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Di., 07.11.2017

Arminia startete in 13 Spielen mit 13 verschiedenen Aufstellungen Kräftig am Rotieren

Im Mittelfeld wird viel gewechselt: Tom Schütz (links) und Konstantin Kerschbaumer rotieren oft rein und raus.

Im Mittelfeld wird viel gewechselt: Tom Schütz (links) und Konstantin Kerschbaumer rotieren oft rein und raus. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Ganz sicher ist Arminia Bielefeld nicht mit Bayern München vergleichbar. Und doch haben der Zweitligist und der BundesligaTopklub sportlich etwas gemeinsam: Sowohl beim DSC als auch beim FCB setzt man gerne auf Rotation.

Angesichts des Premium-Kaders des FC Bayern und der Dreifachbelastung mit Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal ist die Personalrochade beim Meister wenig überraschend. In Sachen Arminia aber durchaus unüblich. Fakt ist: DSC-Trainer Jeff Saibene ließ seine Mannschaft in zwei aufeinanderfolgenden Spielen noch nicht mit derselben Startelf auflaufen. In 13 Spielen gab es 13 mal eine neue Anfangsformation. So war es auch am Sonntag beim 1:1 in Aue.

Im Erzgebirge brachte Saibene im Angriff Andraz Sporar für Fabian Klos und im Mittelfeld Tom Schütz für Manuel Prietl. Zudem ersetzte Keanu Staude auf der linken Außenbahn Patrick Weihrauch, weil dieser anstelle von Florian Dick/Nils Teixeira als Rechtsverteidiger auflief. Notgedrungen war der Wechsel Stephan Salger für Brian Behrendt, weil Behrendt rotgesperrt fehlte.

»Auf der Position haben wir ein Luxusproblem«

Vor allem im zentralen Mittelfeld setzt Arminias Trainer ganz bewusst auf den ständigen Wechsel: Tom Schütz, Konstantin Kerschbaumer und Manuel Prietl teilen sich Woche für Woche den Job. Saibene: »Auf der Position haben wir ein Luxusproblem. Ich finde es schade, wenn Schütz immer draußen ist. So wie ich es schade fände, wenn Kerschbaumer oder Prietl draußen sind. Deshalb probiere ich mehr oder weniger zu rotieren. Ich glaube nicht, dass das unser Spiel negativ beeinflusst.«

Einen weniger positiven Einfluss auf die Stabilität könnte die Abwehrrotation haben. In Aue probierte der Trainer die insgesamt siebte Variante seiner Viererkette mit Weihrauch/Börner/Salger/Hartherz aus. Die Gefahr: Die letzte Reihe ist womöglich weniger eingespielt als gewünscht. Für diese Annahme spricht, dass der DSC mit 21 Toren die fünftmeisten Gegentreffer in der 2. Liga kassiert hat. Gewollt waren die defensiven Wechsel allerdings nicht in jedem Fall. Sperren (Teixeira, Behrendt) oder Verletzungen (Börner, Hartherz) zwangen den Luxemburger in Einzelfällen dazu, eine neue Variante spielen zu lassen.

»Probleme sind da, um sie zu lösen«

Die achte Version von Arminias Viererkette wird definitiv gegen Eintracht Braunschweig (17. November) auflaufen. Weil neben Julian Börner wegen seiner fünften Gelben Karte auch Brian Behrendt (Rotsperre) fehlen wird, ist Saibene bei der Innenverteidigung zum Handeln gezwungen. »Probleme sind da, um sie zu lösen. Wir spielen am Mittwoch in Gladbach. Dort können wir Henri Weigelt schon spielen lassen. Auch Tom Schütz wäre möglich. Dann würden Kerschbaumer und Prietl im zentralen Mittelfeld spielen. Deshalb mache ich mir keine Sorgen«, sagte Saibene.

Ohne Wirkung blieb in Aue, dass ein schwacher Andraz Sporar in die Startelf rotierte und Fabian Klos erstmals in dieser Saison nur auf der Bank saß. Im Gegensatz zu seinen eher mäßigen Leistungen der vergangenen Wochen wirkte diese Pause immerhin auf Klos belebend. »Fabian kam super rein. Wenn er so reinkommt, mit seiner Power, dann ist er so wichtig«, betonte Saibene. Klos dürfte damit gegen Braunschweig wieder erste Wahl sein und der Trainer erneut auf die Rotation vertrauen.

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Wechsel

Wenn Klos reinkommt, ist er so wichtig. Das ist so. Bedeutet aber leider auch, wenn er von Beginn an drin ist ..., arbeitet er sich am noch frischen Gegner ab. Ist Klos als Joker besser? Ist Sporar, obwohl er keine Chancen erarbeitet ein besserer Starter, weil er den Gegner permanent beschäftigt hat? Jeff wird die richtigen Schlüsse ziehen.

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