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Sa., 11.11.2017

Armine ist nach schwerer Knieverletzung zurück im Mannschaftstraining Nöthe kommt der Sache näher

Knapp sieben Wochen nach seiner Verletzung feiert Christopher Nöthe am 21. Mai mit Arminia in Dresden den Ligaerhalt. Seit Freitag kann er mit den Kollegen wieder trainieren.

Knapp sieben Wochen nach seiner Verletzung feiert Christopher Nöthe am 21. Mai mit Arminia in Dresden den Ligaerhalt. Seit Freitag kann er mit den Kollegen wieder trainieren. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Der 4. April 2017 – für Armine Christopher Nöthe ist es ein schwarzer Tag. Im Zweitliga-Heimspiel gegen Düsseldorf (2:1) verletzt sich Bielefelds Angreifer schwer am rechten Knie. Die niederschmetternde Diagnose: Kreuzbandriss sowie eine Außenband- und Meniskusverletzung.

Am Freitag, exakt sieben Monate und sechs Tage später, kann Nöthe zum ersten Mal wieder am Mannschaftstraining des DSC teilnehmen. Zumindest phasenweise. Auf seinem langen Weg zurück ins Wettkampfgetümmel gibt ihm dieser nasskalte Novembermorgen darum sogar einen guten Grund zum Lächeln.

»Es geht immer besser«, sagt Nöthe (47 Spiele für Arminia, acht Tore, acht Torvorlagen) nach dem Training, »ich habe keine Probleme mehr mit dem Knie«.

Als Co-Trainer Carsten Rump nach ein paar körperlosen Übungsformen dann aber zum Trainingsspiel auffordert, ist für Nöthe Schluss. Stattdessen setzt er die Einheit angeleitet von Athletikcoach Reinhard Schnittker mit Individualtraining fort. »Wir müssen Christopher noch aus den Zweikampfsituationen heraushalten. Sie stellen für sein Knie die größte Gefahr dar«, erklärt Schnittker.

»Auch mal bremsen, um nichts zu gefährden«

In den kommenden Wochen gehe es nun darum, die Trainingsintensität weiter zu steigern. Der 48-Jährige betrachtet es als seine Aufgabe, den »voll motivierten« Nöthe in seinem Eifer »eher auch mal zu bremsen, um nichts zu gefährden«.

Die tabellarische Situation – Arminia ist Neunter – und auch die personelle Situation – Arminia hat wenige Ausfälle zu beklagen – erlauben es Nöthe, in Ruhe seine Rückkehr auf die Zweitligaspielplätze vorzubereiten. Wann er sein Pflichtspielcomeback geben wird, mag der 29-Jährige nicht konkretisieren: »Ich setze mich nicht unter Druck, die Jungs machen es ja gut. Ich schaue einfach von Training zu Training, von Woche zu Woche«, sagt er.

Auch Schnittker hält sich mit Prognosen zurück. »Unter dem Druck, ihn schon in Sandhausen (10. Dezember) oder in Regensburg (16. Dezember) so weit haben zu müssen, stehen wir zum Glück nicht«, betont der Athletikcoach. Schnittker sagt aber auch, dass er »frohen Mutes« sei, »Christopher in der Wintervorbereitung wieder vollends belasten zu können«.

Wunderdinge dürfe aber niemand erwarten

Das Trainingslager in Spanien (9. bis 17. Januar) soll Nöthe nach Möglichkeit komplett mit der Mannschaft absolvieren. Wunderdinge dürfe aber niemand erwarten. »Wenn er wieder voll im Mannschafstraining ist, dauert es noch mal zwei bis drei Wochen, um ein Niveau zu erreichen, das einen Pflichtspieleinsatz zulässt«, sagt Schnittker.

Bis dahin arbeitet Pechvogel Nöthe, der Ende 2016 wegen einer schweren Schulterverletzung bereits monatelang pausiert hatte, weiter so konsequent wie bisher. Bevor es für ihn auf den Trainingsplatz geht, absolviert er täglich eine Stunde lang Stabilisationsübungen. Und sonntags, wenn die anderen frei haben, schnürt er die Laufschuhe. »Ich hätte auch keine Angst, in Zweikämpfe zu gehen«, sagt er. Die längste Wartezeit hat er ja hinter sich.

Kommentare

Grüße

Super, das hört sich gut an.
Ich wünsche ihm alles Gute und viel Erfolg bei der weiteren Vorbereitung auf das Comeback.

1 Kommentare

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