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Do., 28.12.2017

Zukunft der Stadiongesellschaft ist ungewiss Arminia feuert Meinke

Gerrit Meinke ist nicht länger Geschäftsführer von Arminia Bielefelds Stadiongesellschaft.

Gerrit Meinke ist nicht länger Geschäftsführer von Arminia Bielefelds Stadiongesellschaft. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Kurz vor dem Jahreswechsel rumort es bei Arminia Bielefeld: Wie das WESTFALEN-BLATT erfuhr, hat der Zweitligist Gerrit Meinke, den Geschäftsführer der Stadiongesellschaft, seines Amtes enthoben. Dabei war der 50-Jährige erst am 1. Oktober zum alleinigen Geschäftsführer der Alm KG berufen worden.

»Diese Entscheidung tut mir persönlich leid, weil ich zu Gerrit Meinke ein freundschaftliches Verhältnis habe. Aber Geschäft ist Geschäft und Freundschaft ist Freundschaft«, erklärte DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer und bestätigte damit die überraschende Trennung, die bereits vor Weihnachten erfolgt ist. Meinke selbst war gestern nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Markus Rejek (49),  seit 1. Oktober kaufmännischer Geschäftsführer der DSC Arminia Bielefeld GmbH & Co. KGaA , führt nun auch die Stadiongesellschaft in Doppelfunktion. »Das ist mit Sicherheit keine Dauerlösung, dann wären wir schlecht beraten«, betonte Laufer. Allein deshalb, weil die Zukunft der Alm KG womöglich begrenzt ist. »Die Gesellschaft erfüllt nicht unsere Erwartungen. Die Alm KG steht deshalb unter besonderer Beobachtung. Es gibt auch Überlegungen, sie zurückzudrehen«, führt der Vereinschef aus. Spätestens mit der Auflösung der Alm KG wäre ein eigener Geschäftsführer der Stadiongesellschaft überflüssig geworden.

Angespannte Finanz-Situation

Mit Meinke, dessen Vertrag noch bis 30. Juni 2018 läuft, wollen sich die Verantwortlichen Anfang des Jahres zusammensetzen, um über eine Vertragsauflösung zu sprechen. Ein Grund dafür ist auch die aktuell angespannte finanzielle Lage beim DSC. »Am Ende des Jahres ist es immer eng. Wir sind sicher nicht zahlungsunfähig, aber es ist eng«, erklärte Laufer. Spätestens auf der Jahreshauptversammlung am 28. Januar wird der Klub die aktuelle, wirtschaftliche Situation genauer darstellen.

Gerrit Meinke war seit Sommer 2013 beim DSC, um die Alm KG zu verwalten. Nach dem Abgang von Ex-Geschäftsführer Marcus Uhlig im Juli 2015 hatte Meinke zusätzlich den Posten des KGaA-Geschäftsführers übernommen und damit zwei Gesellschaften geführt.  Rejek löste Meinke am 1. Oktober dieses Jahres bei der KGaA ab und arbeitet nun vorerst ebenfalls mit der Doppelbelastung . Damit macht der DSC die Rolle rückwärts und führt erneut ein eigentlich nicht zukunftsfähiges Konstrukt ein. Mit der Anstellung von Rejek hatte man den Doppel-Geschäftsführer beim DSC eigentlich beenden wollen.

»Wir müssen uns alle etwas vorwerfen lassen«

»Um Arminia in erfolgreiches Fahrwasser zu bringen, ist es zwingend notwendig, die KGaA sowie die Alm KG von jeweils unabhängigen Geschäftsführern leiten zu lassen. Aus diesem Grund wird Markus Rejek die kaufmännische Verantwortung bei der KGaA übernehmen und Gerrit Meinke in der Alm KG«, sagte Arminias Präsident noch Anfang September. Nun stehe der Klub vor einer weiteren, strategischen, personellen und unerwarteten Neuausrichtung, wie der Präsident erklärt: »Das hatten wir uns auch anders vorgestellt. Wir haben nun einen Prozess eingeleitet, die Dinge sind im Fluss, und wir sind überzeugt, dass wir zu einem erfolgreichen Ergebnis kommen werden.«

Keinesfalls will der Präsident Gerrit Meinke aber die Rolle des Sündenbocks zuschieben. »Wir müssen uns alle etwas vorwerfen lassen. Wir haben Gerrit in das Amt gehoben und ihm die Doppelbelastung zugemutet. Und ein Aufsichtsgremium hat nunmal eine aufsichtsführende Funktion und damit genauso Verantwortung«, sagte Laufer.

Kommentare

Unabhängig davon..

Unabhängig davon, ob die Alm KG die Erwartungen erfüllt hat oder nicht:Ich hätte Herrn Meinke schon früher vor die Tür gesetzt. Farblos und ideenlos hat er sich in der Vergangenhgeit präsentiert. Keine Aushängeschild für den Verein und schon gar keiner, der witschaftlich potente Firmen an den Verein heranführen kann. Dazu gehört, neben Kompetenz auch ein gewisses Charisma. Beides war bei ihm nicht zu entdecken.

Arabi ist das Problem

Mit der 2. Bundesliga sind in diesem Verein fast alle
überfordert, allen vorran Herr Laufer und das
Präsidium. Wer einen Arabi hier schalten und
walten lässt, muss sich nicht wundern, das es
bergab geht. Ständige Trainerwechsel und unverständlichliche Spielerverflichtungen sind auf Dauer
nicht zu verkraften.

Nun ja ...

vor ein paar Wochen wurde den Fans eine (finanziell) heile Welt vorgespielt. Sportlich war sogar vom Aufstieg die Rede.

Kommentatoren, die damals etwas anderes (kritisches) von sich gaben, wurden hart angegangen.

Mittlerweile hat die Realität den Verein eingeholt. Seit Jahrzehnten(!) wurstelt der Verein herum. Entweder klappt es sportlich nicht, dann mal wieder fehlen ein paar Millionen Euros.

Die Frage ist, ob bei den Finanzen getrickst wurde oder nicht. Die JHV wird es zeigen. Vermutlich tritt dann die DFL auf den Plan. Punkteabzug würde folgen. Wäre aber auch egal, denn sportlich wird diese Spielgemeinschaft eh bis dahin da sein, wo sie sich am liebsten fühlen. Unterhalb von Platz 16.

Ein Blick zu anderen Vereinen lohnt immer. Dort kann man sich anschauen, wie derartige Probleme gelöst wurden, bzw. werden. Daher suche sich einjeder "seinen" Verein selbst aus.

Auch ich habe bereits gewählt. Ich verrate soviel, dass es kein Brauseverein ist.

lange Überlegung

an dieser Miesen Situation hat nur ein Herford Schuld , dem habt ihr geglaubt und vertraut

Dieser Verein befindet sich seit 10 Jahren auf einem Ritt auf der Rasierklinge. Dass wir noch leben, ist für mich ohnehin ein mittleres Wunder. Ich war einmal überzeugt, dass wir uns in sicherem Fahrwasser befinden, wenn wir 2. Liga spielen. Das können wir inzwischen getrost vergessen. Genauso wie wir die Fragen aus dem letzten Jahr vergessen haben. Wo sind einige Millionen geblieben, deren Verbleib sich niemand erklären konnte ? Was vom Präsidium mit außergewöhnlichen Belastungen erklärt wurde wie das Gehalt für Kramny und ein geringfügig verpasster Zuschauerschnitt. Was wäre passiert, wenn wir im Pokal ausgeschieden wären ? Warum haben wir uns trotz angespannter Finanzlage einen dermaßen aufgeblähten Kader geleistet ? Dazu die aktuellen Fragen: Warum wurde die JHV wirklich verschoben ? Was geistert da für ein merkwürdiger Verlustvortrag in Millionenhöhe herum, obwohl doch jedes Jahr stolz die Senkung der Schulden verkündet wurde ? Es würde mich sehr wundern, wenn da nicht wieder ein Orkan am Horizont aufziehen würde, der wieder einmal die Existenz des Vereins in Zweifel zieht. Inzwischen muss es wohl besser als erwartet bis super laufen, um überleben zu können. Ich lasse mir das nicht mehr erzählen: wir haben den besten Zuschauerschnitt aller Zeiten in der 2. Liga, bekommen mehr Fernsehgeld und haben den Kader verkleinert. Trotzdem kreist wieder einmal der Geier über uns. Wenn dann Meinke gehen muss, kurz vor Weihnachten, obwohl er nur noch wenige Monate einen Vertrag hat, können wir uns alle ausrechnen, was das bedeutet: da wurden wohl mit den Mehreinnahmen uns unbekannte Löcher gestopft und das Finanzamt bringt beim Prüfen der Bilanz die Wahrheit an den Tag: ein immer größer werdendes Finanzloch, welches nun wieder einmal irgendwie erklärt werden muss.Erklärt werden muss mir auch, wie ein Geschäfstführer der Alm KG gute Arbeit leisten soll. Es gibt nur einen Mieter "für den Rasen", die Räumlichkeiten sind vermietet und die Alm liegt in einem Wohngebiet, welches das Nutzen für Konzerte und andere Veranstaltungen verbietet. Was also, könnte die Arbeit eines GF auszeichnen ? Er ist doch nur ein Schuldenverwalter, der ständig damit leben muss, dass der Hauptmieter die Miete nicht zahlen kann. Die Alm KG dient allein dem Zweck, den Arminia e.V. schuldenfrei buchhalterisch zu machen. Ohne Aussicht, den Umsatz zu steigern.

Entlassung lange überfällig

Nach seiner Aussage vor dem Duisburgspiel . Der Erfolg wäre gut ,aber die Erfolgsprämien bringen den Verein an seine Grenzen . Musste er schon entlassen werden . Danach ging es mit dem Einsatzwillen rapide bergab .
Ich vermute die Zahlungen wurden bis zum Sommer ausgesetzt ,bis die Fernsehgelder ausgezahlt werden .
Hatte in meinen früheren Komentaren immer die mangelnde Einsatzbereitschaft angemahnt.
Diese Saison wird super schwer ,bei den Gegebenheiten . Die Mannschaft ist bockig und spult ihr Programm
lustlos ab . Körperloses Spiel wird bevorzugt .Gewisse Führungspieler mischen kräftig mit .Andere Mannschaften fressen Gras im Abstiegskampf .

Alles im Griff

Sicher war das für Meinke eine Nr zu groß.Das hat mann/frau gesehen wie die Diskussion, nach der letzten Trainersuche, über Arabi losging. Meinke blieb im Hintergrund, er wollte anscheinend nicht mit in den Sog der bevorstehenden Entlassung von Arabi reingezogen werden. Arabi hat es dann doch geschafft zu bleiben, er muß jetzt gehen. Es bleibt zu vermuten, das etwas vorgefallen sein muß, genauso wie bei Uhlig...
Anmerkung
--Herr Laufer, auch für Sie ist das alles zwei Nummern zu groß. ---

Der neue GF kam doch als Ersatz für Meinke.
Es gibt leider wieder keinen GF, der die Zügel in die Hand nimmt managt, leitet und leistet.
Wir werden sehen wie es kommt.

Die spatzen

Pfiffen es von den Dächern dass da etwas im Busch ist.

Was heisst die Aussage am Ende des Jahres ist es immer eng von Herrn Laufer?

Die Winterpause ist kurz, 250 verkaufte Rückrundendauerkarten und das Turnier sollten ja etwas Geld einspielen.

Ebenso reichlich Zuschauer gegen St Pauli.

Was mich wundert ist, dass Meinke fristlos gekündigt wurde bei dem noch kürzen Vertrag.

Sind wir gespannt was spätestens in Def ersten Januarwoche noch geschrieben wird.

12 Kommentare

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