug, daß so jemand hier seit vier Tagen die Schlagzeilen beherrscht.

Ziemlich dämliches Verhalten

Wenn man vor Sporars Verpflichtung ein wenig gegoogelt hat, war klar, dass er bei uns auf Bewährung spielt. Er war für Basel eine große Enttäuschung, dazu häufig verletzt. Der Zeitpunkt seiner Aufgabe zeigt, dass er sich nicht bewusst ist, wie schnell man seine Karriere in die Tonne treten kann. Lieber noch ein paar Wochen schmollen und für ein weiteres Puzzleteil für sein inzwischen versautes Image sorgen, anstatt sein Gehirn einzuschalten. Stolz hin, Stolz her. Er kann ohnehin erst in ein paar Wochen wechseln. Solche Dummheit ist schwer zu ertragen.

Sehr professionelle Einstellung. Er sollte sich mal fragen, warum sein heimatverein, der Champions-League spielt ihn zu einem deutschen Zweitligisten verleiht. Sicherlich nicht, weil man eigentlich jedes Spiel mit ihm plant. Und wenn Saibene ihm Spielanteile versprochen hat und er die nicht bekomt, dann könnte man - ja, gut, völlig abstrus der Gedanke - sich im Training dermaßen aufdrängen, dass gar kein Weg an ihm vorbei geht.
Stattdessen schmollt Herr Sporar lieber und denkt, dass er mit der Vita anderswo einen freudigen Abnehmer findet, der genau auf solch einen mannschaftsdienlichen Könner gewartet hat.
Na, dann viel Glück, Herr Sporar!
Schnell die Täschchen in den roten Flitzer und ab in den Sonnenuntergang.
Hatte ihnen vor der Leihe niemand gesagt, dass der DSC von Mannschaftsgeist lebt?

Überheblich

Was glauben Sporarrrrrr.

4 Kommentare

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