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Di., 12.12.2017

Arminia beendet Hinserie auf einstelligem Platz – Arabi: »Sind stabil« Laufer bekommt, was er wollte

Zufrieden, aber nicht euphorisch: DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer, Sportchef Samir Arabi und Trainer Jeff Saibene (von links).

Zufrieden, aber nicht euphorisch: DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer, Sportchef Samir Arabi und Trainer Jeff Saibene (von links). Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Hans-Jürgen Laufer hatte aufhorchen lassen, als er vor der laufenden Fußball-Zweitligasaison seine Erwartungshaltung an die Arminia-Profis und ihr Trainerteam formulierte. »Ich hatte von einem einstelligen Tabellenplatz gesprochen. Diese Erwartung hat sich nach der Hinrunde erfüllt«, sagte der DSC-Präsident am Montag zufrieden.

Nach 17 Spielen belegt der Fast-Absteiger der Vorsaison Platz sechs. »Die erste Halbserie war absolut positiv. Ich bin sehr zufrieden«, sagte Laufer. Hinrundenhöhepunkt sei das 5:0 vor eineinhalb Wochen gegen St. Pauli gewesen. Der 69-Jährige: »Alle haben immer noch über das Braunschweig-Spiel im Mai geredet. Aber das müssen wir nun nicht mehr.« Damals hatten die Ostwestfalen mit einem 6:0 über die Niedersachsen einen Meilenstein im Kampf um den Ligaerhalt gesetzt. Gegen die Hamburger lieferten sie den perfekten Jahres-Heimabschluss. Ausreißer nach unten sei das 0:4 daheim gegen Duisburg (5. Spieltag) gewesen.

Hans-Jürgen Laufer. Foto: Starke

Imponiert habe dem Präsidenten, »wie wir mit Rückschlägen umgehen. Ob das im ersten Spiel gegen Regensburg war, als das Team einen Rückstand noch in ein 2:1 umgemünzt hat. Oder die starke Reaktion auf die Phase mit den drei Niederlagen in Folge.«

Sandhausen ein »Ausrutscher«

Das Hinrundenfinale am Sonntag in Sandhausen – Arminia unterlag im dichten Schneegestöber 1:3 – wertete Laufer als »Ausrutscher« . Er hätte es »am liebsten gesehen, wenn die Partie gar nicht angepfiffen worden wäre«.

Das sah Trainer Jeff Saibene ein bisschen anders. Zwar hätten in Sandhausen »keine Bedingungen geherrscht, um eine normale Analyse machen zu können. Aber wir waren doch froh, dass wir gespielt haben. Sonst hätte uns die Ungewissheit, wann das Spiel nachgeholt wird, womöglich eine ganze Weile begleitet. Und mit den Umständen mussten letztlich beide Teams fertig werden.« Andererseits »darf man das Spiel auch nicht schönreden. Es gab Aktionen, in denen wir anders hätten handeln können«, monierte der 49-Jährige. Insbesondere das »dumme« Verhalten, das zur Ecke vor dem 0:1 führte, ärgerte ihn. Ebenso der »entscheidende Zweikampf vor dem 1:2, bei dem wir nicht konsequent waren«. Zu hart wollte Saibene mit den betreffenden Spielern aber nicht ins Gericht gehen : »Irgendwen zu verurteilen, fände ich ein bisschen krass.«

Platz vier verpasst

Im Falle eines Sieges hätte Arminia auf Hinrundenabschlussplatz vier vorrücken können. Doch was viel wichtiger ist als irgendein Tabellenrang: Erstens hat der DSC aktuell elf (!) Punkte mehr auf dem Konto als zum selben Zeitpunkt in der Vorsaison. Und zweitens ist der Vorsprung auf Relegationsrang 16 größer als der Rückstand auf Relegationsrang drei. Das ist zwar kein Ruhekissen, wohl aber eine schöne Momentaufnahme. Sport-Geschäftsführer Samir Arabi gefällt zudem, dass »wir eine Hinrunde gespielt haben, die an die vergangene Rückrunde anknüpft. Damals waren es 23 Punkte, jetzt sind es 25. Diese Werte zeigen, dass wir stabil sind.« Die Ausbeute bislang in dieser Serie sei »völlig in Ordnung – nicht mehr, aber auch nicht weniger«.

Ganz ähnlich ordnet Saibene das bisherige Abschneiden ein: »25 Punkte sind das, was wir uns verdient haben und was unser aktuelles Leistungsvermögen angemessen widerspiegelt. Dieser Wert ist okay, aber wir sind nicht übertrieben euphorisch.«

Bereits am Samstag beginnt für den DSC in Regensburg die Rückrunde. Auf die Frage, ob die Hinserie noch zu toppen sei, antwortete Präsident Laufer: »Ich gebe zu, dass ich immer mit einem Auge nach unten schaue. Die Liga ist eng. Und die Liga ist nervös. Ein Beweis sind die vielen Trainerentlassungen. Es geht eben um sehr viel. Und es gibt keinen Grund, sich auszuruhen.« Dann kann es auch am Ende klappen mit einem einstelligen Tabellenplatz.

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