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Sa., 07.04.2018

Ingolstadt buhlt, doch DSC-Trainer Saibene plant weiter mit Voglsammer »Wir werden um ihn kämpfen«

Hiergeblieben: Jeff Saibene möchte auch in der nächsten Serie mit Andreas Voglsammer (rechts) zusammenarbeiten.

Hiergeblieben: Jeff Saibene möchte auch in der nächsten Serie mit Andreas Voglsammer (rechts) zusammenarbeiten. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Spielt Andreas Voglsammer an diesem Sonntag bei seinem künftigen Klub vor? Wenn der DSC Arminia um 13.30 Uhr beim FC Ingolstadt antritt, dann steht Voglsammer im Blickpunkt. Bielefelds Coach Jeff Saibene ist allerdings nicht gewillt, den Stürmer ohne Weiteres ziehen zu lassen und erklärt:  »Wir werden um Vogi kämpfen.«

 Nachdem die Ingolstädter schon im Winter um Voglsammer gebuhlt und eine Ablöse in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro für den 26-Jährigen (zehn Saisontore) geboten hatten, erklärte vor der Partie des 29. Zweitligaspieltags nun FCI-Sportchef Angelo Vier: »Andreas Voglsammer ist ein spannender Spieler. Wir hatten vor drei Monaten Interesse an ihm und haben immer noch Interesse.«

Saibene hat für derartige Äußerungen wenig übrig. »Dass die Ingolstädter vor der Partie jetzt so etwas sagen, hat mir nicht so gefallen. Ich würde das nicht machen«, äußerte Arminias Trainer.

Das offensive, beinahe aggressive Werben der Bayern um Voglsammer konterte der Coach mit einem Augenzwinkern. »Wir sind auch mit einigen Spielern des FC Ingolstadt in Kontakt und stehen kurz vor dem Abschluss. Insofern beruht das auf Beidseitigkeit.«

Gute Gehaltsaussichten beim FCI

Es ist natürlich kein Geheimnis, dass der Erstligaabsteiger seine Profis mit Gehältern verwöhnt, von denen die Arminen nur träumen können. Von daher dürfte klar sein, dass sich Voglsammer trotz eines Vertrags beim DSC bis 2021 durchaus mit dem Thema Ingolstadt auseinandersetzen wird. Zumal der von Audi unterstützte Klub sich anschickt, doch noch einmal in den Aufstiegskampf einzugreifen. Allerdings sitzt der DSC in Sachen Voglsammer am längeren Hebel. Saibene: »Wenn wir nicht wollen, dass er geht, dann geht er nicht. Und wenn doch, dann wird er einiges kosten.«

Um die Arminen schwach werden zu lassen, dürften die im Winter offerierten 1,5 Millionen Euro demnach schwerlich reichen. Fragt sich also, wo für beide Klubs die Schmerzgrenze liegt. Saibene wäre es sowieso viel lieber, wenn er auch in der kommenden Serie auf seinen Angreifer bauen könnte. »Spieler wie Vogi wollen wir auf keinen Fall abgeben. Ziel ist, das Gerüst dieser Mannschaft zusammenzuhalten und uns mit drei, vier oder fünf Spielern zu verstärken.« Auf die Frage, ob Sportchef Samir Arabi und er denn schon einen Kandidaten im Auge haben, falls Voglsammer doch den Abflug macht, antwortete Saibene: »Nein, wir gehen davon aus, dass er bleibt.«

»Werden einen neuen Stürmer holen«

Gleichwohl, so der 49-Jährige weiter, »werden wir im Sommer einen neuen Stürmer holen«. Dieser gilt bereits als gefunden. Wie berichtet hat Prince Osei Owusu, dessen Vertrag bei der TSG 1899 Hoffenheim II im Sommer ausläuft, das Interesse der Ostwestfalen geweckt. Der 21 Jahre alte Mittelstürmer aus der Regionalliga Südwest (20 Spiele, neun Tore) soll sich künftig mit Voglsammer und Fabian Klos um die maximal zwei freien Angriffsplätze streiten.

Denn dass Klos (Vertrag bis Juni 2019), der seinen Stammplatz zeitweise eingebüßt hatte, im Sommer geht, kann Saibene sich nicht vorstellen. »Ich glaube nicht, dass Fabi hier weg will. Im Moment ist das kein Thema«, betonte der Coach und erklärte, dass für den 30-Jährigen auch kein Ersatz gesucht werde. Stattdessen lobte Saibene: »Fabian macht einen sehr guten, positiven Eindruck im Training. Er ist mit sehr viel Freude dabei. Ich bin mit seinem ganzen Auftreten sehr zufrieden.«

Priorität, so Saibene, habe stattdessen die Suche nach einem Mittelfeldakteur, nach Spielern für beide Außenbahnen sowie nach einem Ersatz für Florian Dick (Vertrag läuft aus und wird nicht verlängert) auf der Rechtsverteidigerposition.

Ein Sonderfall sei »die Akte Kerschi«, wie Saibene die ungewisse Zukunft des Leihspielers Konstantin Kerschbaumer betitelte. Die Entscheidung, ob der achtfache Saisontorschütze zum englischen Zweitligisten FC Brentford zurückkehren muss oder künftig woanders sein Glück versuchen wird, könne sich »länger hinauszögern. Klar ist, dass wir ihn unbedingt behalten wollen«, betonte Saibene wiederholt.

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