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So., 08.04.2018

Flügelflitzer steht am Sonntag in Ingolstadt vor seinem 50. Pflichtspiel für Arminia Staude ist stolz

Auch wenn sich Keanu Staude hier gegen Thomas Pledl durchsetzt: Das Hinspiel gegen Ingolstadt verlor der DSC mit 1:3.

Auch wenn sich Keanu Staude hier gegen Thomas Pledl durchsetzt: Das Hinspiel gegen Ingolstadt verlor der DSC mit 1:3. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Erst Gelb-Rot für Ingolstadt. Dann Rot für Arminia. Und schließlich musste auch noch DSC-Coach Jeff Saibene auf die Tribüne. Zwischen Arminia Bielefeld und dem FC Ingolstadt ging es im Hinspiel hoch her.

Der DFB-Kontrollausschuss verdonnerte Saibene später noch zu einer Geldstrafe. 3000 Euro wegen »unsportlichen Verhaltens« musste der Coach zahlen. »Das war ein teurer Spaß«, erinnert sich der 49 Jahre alte Luxemburger an eine insgesamt »emotionale Partie«, in der die Bayern das bessere Ende für sich hatten (Endstand 1:3). Doch alles das sei vergessen. Der Fokus liege auf dem Rückspiel am Sonntag um 13.30 Uhr im Audi-Sportpark , bei dem DSC auf die Unterstützung von etwa 400 Anhängern bauen kann.

Saibene erwartet trotz der Ausfälle einiger Stammkräfte »eine Partie auf Augenhöhe«, wenngleich der FC Ingolstadt zurück in die Spur gefunden habe. Der FCI ist vorgerückt und will noch einmal in den Aufstiegskampf eingreifen. »Das ist die Tabellenregion, in der man den Erstligaabsteiger die ganze Zeit erwartet hatte«, sagt Saibene.

Zurück ins 4-4-2-System

Für die Ostwestfalen geht es nach dem jüngsten 1:1 gegen Holstein Kiel darum, schnellstmöglich die letzten Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen. »Ich denke, noch zwei Siege wären gut, um in dieser engen Liga ganz sicher zu sein«, sagt Keanu Staude. Der Flügelspieler ist einer derer, die von Saibenes Systemumstellung von 4-4-2 auf 4-1-4-1 am meisten profitierten. Der Coach zog Konstantin Kerschbaumer von links ins Zentrum, so war auf außen plötzlich Platz für Staude. Obwohl Arminia in Ingolstadt ins alte 4-4-2 zurückkehrt, darf Staude erneut beginnen. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist Kerschbaumer gesperrt (5. Gelbe Karte). Zum anderen zählte der 21 Jahre alte Staude zuletzt gegen Kiel zu den auffälligeren Arminen. »Das Spiel war für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt heißt es: weitermachen«, formuliert Staude (zwei Saisontore, Vertrag bis 2020) seinen Eigenanspruch. In Ingolstadt steht er vor seinem 50. Pflichtspiel für den DSC Arminia. »50 Einsätze – ich denke, für einen Spieler meines Alters ist das schon was. Da bin ich stolz drauf.«

Außer Kerschbaumer fallen auch noch Julian Börner (ebenfalls Gelbsperre) und der verletzte Brian Behrendt aus. Die beiden Innenverteidiger werden durch das Duo Henri Weigelt/Stephan Salger ersetzt.

Weigelts fünftes Zweitligaspiel

Für Weigelt ist es insgesamt erst das fünfte Zweitligaspiel , für Salger der erste Einsatz in diesem Jahr. Saibene sieht das gelassen. »Es braucht manchmal solche Situationen mit Gesperrten und Verletzten, um diejenigen mal sehen zu können, die hinten dran sind und auf ihre Chance warten. Diesmal sind es viele auf einmal, die ausfallen. Doch das stört mich nicht groß. Ich finde das spannend. Wir haben volles Vertrauen«, betont der Coach.

Im Angriff wird neben Stamm-Stürmer Andres Voglsammer, der trotz Vertrages bis 2021 weiterhin heftig vom FC Ingolstadt umworben wird, Fabian Klos beginnen.

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