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So., 05.11.2017

Vor dem Aue-Spiel: DSC-Trainer führt Spielern ihre Fehler vor Saibene sucht die Konfrontation

Nach drei Niederlagen in Serie gab es für Trainer Jeff Saibene, »Co« Carsten Rump und Kapitän Julian Börner viel zu besprechen.

Nach drei Niederlagen in Serie gab es für Trainer Jeff Saibene, »Co« Carsten Rump und Kapitän Julian Börner viel zu besprechen. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Selbst stresserprobte Fußballtrainer nimmt ein Negativlauf mit. Das ist nur menschlich. Jeff Saibene ist da keine Ausnahme. Deshalb hat Arminia Bielefelds Trainer sich in den vergangenen Tagen mehr Gedanken gemacht als üblich.

Anlass für Grübeleien und Gedankenspiele gibt die nun schon drei Spiele andauernde Niederlagenserie des DSC. Düsseldorf, Kiel, Ingolstadt: alles Nullrunden. »Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht angespannt bin. Es ist klar: Wenn man dreimal verloren hat, dann macht man sich Gedanken«, gibt der 49-Jährige vor dem Spiel beim FC Erzgebirge Aue (Sonntag, 13.30 Uhr) zu. Allerdings, so merkt Saibene an, sei Panik nicht angebracht: »Wir müssen Ruhe bewahren. Es geht jetzt darum, Lösungen zu finden.«

Für Aue sieht der Lösungsplan vor allem eines vor:  Fehler abstellen. Kosteten die vielen individuellen Aussetzer der Arminen zuletzt immer wieder Punkte, soll im Erzgebirge Schluss sein mit fahrlässig hergeschenkten Toren und Zählern. »Es war das Thema dieser Woche. Es ging darum, die Spieler zu sensibiliseren. Dass das alles nichts mit zu wenig Qualität, sondern mit der Konzentration zu tun hat«, erklärt Saibene.

Jeder Fehler im Video

Um das zu verinnerlichen, erschien dem Trainerteam die Konfrontation als bestes Mittel. Jeder individuelle Fehler vor Toren wurde der Mannschaft im Video vorgeführt. Jeder sollte sehen, wie man es eben nicht macht. »Ich kann nur so sensibilisieren, wenn die Jungs es noch einmal sehen. Man muss aus Fehlern lernen«, sagt Arminias Trainer.

Dazu gehört, auf Schnörkel zu verzichten und häufiger pragmatisch zu sein. Statt des überflüssigen Rückpasses müsse es eben mal der auf die Tribüne gedroschene Ball sein, um eine Situation zu klären, betont Saibene.

In der Mannschaft scheint die Aufarbeitung jedenfalls angekommen zu sein. »Ich denke, wir sind uns bewusst, wieso wir verloren haben. Wir müssen das besser machen, was uns vom Trainer gesagt wurde, dann gehen wir am Sonntag als Sieger vom Platz«, ist Mittelfeldspieler Christoph Hemlein überzeugt.

Thema Sporar vom Tisch

Seinen Anteil daran könnte dann sogar Andraz Sporar haben. Nachdem der Stürmer vor zwei Wochen wegen zu wenig Einsatzzeiten nur noch weg wollte, ist die Situation mit dem Slowenen nach einer Aussprache mittlerweile wieder bereinigt. »Das Thema ist vom Tisch. Andraz trainiert mit – und er trainiert gut mit. Er ist einer von fünf Stürmern, die am Sonntag in Aue zur Verfügung stehen«, erklärt Jeff Saibene.

Sollte tatsächlich Sporar in die Startelf zurückkehren, müsste Fabian Klos wohl mit der Bank Vorlieb nehmen. Nach dem 1:3 gegen Ingolstadt hatte der Angreifer sich und seine momentanen Leistungen sehr selbstkritisch beurteilt. Das rechnet der Trainer seinem Vizekapitän hoch an. Gleichzeitig könnte es Saibene in seiner Entscheidung bestärken, Klos eine Startelfpause zu gönnen: »Solche Phasen hat jeder Stürmer mal. Selbst ein Aubameyang.«

Nicht gefährdet sein soll der Einsatz des zuletzt oft überzeugenden Patrick Weihrauch. Nach einem Pferdekuss ist der Mittelfeldspieler nach einem Tag Pause wieder ins Training eingestiegen. 

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