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Fr., 27.10.2017

Am Freitag kehrt Andre Mijatovic als Ingolstadts Co-Trainer auf die Alm zurück Mijatovic: »Bei Arminia hatte ich meine beste Zeit«

23. Februar 2008: Andre Mijatovic (rechts) als kompromissloser Arminia-Abwehrchef, hier im Erstligaspiel gegen den Duisburger Claudiu Niculescu.

23. Februar 2008: Andre Mijatovic (rechts) als kompromissloser Arminia-Abwehrchef, hier im Erstligaspiel gegen den Duisburger Claudiu Niculescu. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). »Ich freue mich riesig auf die Alm«, sagt Andre Mijatovic vor seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Freitagabend (18.30 Uhr) tritt er als Co-Trainer des FC Ingolstadt bei seinem früheren Verein Arminia Bielefeld an.

Den DSC hat er nach seinem Abschied im Jahr 2010 nie aus den Augen verloren. »Die Verbindung wird immer da sein. Allein schon, weil meine beiden Söhne in Bielefeld geboren wurden. Wir haben uns als Familie immer sehr wohl gefühlt. Bei Arminia hatte ich meine beste Zeit als Spieler«, erinnert sich der inzwischen 37-Jährige sehr gerne an zwei Jahre 1. Liga (2007 bis 2009) zurück. Besonders in Erinnerung geblieben ist dem früheren Innenverteidiger der letzte Spieltag der Saison 2007/08. Mit einem 2:2 beim VfB Stuttgart rettete sich der DSC unter Trainer Michael Frontzeck vor dem Abstieg. »Es war ein Highlight, wie wir in Bielefeld aus dem Zug stiegen und der Bahnhof voller Arminia-Fans war, die mit uns feierten«, blickt Mijatovic im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT zurück.

Neue Heimat Ingolstadt

77 Spiele (43 in Liga eins, 31 in Liga zwei und drei im DFB-Pokal) absolvierte der Kroate für den DSC und erzielte dabei immerhin acht Tore. Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga 2009 blieb Mijatovic in Bielefeld, um den sofortigen Wiederaufstieg anzupeilen. Das misslang, auch weil dem Klub wegen des Verstoßes gegen die Bestimmungen der Lizenzierungs-Ordnung vier Punkte abgezogen wurden. Der Rechtsfuß, 2007 für 700.000 Euro von Greuther Fürth gekommen, verließ Ostwestfalen und schloss sich Hauptstadtklub Hertha BSC an. Nach zwei Jahren in Berlin fand er in Ingolstadt eine neue Heimat.

Zunächst als erfolgreicher Spieler (Erstligaaufstieg 2015), dann begann er beim FCI als Nachwuchstrainer zu arbeiten. Im Juli diesen Jahres folgte Mijatovic dem Lockruf der Stuttgarter Kickers, wo er Co-Trainer von Tomasz Kaczmarek wurde. Doch nach nur 14 Spielen bei den Schwaben ging er wieder nach Ingolstadt zurück. Nach der Entlassung von Maik Walpurgis hatte Stefan Leitl zunächst als Interimstrainer beim FCI übernommen, ehe er am 22. September zum neuen Chefcoach befördert wurde.

Für 90 Minuten keine Freunde

Leitl hatte mit Mijatovic gespielt und später zusammen die U21 des FCI trainiert. »Wir haben ein wahnsinnig gutes Verhältnis, beruflich und auch privat«, erklärt der neue »Co«, warum er Stuttgart so schnell wieder verließ, um mit Leitl den Erstligaabsteiger zurück in die Erfolgspur zu bringen. Was bisher auch gelingt. Seit Mijatovic zurück ist, verlor Ingolstadt kein Spiel mehr. In der Liga holte der Klub sieben Punkte aus drei Spielen, im DFB-Pokal gelang am Dienstag mit einem 3:1 beim Ligarivalen SpVgg Greuther Fürth der Einzug ins Achtelfinale.

Sollte der DSC Freitagabend verlieren, würde der FCI wegen der besseren Tordifferenz vorbei ziehen. Wohin die Reise für den vor der Saison als Aufstiegsfavorit gehandelten Verein gehen kann? Mijatovic hält sich bedeckt: »Über den Aufstieg reden wir nicht. Es war erst einmal wichtig, nach dem schlechten Start für Stabilität zu sorgen. Wir haben sicher eine gute Mannschaft mit Potenzial, aber es ist ein langer Prozess. Wir sind auf dem richtigen Weg.«

Diesen sieht er auch in Bielefeld beschritten. »Ich hoffe, dass Arminia die schweren Zeiten hinter sich gelassen hat. Sie werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben und souverän in der Liga bleiben«, ist Mijatovic sicher. Freitagabend »sind wir für die 90 Minuten keine Freunde, davor aber und danach natürlich auch wieder«, sagt der Ex-Profi, der einige Freunde im Stadion erwartet.

Kommentare

Kritische Lage

Na ist unser Arabi schon wieder auf Trainersuche? Am Personalkader liegt es und darum geht es auch
dieses Jahr wieder nur um das nackte überleben.
4 Heimspiele 1 Pkt und Besserung ist nicht in Sicht.
Ich sehe in den nächsten Spielen keinen Gegner
den wir schlagen können. Klos u Voglsammer als Stürmer zu bezeichnen ist ein Witz und die
Abwehr kann nicht mehr zu Null spielen.
Wenn wir bis zur WP nicht mindestens noch
2 Siege einfahren wird es schon recht brenzlig.

Mijatovic schönste Zeit

Arminia ohne Salger in der Abwehr und Klos im Team, das heißt ordentlich Gegentore und wieder ein schöner Abend für Mijatiovic

2 Kommentare

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