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Do., 23.11.2017

Schalke, ManCity und Juve sollen Roberto Massimo auf dem Zettel haben Topklubs buhlen um DSC-Talent

Roberto Massimo (links) zählte am vergangenen Freitag erstmalig zu Arminias Zweitligakader.

Roberto Massimo (links) zählte am vergangenen Freitag erstmalig zu Arminias Zweitligakader. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer  und Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Roberto Massimo gilt als das Top-Talent des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld. Einem Medienbericht zufolge soll nun Bundesligist Schalke 04 seine Fühler nach dem DSC-Juwel ausgestreckt haben . In der Branche heißt es, die Schalker seien längst nicht die einzigen.

Wie die »Sport Bild« berichtet, buhlen die Gelsenkirchener bereits mächtig um den jungen Arminen. Demnach soll der 17-Jährige zunächst für die A-Junioren der »Knappenschmiede« verpflichtet werden, wo Massimo zum Bundesligaspieler reifen soll. Denselben Weg schlugen bereits Topstars wie Manuel Neuer, Mesut Özil oder Leroy Sané ein. Aktuellstes Beispiel ist Mittelfeldakteur Weston McKennie (19), der mittlerweile auf dem Weg zum Stammspieler bei den Schalkern ist. DSC-Flügelstürmer Massimo schaffte es am vergangenen Freitag beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig immerhin erstmals in Arminias Zweitligakader, blieb allerdings ohne Einsatz.

»Grundsätzlich äußern wir uns zu solchen Spekulationen nicht. Aber es ist doch klar, dass ein talentierter Spieler wie Roberto Begehrlichkeiten weckt«, erklärt Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi auf Nachfrage dieser Zeitung und sagt: »Seit Jahren ist der Fußballbetrieb in Sachen Talente immer in Alarmbereitschaft. Die gesamte Branche arbeitet mittlerweile so, dass man als Klub früh an einem talentierten Spieler dran sein muss, sonst ist der Zug schnell abgefahren.«

Juventus Turin und Manchester City mit Interesse

Roberto Massimo spielt seit Sommer 2014 beim DSC und war in der vergangenen Saison mit 16 Treffern Torschützenkönig in der B-Junioren-Bundesliga. In Arminias U19 (A-Junioren-Bundesliga) kam er in der laufenden Serie zehnmal zum Einsatz (drei Tore).

Es heißt, dass außer Schalke auch europäische Topklubs auf den hochbegabten gebürtigen Ghanaer, der auch die italienische Staatsbürgerschaft besitzt, aufmerksam geworden sein sollen. Dem Kreis der Interessenten gehören demnach auch Juventus Turin und Manchester City an.

Wer auch immer das Rennen machen würde, müsste tief in die Tasche greifen. Roberto Massimo besitzt beim DSC noch einen Vertrag bis Sommer 2019. Bei einem vorzeitigen Wechsel wäre also eine nicht zu verachtende Ablösesumme fällig, die dem mit 22 Millionen Euro verschuldeten Zweitligisten wirtschaftlich enorm helfen würde. Oder wie Arabi es formuliert: »Wir sind auf Transfererlöse angewiesen.« Nicht selten werden für Spieler dieser Qualität bereits Summen im Bereich der Millionengrenze aufgerufen.

Massimo ist nur ein Beispiel dafür, dass die Bielefelder Nachwuchsarbeit mittlerweile Früchte trägt. Gegen Braunschweig zählten neben dem Top-Talent in Stefan Ortega Moreno, Keanu Staude, Henri Weigelt und Nikolai Rehnen vier weitere Spieler zum Kader, die alle in Arminias Nachwuchsbereich ausgebildet worden sind. Sehr zur Freude von Finn Holsing. Der Leiter des DSC-Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) ist überzeugt, dass Massimo mit dem Wirbel um ihn umzugehen versteht. »Er ist ebenso zielgerichtet wie bodenständig«, sagt Holsing.

Künftig häufiger bei den Profis

DSC-Chefcoach Jeff Saibene hatte bereits vor der Saison angekündigt, Massimo regelmäßig bei den Profis mittrainieren zu lassen. »Doch seine schulischen Verpflichtungen haben das nicht zugelassen«, sagte der Coach kürzlich. Der in Lippstadt lebende Massimo wechselte im Sommer von der Real- zur Berufsschule. »Wir sind alle gemeinsam bestrebt, dass er dort auch seinen Abschluss macht, um neben dem Fußball ein zweites Standbein zu haben«, sagt Holsing. Arminia stehe mit der Schule in gutem Kontakt. Man habe eine Basis gefunden, damit der Spieler künftig häufiger am Profitraining teilnehmen und möglicherweise auch mit ins Wintertrainingslager fahren kann (8. bis 16. Januar in Benidorm, Hotel Melia Villaitana).

Im Hinblick auf das nächste Zweitligaspiel am Sonntag in Kaiserslautern (13.30 Uhr, Fritz-Walter-Stadion) darf Massimo sich durchaus Hoffnungen machen, erneut im Profikader zu stehen. In Nils Quaschner (Knie) und Andraz Sporar (Zahn-OP) konnten auch gestern zwei Angreifer noch nicht wieder mittrainieren, sodass Saibene auf andere Offensivoptionen angewiesen ist. Eine könnte Roberto Massimo heißen.

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