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Fr., 27.10.2017

Arminia unterliegt Ingolstadt nach schwacher Leistung 1:3 Verdient verloren

Diskussion mit Schiedsrichter Timo Gerach: Brian Behrendt hat die Rote Karte gesehen.

Diskussion mit Schiedsrichter Timo Gerach: Brian Behrendt hat die Rote Karte gesehen. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Der Negativlauf geht weiter. Arminia Bielefeld hat in der 2. Liga die dritte Niederlage in Folge kassiert. Gegen Absteiger FC Ingolstadt verlor der DSC am Freitagabend vor 15.005 Zuschauern nach einer schwachen Leistung verdient mit 1:3 (1:2).

Nach dem 1:2 in Kiel änderte Jeff Saibene seine Startelf auf zwei Positionen. In der Innenverteidigung spielte Brian Behrendt für Stephan Salger, im offensiven Mittelfeld Christoph Hemlein für Keanu Staude. Stürmer Andraz Sporar war wie erwartet erneut nicht im Kader,  da half zunächst auch der positive Verlauf des »Friedensgipfels« vom Donnerstag nichts.

Erst das Gegentor, dann in Überzahl

Ingolstadt kam mit einem alten Bekannten:  Ex-DSC-Profi Andre Mijatovic ist Co-Trainer beim Erstligaabsteiger. Der FCI hatte nach einem schwachen Saisonstart zuletzt in die Spur gefunden und aus drei Spielen sieben Punkte geholt.  »Ich erwarte sie am Ende der Saison oben«, hatte Saibene im Vorfeld erklärt.

Seine Mannschaft zeigte von Anfang an den Willen, den ersten Heimsieg seit dem 21. August (2:0 gegen Bochum) einzufahren. Es ging nach vorne, doch zunächst ohne zu klaren Chancen zu kommen. Dafür durften die Gäste praktisch aus dem Nichts ihre Führung bejubeln. Bei einem Konter rutschte Nils Teixeira aus und ermöglichte so Sonny Kittel, den Ball quer zu legen. Thomas Pledl zog ab, von der Brust Julian Börners landete der Ball im DSC-Tor (11.). Ohne Börner wäre die Kugel wohl im Aus gelandet. Doch zwei Minuten später waren die Arminen immerhin in Überzahl. Marcel Gaus, der in der 7. Minute Gelb gesehen hatte, unterband einen Konter per Foul an Christoph Hemlein und sah folgerichtig in der 13. Minute gelb-rot. Das war die früheste gelb-rote Karte in der 2. Liga seit Datenerfassung, also dem Anfang der 1990er Jahre.

 Behrendt muss vom Platz, Börner trifft

Die Überzahl für die Gastgeber dauerte genau 13 Minuten. Dann sah Behrendt glatt rot, weil er Almog Cohen im Fallen mit dem hohen Bein an der Schulter erwischt hatte. Allerdings hatte Stefan Kutschke Behrendt zuvor gestoßen, was Schiedsrichter Timo Gerach nicht an seiner Entscheidung zweifeln ließ.

Wenig später durften die Bielefelder jubeln. Nach einem Eckball von Konstantin Kerschbaumer köpfte Börner den Ball mit Hilfe des rechten Innenpfostens zum 1:1 ein (29.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte überschlugen sich die Ereignisse einmal mehr. Zunächst ging der Flugkopfball von Fabian Klos knapp vorbei. Dann spielte Patrick Weihrauch einen viel zu kurzen Rückpass zu Torwart Stefan Ortega Moreno. Kutschke sprintete dazwischen und wurde vom Keeper gelegt. Den fälligen Strafstoß verwandelte der FCI-Stürmer selbst zur 2:1-Pausenführung der Gäste.

1:3 statt 2:2

Spielerisch war das in der ersten Hälfte insbesondere vom DSC sehr wenig, das änderte sich auch mit Beginn des zweiten Abschnitts nicht. In der 59. Minute brachte Saibene frischen Wind in Form von Keanu Staude. Knapp zehn Minuten später hatte auch Klos Feierabend, Sören Brandy kam in die Partie.

Doch besser wurde es auch mit neuem Personal nicht. Arminia fand kein Mittel, die Ingolstädter Abwehr zu knacken. Die hohen Bälle kamen in der Regel direkt zurück. Dann also per Standard: Nach einem Freistoß von Staude köpfte Börner an den Pfosten (85.). Statt das 2:2 zu bejubeln, folgte der Ingolstädter Konter, an dessen Ende Sonny Kittel das 1:3 erzielte (85.). Saibene musste dann auch noch auf die Tribüne. Das Ende eines gebrauchten Abends.

Statistik

Bielefeld: Ortega Moreno - Teixeira (30. Salger), Behrendt, Börner, Hartherz - Hemlein, Prietl, Kerschbaumer (59. Staude), Weihrauch - Voglsammer, Klos (68. Brandy)

Ingolstadt: Nyland - Levels, Matip, Wahl, Gaus - Träsch - Cohen (79. Schröck), Morales - Pledl (88. Leipertz), Kittel - Kutschke (77. Lezcano)

Schiedsrichter: Gerach (Landau)

Zuschauer: 15.005

Tore: 0:1 Pledl (11.), 1:1 Börner (29.), 1:2 Kutschke (45.+1, Foulelfmeter), 1:3 Kittel (85.)

Gelbe Karten: Prietl, Ortega Moreno, Börner / Kittel, Matip

Gelb-Rote Karten: - / Gaus (13., wdh. Foulspiel)

Rote Karten: Behrendt (26., grobes Foulspiel) / -

Kommentare

Es geht abwärts

Die angeblichen Stürmer Klos, Vogelsammer,
Brandy, Quaschner alles Ladenhüter die uns
niemand abnimmt. Das schlimmste daran ist,
alle diese Spieler hat Herr Arabi langfristig
verpflichtet. Nach den Anfangserfolgen wird uns jetzt knallhart vor Augen geführt, das der Kader
wieder nicht reicht, für eine sorgenfreie Saison.
Ich glaube, der Abstiegskampf hat heute schon
begonnen. Da kann man neidisch nach Paderborn
gucken, die haben mit Krösche einen guten
sportlichen Leiter und maschieren unbeirrt
Richtung 2. Liga. Hoffentlich gibt es dann wieder
brisante Derbys, Voraussetzung wir steigen nicht
ab.

Würzburg lässt grüßen

Wenn Arminia nicht aufpasst und in der Winterpause die technische Qualität verbessert, droht ein Durchmarsch a la Würzburg. Die technischen Mängel sind erschreckend. Gelingt einmal der Durchbruch bis an den gegnerischen Strafraum, erfolgt ein Pass ins Nirwana. Und das geht schon seit Jahren so. Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken, Ulm aus der 2. Mannschaft zurück zu holen. Er ist zwar nicht mehr der schnellste, kann aber wenigstens einen Pass spielen. Arminia erzielt in erster Linie Tore durch Standards, oder aber durch schwerwiegende Abwehrfehler des Gegners. Das reicht leider nicht.

letzter Siegeswille fehlt

Die Negativspirale dreht sich weiter .Die Viererkette steht wie eine Schülermannschaft . Börner in Kiel und heute viel zu offensiv . Die Hintermannschaft muss stabil stehen sonst kommt keine Besserung .Kiel und Ingolstadt spielten immer in die hintere mittlere Schwachstelle .
Tom Schütz sitzt auf der Bank . Hemlein spielt 90 Minuten unterirdisch . Die Auswechselungen waren sehr fraglich ( Staude Brandy ) . Ohne läuferische Verbesserung und beibehalten von Hoch und Weit spielen ,
kommt in Aue die nächste Niederlage .
Jeder Einzelne muss sich hinterfragen ,ob er für den Erfolg alles gibt . Fussballspielen kann man nicht verlernen . Nur 75% Einsatzbereitschaft reicht nicht in der 2. Liga . Besinnt euch mal an das Braunschweigspiel . Mit dem Rücken zur Wand wurde Fussball gespielt .

Abstiegskampf

So spielt ein Absteiger... Habe fertig und Schnauze voll.Vorne mäßig hui und hinten,außen aber richtig Pfui.Es ist unerträglich schlecht und Arabi hat immer Recht,von daher, alles toll.

12 Kommentare

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