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Mo., 05.03.2018

Klos, Brandy und Nöthe aus disziplinarischen Gründen nicht im Bielefelder Kader »Eine mutige Entscheidung«

Der Boden der Tatsachen ist hart: Fabian Klos wurde für das Spiel gestern ausgemustert.

Der Boden der Tatsachen ist hart: Fabian Klos wurde für das Spiel gestern ausgemustert. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/sba). Weil er den Teamgedanken gefährdet sah, strich DSC-Trainer Jeff Saibene gleich drei Spieler aus dem Kader für das Spiel in Heidenheim – darunter auch Vizekapitän Fabian Klos.

»Ich habe es vor der Mannschaft und noch einmal mit Fabian unter vier Augen besprochen. Es war ein sehr emotionales Gespräch. So etwas passiert leider im Laufe einer Saison. Die Teamführung ist dann mein Job«, erklärte Saibene.

Neben dem prominentesten Gesicht traf es zudem die beiden Offensivspieler Christopher Nöthe und Sören Brandy. Auch sie blieben unberücksichtigt, obwohl durch die Streichung von Fabian Klos ein Platz im Kader frei wurde. Statt Nöthe und Brandy nachzunominieren, fuhr Saibene lieber mit 17 statt den möglichen 18 Spielern nach Heidenheim. Klos war am Wochenende nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

»Es gibt unzufriedene Spieler bei uns im Kader. Unter der Woche hat mir einiges nicht gepasst. Deshalb habe ich konsequenterweise so entschieden. Über allem steht immer der Teamgedanke«, sagte Trainer Jeff Saibene zu der Entscheidung. Schon unter der Woche soll sich abgezeichnet haben, dass einigen Spielern ein Denkzettel verpasst werden könnte, weil sie sich nicht mannschaftsdienlich verhalten hatten. Zum einen durch Auftritte im Training, zum anderen durch zu offensichtliche Unmutsbekundungen über ihre momentane, sportliche Situation. Als Suspendierung sei die Maßnahme aber keinesfalls zu verstehen hieß es.

Verträge bis Sommer 2019

»Der Trainer hat so entschieden, das ist mutig. Aber wir als Mannschaft stehen hinter der Entscheidung des Trainers«, sagte Julian Börner . Der Kapitän zeigte sich verärgert über diese Entwicklungen: »Das braucht keine Mannschaft, weil wir eigentlich eine gute Truppe sind. Wir werden das jetzt noch einmal in vier Wänden besprechen.« Sportchef Samir Arabi meinte: »Der Trainer hat mich in Kenntnis gesetzt. Bei Arminia geht es immer um den Klub und nie um einzelne Spieler.«

Während das Team gestern im Hotel in Heidenheim auf die Abfahrt zum Stadion wartete, trainierten die aussortierten Spieler in Bielefeld mit Athletiktrainer Reinhard Schnittker. Vor allem die Nichtberücksichtigung des langjährigen Führungsspielers Klos, der seit 2011 bei Arminia unter Vertrag steht (248 Partien, 109 Tore), überraschte. Zumindest offiziell sprach Saibene am Freitag in Verbindung mit Klos auch noch von einem »Startelfkandidaten«.

Trotz der Maßnahme soll die Tür für Klos, Brandy und Nöthe weiter offen stehen. »Die Maßnahme betraf das Heidenheim-Spiel. Wir haben jetzt eine neue Woche, jeder hat wieder alle Chancen«, betonte Jeff Saibene. Klos, Brandy und Nöthe besitzen beim DSC jeweils einen Vertrag bis Sommer 2019. Dass es aber bereits vorzeitig zu einer Trennung kommen könnte, ist zumindest nicht mehr auszuschließen. Als Eintracht Braunschweig im Winter Interesse an Fabian Klos bekundete, hätte sich der DSC bei einem entsprechenden Angebot bereit gezeigt, den Angreifer ziehen zu lassen. Konkreter wurde der Wechsel jedoch nicht.

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