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Fr., 06.04.2018

Junger Armine vor zweitem Startelfeinsatz – Saibene stellt System um Weigelt bleibt cool

Gegen Eintracht Braunschweig stand Henri Weigelt im November erstmals in Arminias Zweitligastartelf - hier im Duell mit dem Ex-Arminen Onel Hernandez.

Gegen Eintracht Braunschweig stand Henri Weigelt im November erstmals in Arminias Zweitligastartelf - hier im Duell mit dem Ex-Arminen Onel Hernandez. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Bielefeld (WB). Die scherzhafte Begrüßung als »Abwehrchef« registriert Henri Weigelt mit einem Lächeln. Cool bleiben ist das Motto von Arminia Bielefelds jungem Abwehrspieler. Aus der Ruhe bringt den 20-Jährigen vor der nicht zu unterschätzenden Aufgabe beim Tabellenvierten FC Ingolstadt am Sonntag (13.30 Uhr) nichts.

Tatschlich ist die Rolle als Chef wohl noch eine Nummer zu groß für die Nachwuchskraft. Im Mittelpunkt, im Abwehrzentrum, also dort, wo sonst die Routiniers Julian Börner (gesperrt) und Brian Behrendt (verletzt) agieren , steht Weigelt am Sonntag aber auf jeden Fall. Erst zum zweiten Mal wird der Armine in dieser Saison von Beginn an anlaufen. Die Premiere gab es im November beim 2:2 gegen Braunschweig . Damals wie auch am Wochenende wird Stephan Salger neben ihm in der Innenverteidiger spielen. Den 28-jährigen Kollegen (insgesamt 6679 Zweitligaminuten) hat Weigelt (bislang 121 Zweitligaminuten) nach der Winterpause im internen Innenverteidiger-Ranking hinter sich gelassen hat.

Auch ohne große Zweitligaerfahrung nimmt der Jungprofi die Herausforderung gelassen. »Ich mache mir keine großartigen Gedanken. Gegen Braunschweig habe ich mir mehr Gedanken gemacht. Ich weiß jetzt, wie es sich anfühlt, wie es läuft, über 90 Minuten zu spielen«, erklärt der Armine. Geholfen, alles locker zu sehen, hat das vergangene Wochenende. Nachdem Brian Behrendt verletzt vom Feld musste, kam Weigelt auf den Rasen. Ein Vorteil sei es gewesen, gar nicht die Chance gehabt zu haben, »sich großartig Gedanken zu machen«. Um wieder »reinzukommen« hätten die Spielminuten gegen Holstein Kiel aber auf jeden Fall etwas gebracht.

Saibene ist voller Vorfreude

Obwohl das Stamm-Duo Börner/Behrendt in der Abwehr fehlt, ist Trainer Jeff Saibene voller Vorfreude auf das, was die neue Defensivkonstellation zeigen wird: »Ich freue mich darauf zu sehen, wie das Ganze jetzt passt. Wegen Henri habe ich null Sorgen und volles Vertrauen. Es gibt so Situationen, in denen man einen jungen Spieler reinschmeißen muss.«

Nicht nur defensiv, auch in der Gesamtausrichtung soll sich etwas ändern. Voraussichtlich wird Saibene das Spielsystem vom 4-1-4-1 zurück auf ein 4-4-2 wechseln. »Das ist möglich, weil Kerschbaumer gesperrt fehlt und weil Fabian Klos einen sehr guten Eindruck macht«, betont der Trainer. Damit könnten Klos und Andreas Voglsammer beim FCI als Doppelspitze auflaufen. Gegen Kiel hatte Klos nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit für viel Belebung im Bielefelder Spiel gesorg t.

»Das ist eine sehr gute Mannschaft«

Wie der letzte Gegner hofft der kommende Kontrahent noch auf den Bundesligaaufstieg. Mit der Planung »Bundesligarückkehr« war der Absteiger in die Saison gestartet. Nach vielen Auf und Abs hat sich der FCI mittlerweile bis auf Platz vier vorgearbeitet. Fünf Punkte trennen die Bayern vom Dritten aus Kiel.

»Das ist eine sehr gute Mannschaft«, meint Henri Weigelt. Wie immer wurden er und die Kollegen mit Videosequenzen auf den nächsten Gegner vorbereitet. »Ich weiß, was auf mich zukommt«, sagt Weigelt. Gemeint sein dürfte nicht nur die Ingolstädter Offensive, sondern auch die Aussicht auf sein zweites Zweitligaspiel von Beginn an.

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