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Di., 19.12.2017

Für Arminia-Stürmer Sporar soll sich ein Klub aus Ungarn interessieren Getrennte Wege?

Andraz Sporar (links) hatte unter Trainer Jeff Saibene fest mit einem Stammplatz bei Arminia gerechnet. Doch daraus wurde nichts.

Andraz Sporar (links) hatte unter Trainer Jeff Saibene fest mit einem Stammplatz bei Arminia gerechnet. Doch daraus wurde nichts. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier und Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Bleibt er oder geht er? Die Zukunft von Stürmer Andraz Sporar beim Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld ist ungewiss. Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen hat der vom FC Basel ausgeliehene Slowene seine Wohnung in Bielefeld bereits aufgelöst. Der ungarische Spitzenklub Videoton FC soll Interesse an einer Verpflichtung haben.

»Stand jetzt gehen wir davon aus, dass Andraz zum Trainingsauftakt am 2. Januar hier sein wird«, sagt Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Sporars Berater Amir Ruznic hat derweil am Montag im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT erklärt: »Beides ist möglich: sowohl, dass er bleibt, als auch, dass er im Januar wechselt. Die Situation ist nicht einfach. Wir werden sehen.«

Sporar kam im Sommer für ein Jahr auf Leihbasis vom Schweizer Topklub FC Basel nach Bielefeld. Gleich im ersten Punktspiel war der slowenische Nationalstürmer der gefeierte Mann, als er gegen Jahn Regensburg kurz vor Schluss das Siegtor zum 2:1 erzielte. Doch der 23-Jährige kam über die Rolle des Einwechselspielers nicht hinaus und stand sogar am siebten und achten Spieltag nicht mal mehr im Kader. Vor dem Spiel bei Holstein Kiel (11. Spieltag) machte Sporar seinem Unmut Luft und erklärte zunächst gegenüber Trainer Jeff Saibene, dass er den DSC im Winter verlassen werde. Als Konsequenz strich ihn Saibene aus dem Kader.

»Ich selbst werde mein Glück woanders suchen«

Im Internet hatte der Angreifer via »Instagram« später seinen Abschied dann auch öffentlich angekündigt: »Leider ist mein Weg bei Arminia zu Ende. Die Versprechungen meines Trainers sind das eine, die Realität auf der Bank das andere. Ich habe den Verein, meine Mitspieler und die Fans lieb gewonnen, ich wünsche ihnen viel Erfolg für die Zukunft. Ich selbst werde mein Glück woanders suchen.«

Ein Runder Tisch mit dem Trainer, dem Spieler, dessen Berater und Arabi glättete die Wogen. »Die Situation damals war nicht gut, aber wir hatten ein angenehmes Gespräch«, erinnert sich Ruznic. Beim Spiel in Aue (13. Spieltag, 1:1) stand Sporar dann etwas überraschend sogar in der Startelf. In der folgenden Länderspielpause mussten ihm allerdings drei Weisheitszähne gezogen werden. Das Fußballjahr war für ihn damit beendet.

»In einigen Partien hat Andraz sein Können angedeutet. Aber es ist bisher nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Er hatte dann auch noch ein bisschen Pech mit der Zahnentzündung«, urteilt Arabi, der erklärt: »Bisher liegt keine Anfrage für ihn vor. Allerdings sitzen drei Parteien im Boot: wir, der Spieler und der FC Basel.«

Ferrari soll schon abgeholt worden sein

Die Schweizer sind es, mit denen sich Videoton, derzeit hinter Ferencvaros Budapest Zweiter in Ungarn, über einen Wechsel Sporars verständigen müsste. Sporars (dem Vernehmen nach gut dotierter) Vertrag in Basel läuft noch bis zum 30. Juni 2020. Dass der DSC Arminia Sporar keine Steine in den Weg legen würde, hat Trainer Jeff Saibene vor wenigen Tagen bereits erklärt: »Sollte er seinen Wechselwunsch äußern, würden wir sicher eine Lösung finden. Aber wir drängen nicht darauf, dass er weg muss.«

Berater Amir Ruznic kündigte an, er wolle Anfang Januar nach Bielefeld kommen und die Lage erörtern. Vielleicht geht es dann aber auch schon nur noch darum, sich von den Arminia-Verantwortlichen zu verabschieden. Denn nicht nur, dass Sporar seine Wohnung aufgelöst hat. Auch seinen Ferrari, der im Bielefelder Lenkwerk (eine Event-Location, die auch als Stellplatz für Nobelkarossen dient) verwahrt wurde, hat der Stürmer (neun Zweitliga-Einsätze verteilt auf 287 Minuten, zwei Tore) dem Vernehmen nach bereits dort abholen lassen.

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