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Sa., 03.03.2018

Arminia stellt sich auf ein Kampfspiel in Heidenheim ein Eine eklige Angelegenheit

Arminias Julian Börner (rechts) erwartet wie im Hinspiel ein kämpferisches Duell auf Augenhöhe.

Arminias Julian Börner (rechts) erwartet wie im Hinspiel ein kämpferisches Duell auf Augenhöhe. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Fußball-Feingeister sollten die Begegnung besser meiden: Wenn Arminia Bielefeld am Sonntag (13.30 Uhr, Voith-Arena) beim 1. FC Heidenheim antritt, ist sportlich kein Augenschmaus zu erwarten.

Das Tauziehen um den Anschluss an den Relegationsplatz für den Bundesligaaufstieg zwischen Heidenheim (33 Punkte) und dem DSC (34)  hat sich das Prädikat »eklig« mehr als verdient. Zwei Mannschaften, die vor allem über den Kampf versuchen ins Spiel zu finden, werden sich am Sonntag duellieren. »Das ist ein Typ Mannschaft wie wir auch. Das Wort eklig fällt oft. Heidenheim ist ebenfalls eine Kampftruppe, schwer zu spielen. Es sind immer enge Spiele«, analysiert Arminias Trainer Jeff Saibene.

Niemand bemüht sich deshalb überhaupt erst, Zauberfußball für diese Partie herbei zu reden. Die Faktenlage ist zu eindeutig. »Da treffen zwei richtig eklige Mannschaften aufeinander. Gegen Heidenheim spielt man nicht gerne. Aber es gibt auch viele Mannschaften, die nicht gerne gegen Bielefeld spielen«, hat DSC-Kapitän Julian Börner vernommen.

Dynamo-Spiel vergessen machen

Über allem steht für Börner aber etwas anderes: »Wir wollen das desolate Spiel gegen Dresden vergessen machen. Wir wollen den Fans eine Reaktion zeigen.« Denn  das 2:3 gegen Dynamo zeigte Nachwirkungen – bei dem einen kürzer, bei dem anderen länger. »Am Dienstag war es verarbeitet. Das gehört dazu, man kann nicht jedes Spiel gewinnen. Der Auftritt war nicht so katastrophal, aber war eben nicht auf dem Level der Spiele davor«, dauerte Saibenes Auseinandersetzung mit der Niederlage deutlich länger als bei Börner, der sie »am Samstagabend abgehakt« hatte. 

Hilfreich dafür war auch ein lange geplanter Mannschaftsabend am vergangenen Samstag. »Mannschaftsabende sind immer schön. Dafür braucht man keinen Sieg oder Niederlage. Es hat uns nur noch mehr zusammengeschweißt«, verrät der Kapitän.

Der Effekt soll gleich doppelt wirken: Mit einem Sieg will man Dresden endgültig vergessen und die unsägliche Heidenheim-Serie beenden. Noch nie gelang den Arminen bei ihren vier Pflichtspielversuchen ein Sieg beim FCH. »Der Zeitpunkt wäre also super«, meint auch Saibene.

Kaum Personalfragen

Große personelle Wechsel kündigte der Trainer für dieses Vorhaben nicht an. Damit dürfte auch Fabian Klos wieder als Sturmpartner von Andreas Voglsammer gesetzt sein. Saibene: »Fabian ist immer ein Startelfkandidat. Wir haben mit Putaro, Voglsammer und Klos aber drei zur Auswahl.« Bei den weiteren Offensivkräften Sören Brandy und Christopher Nöthe sieht der Coach dagegen noch Nachholbedarf: »Sie sehe ich noch nicht so weit, dass sie von Anfang an spielen können. Beide müssen dran bleiben, trainieren und sich aufdrängen.«

Außen vor ist auch Stephan Salger. Aufgrund der überzeugenden Leistungen sieht Saibene keinen Grund, die Innenverteidigung mit Julian Börner und Brian Behrendt zu ändern: »Sie spielen sehr gut. Henri Weigelt sitzt auf der Bank, weil er sich im Training aufdrängt. Deshalb müssen wir momentan nichts ändern.«

So könnte Arminia spielen

Ortega Moreno - Dick, Behrendt, Börner, Hartherz - Weihrauch, Prietl, Schütz, Kerschbaumer - Klos, Voglsammer 

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