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Di., 16.01.2018

Schuldenbereinigung und frisches Geld für Fußball-Zweitligsten 25 Millionen Euro Hilfe: Arminia Bielefeld gerettet

Zwölf Unternehmen aus der Region unterstützen im »Bündnis Ostwestfalen« den Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld – von Großunternehmen wie Oetker über Mittelständler wie Chemiespezialist Stockmeier bis hin zum Sportrechtevermarkter Lagardère. Die zum Großteil aus dem teuren Stadionausbau resultieren Altschulden sinken massiv.

Zwölf Unternehmen aus der Region unterstützen im »Bündnis Ostwestfalen« den Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld – von Großunternehmen wie Oetker über Mittelständler wie Chemiespezialist Stockmeier bis hin zum Sportrechtevermarkter Lagardère. Die zum Großteil aus dem teuren Stadionausbau resultieren Altschulden sinken massiv. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer und Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Der hochverschuldete Fußball-Zweitligist DSC Arminia Bielefeld erhält eine Millionenhilfe und bestätigt damit die Unterstützung von zahlreichen Gläubigern und Kapitalgebern aus der Wirtschaft.

Erstmals seit vielen Jahren blickt man bei Arminia wieder in eine wirtschaftlich gesichertere Zukunft . Wie berichtet, senkt der DSC seine gut 22 Millionen Euro Schulden mit Hilfe des »Bündnis Ostwestfalen« auf deutlich unter zehn Millionen Euro. Zusätzlich fließen von den Unterstützern liquide Mittel in den Verein – nach WESTFALEN-BLATT-Informationen soll es sich hierbei um mindestens zwölf Millionen Euro handeln. Durch Schuldenbereinigung (mehr als 13 Millionen Euro) und frisches Kapital summiert sich die Hilfe für Arminia damit auf insgesamt gut 25 Millionen Euro.

»Das war ein Kraftakt der besonderen Art. Damit müssen wir demütig und behutsam umgehen. Das ist die Chance für Arminia «, sagte DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer gestern gegenüber dieser Zeitung und verwies gleichzeitig auf noch laufende, finale Gespräche mit einigen am Konzept beteiligten Gremien. Neben dem »Bündnis Ostwestfalen«, einem Zusammenschluss ostwestfälischer Unternehmer, leisten das Land NRW und die Stadt Bielefeld Hilfe, indem sie auf Rückforderungen aus Bürgschaften verzichten. Das Land bürgt noch mit 9,7 Millionen Euro für Stadionkredite, die Stadt mit 364.000 Euro.

»Ein klares Bekenntnis«

»Das ist ein klares Bekenntnis der Wirtschaft aus der Region zum wichtigsten Verein in der Region. Ich freue mich sehr über das Bekenntnis. Es bereitet hoffentlich den Weg für eine erfolgreiche Zukunft«, sagte Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD). Er will dem Rat empfehlen, einen Teil der Schulden zu erlassen.

Ein Antreiber für das Hilfsbündnis war DSC-Sponsor Gerhard Weber . »Das Unternehmen Gerry Weber sowie insbesondere Herr Gerhard Weber, der über viele Jahre Arminia tatkräftig unterstützt hat, nimmt in dieser Konstellation eine besondere Rolle ein«, erläuterte der Verein in einer Mitteilung.

Die Unterlagen für das Nachlizenzierungsverfahren der DFL hat Arminia am Montag fristgerecht eingereicht. Der Verein hatte Auflagen, um die Saison finanziell abzusichern.

Kommentare

10 Mio Steuergelder für die Arminia

Da verzichtet die klamme Stadt Bielefeld und das ach so reiche Land NRW auf Rückzahlung von 10 Mio EUR.
D.h. ich als Stuerezahler rette die Arminia und nicht die ostwestfälische Wirtschaft...

Seriös

Eine tolle Ostwestfälische Gemeinschaftsleistung. Die heimischen Unternehmen haben den Stellenwert unserer Arminia für OWL erkannt. Wichtig wäre jetzt, das seriös weiter gearbeitet wird. Da helfen jetzt umgehende Aufstiegsforderungen nur bedingt weiter. Besser jetzt die finanzielle und sportliche Situation in Ruhe festigen. Mit der angestrebten Entschuldung, ist der Verein langfristig finanziell zweitligatauglich.

Die Wirtschaft....

sollte die Herren Arabi und Laufer auch moralisch unterstützen, denn was die beiden seit Jahren aus diesem Verein, mit seinem großen Rucksack, herauholen ist bemerkenswert. chapeau!!

Wenn die Wirtschaft

nicht dafür sorgt, das Laufer und vor allem Arabi entlassen werden, wird sich wohl nichts ändern an der sportlichen Ausrichtung. Nur das der Arabi jetzt noch mehr Geld verbrennen können.

Ehrenpresidentschaft

Gerry Weber zum Ehrenpresident zu ernennen halte ich auch für angemessen. Den anderen Beteiligten sollte man jedoch ebenfalls zu Ehrenmitgliedern ernennen. Es war/ist schließlich ein Gemeinschaftsprojekt.

Ich hoffe nur das jetzt gegen die SpVgg auch über 20.000 Zusachauer kommen. Mittwoch hin oder her!

Ein Lottogewinn für unsere Arminia

Was Gerhard Weber geleistet hat für Arminia ist bemerkenswert und nicht hoch genug zu beurteilen, er hat es geschafft was keiner vor ihm schaffte die heimische ostwestfälische Wirtschaft an einen Tisch zu bekommen und sie zu überzeugen Arminia nicht untergehen zu lassen sondern ihr kräftig unter die Arme zu greifen und somit dem Verein eine Zukunft zu geben die ohnen ihn nicht möglich gewesen wäre.
Schön wäre es wenn auch noch Miele und Bertelsmann sich einreihen würden in dieses Bündnis und ganz Ostwestfalen an einem Strang ziehen dann ist die 1.Liga pflicht für unsere Arminia in der kommenden Saison sollte dann das Project Aufstieg in die 1.Liga angegangen werden. Die heimischen Medien und er Verein müssen die Ostwestfalen wieder heiß machen auf unsere Arminia sodaß die Alm wieder öfters ausverkauft ist und jeder Gegner Angst hat auf der Alm in Bielefeld zu spielen die Alm muß wieder eine Festung werden.
Kluge Visionäre und fähige Leute an den Schaltstellen sind genauso wichtig wie die finanzielle Grundlage des Vereins die jetzt Dank Gerhard Weber und seinen Einsatz für Arminia erbracht wurden.
Der Dank jedes Arminenfans bebührt Gerhard Weber und den heimischen Unternehmen die Arminia jetzt wieder auf die Beine gestellt haben so hat der Verein eine neue Chance die einem Lottogewinn ähnelt.

Gerhard Weber sollte Ehrenpräsident werden

Gerhard Weber sollte Ehrenpräsident werden bei Arminia Bielefeld was der geleistet hat für unsere heimische Arminia ist unglaublich sein Herz schlägt für Arminia und das schon seid langem.

7 Kommentare

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