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Fr., 09.02.2018

Arminia: Putaro in Duisburg erneut erste Wahl – Klos nur auf der Bank Der Unberechenbare

Ein Fehlschuss mit Folgen: Nach dieser vergebenen Großchance gegen Berlin fand Leandro Putaro nicht in den Schlaf.

Ein Fehlschuss mit Folgen: Nach dieser vergebenen Großchance gegen Berlin fand Leandro Putaro nicht in den Schlaf. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Fabian Klos muss um seinen Stammplatz bei Arminia fürchten. Im Zweitligaspiel am Samstag beim MSV Duisburg (13 Uhr) sitzt der Stürmer erneut nur auf der Bank. Der junge Leandro Putaro hat bei DSC-Trainer Jeff Saibene aktuell die besseren Karten.

Der Luxemburger findet fast nur lobende Worte für den 21-jährigen Putaro. »Er ist ein Aktivposten. Leandro ist schnell, hat einen guten linken Fuß«, zählt Saibene auf: »Ich finde, dass er eine sehr gute Entwicklung genommnen hat in den letzten Wochen. Ich habe das Gefühl, er ist reifer geworden.«

Auslöser war ein Vier-Augen-Gespräch, das der Trainer mit seinem Talent vor einigen Wochen geführt hat. »Es hat dann einfach Klick gemacht«, sagt Putaro, der von einem intensiv geführten Dialog mit seinem Coach berichtet.

Erste Angriffswahl

Erst am 13. Spieltag (1:1 in Aue) bekam der gebürtige Göttinger seinen ersten (Kurz-) Einsatz. Seitdem stand er in jeder Partie auf dem Platz – mal länger, mal kürzer. Die Begegnung in Duisburg wird die dritte in Folge sein, in der Putaro (zwei Saisontore) auf seiner selbst erklärten Lieblingsposition zum Einsatz kommt. »Im Angriff fühle ich mich am wohlsten«, sagt der frühere Wolfsburger, den Saibene in der laufenden Serie zuvor bevorzugt auf dem rechten Flügel aufgeboten hatte.

Doch seit Putaro vor elf Tagen beim Auswärtserfolg in Bochum (1:0) für den magenkranken Sturm-Routinier Klos eingewechselt wurde, ist er erste Angriffswahl. »Ich finde ihn auf dieser Position sehr interessant. Leandro ist unberechenbar«, sagt Saibene, der überzeugt ist: »Wir können noch einiges von ihm erwarten.«

Chance vergeben

Dass Putaro am vergangenen Montag beim 1:1 gegen Berlin eine Mega-Chance kläglich vergab, hat den jungen Offensivspieler nachhaltig beschäftigt. »Ich weiß, dass er sehr gelitten hat. Leandro hat danach die ganze Nacht nicht geschlafen. Aber das gehört dazu. Diese Erfahrung muss er machen«, meint Saibene.

Dass die Partie gegen die Berliner nur unentschieden endete, hält Putaro nicht davon ab, in der Tabelle weiterhin nach oben zu schielen, denn: »Ich denke, dass wir besser sind als Duisburg. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass in dieser Saison noch etwas geht für uns und wir noch mal oben ranschnuppern werden.«

Vorschusslorbeeren

Putaro ist einer der wenigen Arminen, die bereits Erstligaerfahrung gesammelt haben (vier Einsätze). Als er noch beim VfL Wolfsburg spielte, erklärte die »Sport-Bild« den Nachwuchsmann mal zu »einem der größten Talente Europas«. Fast genau zwei Jahre ist das her. Putaro, in dessen Vita sogar eine Champions-League-Minute (2016, Achtelfinal-Hinspiel gegen KAA Gent) vermerkt ist, konnte die Vorschusslorbeeren jedoch nicht ernten.

Im August 2016 wechselte er zunächst auf Leihbasis zum Zweitligisten Arminia. Dass der DSC ihn nach einer durchwachsenen Saison im vergangenen Sommer mit einen Dreijahresvertrag ausstattete, kam für viele überraschend.

Vor dem Durchbruch

Mit einiger Verzögerung steht Putaro nun aber vor dem Durchbruch. Und dicht davor, Fabian Klos den Stammplatz streitig zu machen. »Ich sehe keinen Grund, groß zu wechseln«, erklärt Saibene mit Blick auf das Duisburg-Spiel. Das würde bedeuten, dass der genesene Klos (21 Spiele, drei Tore, fünf Torvorlagen) erneut nur auf der Bank säße. Fakt ist: Als Einwechselspieler konnte der 30-Jährige gegen Berlin (Klos kam für Putaro) keine Eigenwerbung betreiben. »Das gibt es manchmal. Die Partie am Montag war kein so ideales Spiel, um eingewechselt zu werden«, urteilt Saibene.

In Duisburg wird Klos nun womöglich eine neue Chance bekommen, im Kampf um die Rückeroberung seines Stammplatzes als Joker Punkte zu sammeln.

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