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Mi., 24.01.2018

Mageres 0:0 gegen Abstiegskandidat Greuther Fürth Arminia scheitert am Pfosten

Andreas Voglsammer (links) gegen Marco Caligiuri.

Andreas Voglsammer (links) gegen Marco Caligiuri. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat im ersten Zweitligaspiel des neuen Jahres zwei Punkte leichtfertig liegen gelassen. Gegen den Abstiegskandidaten Greuther Fürth kamen die Ostwestfalen am Mittwochabend vor 12.512 Zuschauern in der heimischen Schüco-Arena nicht über ein 0:0 hinaus. Zweimal scheiterten die Arminen dabei am Pfosten.

In einem einseitigen Spiel verpassten es die Bielefelder, zeitig in Führung zu gehen. Konstantin Kerschbaumer (10.), Andreas Voglsammer (15., 36.) und Tom Schütz (30.) vergaben gute Gelegenheiten. Die größte Chance ließ unmittelbar vor der Pause das Sturmduo Fabian Klos/Voglsammer ungenutzt.

Nach einer Ecke von Schütz kam Klos aus fünf Metern Torentfernung zum Kopfball. Voglsammer brauchte den Ball nur noch in die Maschen zu verlängern, traf die Kugel aber nicht richtig, sodass Gästekeeper Sascha Burchert zupacken konnte (44.).

Der Tabellenvorletzte aus dem Frankenland wurde im ersten Abschnitt nur einmal wirklich gefährlich, als die DSC-Deckung David Raum zuviel Platz ließ. Der Schuss des Offensivakteurs kullerte ins Leere  (33.).

Torchancen nicht verwandelt

Der Gastgeber legte nach dem Wiederanpfiff sofort wieder den Vorwärtsgang ein. Und kam gleich zu einer Topchance. Im ersten Versuch blieb Voglsammer an Burchert hängen, den Nachschuss setzte Florian Hartherz an den Pfosten (50.).

Der DSC kam dem Führungstreffer gegen weiter harmlose Fürther immer näher. Doch auch Schütz hatte in der 67. Minute Pech mit einem Pfosten-Freistoß.

Einen Schreckmoment hatten die Bielefelder dann aber auch zu überstehen. Khaled Nareys Linksschuss flog nur haarscharf am Pfosten des DSC-Gehäuses vorbei (75.).

Mit der Hereinnahme von Sören Brandy für den zwar bemühten aber glücklosen Voglsammer läutete DSC-Coach Jeff Saibene dann den Schlussspurt ein. Auch Christopher Nöthe gab nach auskuriertem Kreuzbandriss noch sein Comeback. Doch es blieb beim torlosen Remis.

Teixeira und Hemlein auf der Tribüne

Am kommenden Montag geht es für die Arminen weiter. Dann gastieren die Ostwestfalen beim VfL Bochum (20.30 Uhr, Ruhrstadion). Ob Christoph Hemlein und Nils Teixeira dann wieder zum Kader gehören werden?

Wohl eher nicht. Beide saßen am Mittwochabend nur auf der Tribüne. Stattdessen gab Trainer Saibene den A-Jugendlichen Roberto Massimo (17) und Can Özkan (18) den Vorzug. Beide nahmen auf der Bank Platz und dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, auch in Bochum wieder dabei zu sein.

Hemlein (Vertrag bis Juni 2018) und Teixeira (Vertrag bis 2019) dürften den DSC bei einem entsprechenden Angebot verlassen. Das Transferfenster ist noch bis zum 31. Januar geöffnet.

Keanu Staude, der gegen Greuther Fürth aufgrund einer Adduktorenverletzung nur zuschauen konnte, hofft in Bochum wieder dabei sein zu können.

Statistik

Bielefeld: Ortega Moreno – Dick, Behrendt, Börner, Hartherz – Weihrauch, Prietl, Schütz, Kerschbaumer (84. Putaro) – Klos (83. Nöthe), Voglsammer (77. Brandy)

Greuther Fürth: Burchert – Hilbert, Maloca, Caligiuri, Wittek – Gugganig, Gjasula – Raum (76. Steininger), Green, Narey (90. Ernst) – Reese

Schiedsrichter:  Sven Waschitzki (Essen)

Zuschauer: 12.512

Tore: -

Gelbe Karten: Börner - Prietl - Reese

Kommentare

Nicht zufrieden

Also ich habe gestern Abend wohl ein anderes Spiel gesehen als die meisten Spieler in ihren Radiointerviews beschrieben haben. Ich bin ganz und gar unzufrieden aus dem Stadion gegangen. Ein Freund ging schon in der 80.Minute und die anderen Kollegen waren ebenfalls alle enttäuscht bis sauer. Arminia war gegen einen maximal 3.-ligareifen Gegner vollständig überlegen und hatte sich eine hohe Zahl an Torchancen erarbeitet. Soweit richtig. Aber es fehlte bis auf ganz wenige einzelne Minuten komplett die notwendige Leidenschaft im eigenen Spiel. Der unbedingte Wille, diesen einen Ball im Mittelfeld zu erobern, dieses eine Laufduell zu gewinnen, den letzten Gegner auszuspielen, dieser Wille war allenfalls bei Patrick Weihrauch ansatzweise zu erkennen. Man hat grob fahrlässig zwei wichtige Punkte liegengelassen und wenn ich in den Tabellenkeller blicke dann sehe ich nur 4 Punkte Vorsprung vor Mannschaften wie Darmstadt, Braunschweig Bochum usw.. Als Zuschauer, der sich bis beinahe halb elf nachts an einem Werktag die Beine in den Bauch gestanden hat, war ich jedenfalls komplett unzufrieden und als heute Morgen um 5.18 Uhr der Wecker klingelte war ich es noch immer.

Leichtfertig ist anders

Nein, leichtfertig sind die zwei Punkte nicht verschenkt. Wei Arminia alles versucht hat, keine Chancen für den Gegener zugelassen hat, zweimal bei Pfostenschüssen richtig Pech hatte und Fürth einen sehr guten Torwart hatte. Wo verehrte WB-Redation ist das bitte leichtfertig ???

Nicht schlimm.

Die Jungs waren gut eingestellt, durchgängig spielführend und haben nichts zugelassen. An der Mannschaftsleistung war fußballtechnisch nichts auszusetzen, im Gegenteil. Das was fehlte, war am Ende vielleicht ein einziges Tor nach mindestens 26 gut herausgespielten Chancen.

Selbstvertrauen? In manchen Situationen im gegnerischen Strafraum fragte ich mich, warum das Ding nicht allein und direkt versenkt wurde, stattdessen wurde vor dem Tor hin und her geschoben und letztlich jede Chance für einen ausgekochten „Knipser” vergeben. Angst vor dem Tor, vor der eigenen Courage?

Die Mannschaft hat richtig Potenzial und wächst unter Jeff Saibene kontinuierlich. Was nicht wächst ist die Torgefahr. Mensch Jungs, glaubt an euch und haut die Dinger einfach rein. Es wird euch keiner böse sein. Am Ende werden es die Tore sein, die zählen, egal wie schön Ihr spielt. Arminia ist auf dem richtigen Weg, ein Punkt ist auch was und am Montag werden die 3 Punkte eben auswärts geholt. Ihr macht das schon. Ich glaube an euch :)

Ein Tor, Ein Tor

Dominant aufgetreten, aber leider 2 Punkte verloren. Wieder dieses Gefühl, das wir auch nach doppelter Spielzeit keinen im Netz untergebracht hätten. Das ist schade, weil es sich die Mannschaft verdient gehabt hätte.
Also Kopf hoch und weiter so.

4 Kommentare

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