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So., 29.10.2017

Stürmer fordert nach DSC-Niederlage mehr Einsatz Klos kritisiert sich selbst

Nach der Niederlage gegen Ingolstadt sieht Fabian Klos auch seine eigene Leistung kritisch.

Nach der Niederlage gegen Ingolstadt sieht Fabian Klos auch seine eigene Leistung kritisch. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/fwk). Auftritt Fabian Klos. Er tut sich schwer, das Ergebnis gegen Ingolstadt zu akzeptieren . Aber das ist es nicht allein. Arminias Mittelstürmer wirkt bedrückt. »Ich muss vor der Pause das 2:1 machen«, sagt er. »Ich hätte der Mannschaft gern geholfen.« Doch der Flugkopfball geht rechts am Pfosten vorbei.

Im Gegenzug unterläuft Patrick Weihrauch der böse Schnitzer, der zum Elfmeter führt. Darüber verliert Klos kein Wort, er rechnet nach diesem Spiel mit sich selbst ab. »Ich leiste nicht, was ich zu leisten im Stande bin«, und er weiß auch, dass dies nicht erst in der Partie gegen den FC Ingolstadt der Fall gewesen ist.

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In den entscheidenden Situationen fehlt uns die Durchschlagskraft.

Fabian Klos

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Es gibt ein grundsätzliches Problem, das zugleich sein persönliches ist. »In den entscheidenden Situationen fehlt uns die Durchschlagskraft«, räumt Klos ein. »Das gilt auch für mich, so ehrlich muss ich sein.« Trotz veränderter Rolle in dieser Saison sind zwei Klos-Tore bisher zu wenig. Der Stürmer hadert, das ist ihm in den Katakomben nach der dritten verlorenen Begegnung hintereinander deutlich anzumerken.

Vor allem im eigenen Stadion läuft seit einigen Wochen nichts mehr. 0:4 gegen Duisburg, 1:1 gegen Heidenheim, 0:2 gegen Düsseldorf, 1:3 gegen Ingolstadt – noch erfolgloser kann man kaum sein.

Klos sieht allerdings keinen Alm-Komplex: »Das hat mit zu Hause und auswärts nichts zu tun«, beharrt er darauf, seine Mannschaft nicht auch noch mit einer Heimschwäche in Verbindung zu bringen.

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Jeder muss sich hinterfragen. Auch ich.

Fabian Klos

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Die Ergebnisse sprechen eine andere Sprache. Unabhängig vom Spielort sieht Klos es so: Immer dann, wenn Arminia drauf und dran ist, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen, schafft sie es nicht. Dies bereitet Klos Kopfschmerzen. »Wir müssen wieder an unsere Leistungsgrenze kommen«, verlangt er, »jeder muss sich hinterfragen. Auch ich.« Erstmals in dieser Saison steht der DSC an einem kritischen Punkt.

Kommentare

Abwehrprobleme

Natürlich hat hier jeder seine eigene Meinung, dafür ist diese Möglichkeit ja schließlich gedacht. Klos hat m.M. nach sehr viel versucht als Ballverteiler hinter den Spitzen. Allerdings gingen ihm die allermeisten Pässe daneben. Kann passieren. Die Kopfballchance war groß, aber der Ball kam in Hüfthöhe und er war wirklich schwer zu verarbeiten. Soviel zu dem Thema. Ich wundere mich schon seit mehr als einem Jahr darüber, dass keine deutlich besseren Verteidiger verpflichtet werden. Gegen Ingolstadt konnte man sehen, wie Wahl und Matip jeden Ball sicher lösten (ok, bis auf das Tor von Börner). Wir leisten uns dagegen einen nicht mehr zweitligatauglichen Sören Brandy (dessen Laufleistung nach seiner Einwechslung nur als bodenlose Frechheit bezeichnet werden kann) und einen Jungstar namens Leandro Putaru, der selbst in der 2. Mannschaft keine Tore erzielt. Beide Gehälter kann man auch gleich in den Gulli werfen. Samir Arabi hat es einfach nicht geschafft eine zweitligataugliche Defensive zu verpflichten, da ihm das Geld dafür fehlt. Doch dann muss das vorhandene einfach intelligenter eingesetzt werden. Brandy z.B. ist seit fast einem Jahr da und hat uns Null Punkte gebracht. Bei Putaro verhält es sich ganz genauso. Darüber sollte man nachdenken.

Dick Teixeira Weihrauch

Was mir in den Spielen gegen Düsseldorf und Ingolstadt aufgefallen ist, immer wenn Teixeira Rechter Verteidiger spielt läuft es noch einigermaßen, sobald er rausgenommen wurde ist es ziemlich unverständlich, dass nicht Dick diese Position sofort einnimmt, sondern Weihrauch. Und genau dann wird die Rechtsverteidiger Position un sicher. Gegen Düsseldorf bekamen wir da Tore oder gefährliche Situationen und gegen Ingolstadt auch ( Rückpaß Weihrauch ). Jeff The Chef ist sicher ein super Trainer, aber hier passieren leider entscheidende Fehler.

System

Ich denke wir tun gut daran, am System Jeff festzuhalten. Das System ist ein laufintensives mit offensiven Chancen und defensiven Risiken. Entscheident ist, ein Tor mehr zu schießen als der Gegner. Dies ist aber zur Zeit wegen individueller Formschwäche nicht möglich. Dazu kommt die Skandalnudel Sporar. Ist alles sehr unglücklich gelaufen. Ich hoffe, das die Fronten zur Halbserie geklärt sind und finanzieller Spielraum da ist, um dann den Kader auf 2-3 Positionen zu verbessern. Dann gibt es auch wieder Punkte und Zuschauer.

Konsequenz ist gefragt

Dann gehe ich mal davon aus, daß der immer noch gefühlte Kapitän Klos so viel Mumm hat und den Trainer mal um eine Pause bittet!
Saibenes System birgt in der Tat Risiken. Grundvoraussetzung ist eine sehr große Laufintensität. Das war in den ersten Wochen ja auch erkennbar. Sobald aber nicht konsequent genug gepreßt wird, haben die Gegner ihre Möglichkeiten. Daran gilt es wiedert zu arbeiten. Gegen Ingolstadt war es ganz einfach nichts!

Kein Plan B

Nach einem guten Drittel der Saison wird deutlich, dass wir eine Spielweise entwickelt haben, die relativ riskant ist. Hoch stehen ist dann unproblematisch, wenn konzentriert und permanent gepresst wird. Aber leider ist das Problem unser extrem fehleranfälliges Spiel. Kein Spiel ohne kapitalen Bock, wofür in jedem Spiel ist ein anderer Spieler verantwortlich ist. Fast alle Spiele wurden nach demselben Strickmuster verloren. Umgekehrt wurden fast alle Punkte nach Fehlern des Gegners eingefahren, weil man erfolgreich gepresst hat. Diese Spielweise birgt also Chancen und Risiken zugleich. Was mir zuweilen fehlt, ist ein Plan B. Wenn wir nach 15 Minuten gegen Düsseldorf bemerken, dass ein zu hohes Stehen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Niederlage führt, zumal wir in allen Belangen unterlegen sind, brauche ich Alternativen. Ich bezweifele, ob wir den Kader haben, der langfristig mit dieser (einzigen) taktischen Ausrichtung erfolgreich sein kann.

Nicht reden sondern handeln.

Dann soll er den Worten auch Taten folgen lassen und sich auf der Ersatzbank einen Platz suchen.
Der Trainer muss jetzt handeln und Klos auf die Bank setzen. Er gibt ja selber zu das er nicht in Form ist. Wenn Klos in der Startelf steht spielen wir nur mit 10 Mann. Ohne ihn hats ja letzte Saison geklappt. Darum jetzt handeln und bis zum Spiel in Aue im Training mit einem neuen Sturmduo spielen.

Selbstkritik ist gut

Hatte in meinem Kommentar vom 31.5 .17 auf Seite 10 ,,Geht der Kapitän von Bord ´´ die Entwicklung vorausgesehen . Die Verdienste von Klos muss man anerkennen . Aber in der jetzigen Situation kann er nur noch als Joker kommen . Der Trainer will starkes Pressing spielen ,nur die Laufbereitschaft ist nicht vorhanden . Die Hintermannschaft spielt disziplinlos . In Kiel konnte man Anweisungen von der Bank hören.
Die wurden nur ca, 5 Minuten befolgt . Dann wurde Hinten komplett offen gemacht .
Der Einfluß von Klos auf die Mannschaft wird von der sportlichen Führung komplett unterschätzt .
So gerät das Trainerteam ganz schnell auch unter Druck .

Denkanstoss an das Trainerteam
Tor Ortega
R -Verteidiger Dick
L - Verteidiger Hartherz
I- Verteidiger Börner Salger
Doppel 6 Pietl Schütz
R.Mittelfeld Weinrauch
L- Mittelfeld Putaro
Zentral Kerschbäumer
Spitze 9 Vogelsammer
ab 55. Min Sporar

Nicht lang und weit spielen (führt immer zum sofortigen Ballverlust )
Schön flach in den Fuß spielen .( dazu gehört Laufbereitschaft )
Konsequent aus der Abwehr spielen .
Nur mit Diziplin , Kampf und Laufbereitschaft kann man in Aue punkten .

7 Kommentare

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