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Di., 03.04.2018

Drei Verletzte, zwei Gesperrte: Arminia muss für das 1:1 gegen Kiel bluten Eine verlustreiche Schlacht

Gefoult: Andreas Voglsammer wurde bei einem Torschuss kurz vor Schluss böse umgegrätscht. Der Stürmer hat sich eine schwere Prellung am Schienbein zugezogen. Sein Einsatz am kommenden Sonntag in Ingolstadt ist fraglich.

Gefoult: Andreas Voglsammer wurde bei einem Torschuss kurz vor Schluss böse umgegrätscht. Der Stürmer hat sich eine schwere Prellung am Schienbein zugezogen. Sein Einsatz am kommenden Sonntag in Ingolstadt ist fraglich. Foto: Thomas F. Starke

Von Jens Brinkmeier

Bielefeld (WB). Den Punkt gegen den Tabellendritten Holstein Kiel hat Arminia Bielefeld teuer bezahlt. Beim 1:1 (1:1) verletzten sich Torschütze Brian Behrendt und Stürmer Andreas Voglsammer. Beide sind für das Spiel am Sonntag beim FC Ingolstadt sehr fraglich. Definitiv fehlen werden die gesperrten Julian Börner (zehnte Gelbe Karte) und Konstantin Kerschbaumer (fünfte Gelbe Karte).

Auch Fabian Klos war ein Opfer der verlustreichen Schlacht gegen den Aufsteiger. Klos zog sich bei einem Kopfballduell einen Nasenbeinbruch zu. Allerdings ist nach Vereinsauskunft ein Einsatz in Ingolstadt möglich. Behrendt, der mit einem fulminanten 37-Meter-Schuss die DSC-Führung erzielt hatte (21. Minute), hat sich wohl am Innenband verletzt. Der Innenverteidiger muss weiter untersucht werden. Sollte der 26-Jährige ausfallen, wonach es aussieht, muss Trainer Jeff Saibene eine komplett neue Innenverteidigung aufstellen.

Gesetzt ist Nachwuchsspieler Henri Weigelt, der am Sonntag gegen Kiel für Behrendt eingewechselt wurde (68. Minute). Der 20-Jährige machte seine Sache ordentlich. Zehn Minuten vor Schluss verhinderte er mit einer Grätsche als letzter Mann, dass Tom Weilandt frei auf das Bielefelder Tor zulaufen konnte. Neben Weigelt dürfte dann Stephan Salger auflaufen. Der Linksfuß hatte in der Hinrunde 15 Spiele bestritten. Nach der Winterpause rutschte er aber auf Innenverteidigerposition vier ab und stand nicht einmal im Kader. Weigelt wurde Salger (28), dessen Vertrag im Sommer ausläuft, vorgezogen. Nach dem Kiel-Spiel sagte Saibene über Salger: »Er ist da, er trainiert. Er hat bestimmte Qualitäten. Mal abwarten, wie schlimm es mit Behrendt ist. Mal schauen, wen wir dann brauchen.«

»Ich werde mich morgen ärgern«

Börner hatte sich acht Minuten vor dem Schlusspfiff seine zehnte Gelbe abgeholt und muss nun zum zweiten Mal in dieser Saison zuschauen. »Dass es auf dem Platz mal kracht, ist nichts Neues. Über Sperren macht man sich in den 90 Minuten keine Gedanken. Ich werde mich morgen ärgern«, sagte der DSC-Kapitän kurz nach dem Abpfiff.

Unabhängig davon, ob Voglsammer ausfällt, dürfte Fabian Klos in Ingolstadt in die Startelf zurückkehren. Gegen Kiel saß der 30-Jährige zum dritten Mal in Folge beim Anpfiff auf der Bank. Klos war ein Opfer der Systemumstellung vom 4-4-2 zum 4-1-4-1. Am Ostersonntag wurde der Stürmer mit Beginn der zweiten Halbzeit für den schwachen Leandro Putaro eingewechselt, der DSC agierte dann wieder mit zwei Spitzen. »Fabian war eine Belebung für unser Spiel«, lobte Trainer Saibene. Klos legte Voglsammer eine Topchance auf (58.) und verfehlte per Kopf nur ganz knapp das Tor (72.).

»Im Großen und Ganzen zufrieden«

Das waren zwei von vier sehr guten DSC-Chancen in der zweiten Halbzeit. Florian Hartherz hatte bei einer weiteren Möglichkeit Pech mit einem Linksschuss (65.). In der 82. Minute war erneut Voglsammer frei, doch bei seinem Schuss beziehungsweise Sekunden nachdem der Ball den Fuß verlassen hatte, wurde der Armine von Rafael Czichos rüde umgegrätscht. Dieses Foul, dass von Schiedsrichter Benedikt Kempkes nicht als solches gewertet wurde, führte zu Voglsammers Verletzung und Auswechslung.

Mit dem Punkt gegen den Tabellendritten waren die Arminen wie Tom Schütz »im Großen und Ganzen zufrieden«. Mit nun 39 Punkten ist der DSC Sechster und hat weiter fünf Punkte Vorsprung auf Platz 16. Die ominösen 40 Zähler werden wohl nicht zum Klassenerhalt reichen. »So lange ich denken kann und mich für Fußball interessiere, habe ich so etwas noch nicht erlebt. Das werden noch harte, intensive und spannende sechs Wochen. Die Ergebnisse sind Wahnsinn«, sagte Julian Börner zur Lage der Liga. Der Abstand zwischen Platz vier und 16 beträgt nur sechs Punkte.

Kommentare

Es ist wie es ist !

Man kann es halten, wie man will.....
Es ist immer wieder das Gleiche. Wenn Herr Saibene die Heimspiele nicht gewinnt,
muss man nicht nach "oben" schauen.
Das sollte man aber heute - nicht nur im Fussball.
Schade.....

1 Kommentare

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