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Di., 10.04.2018

Voglsammer vermeidet klares Arminia-Bekenntnis – Arabi: »Werden abwägen müssen« Sag niemals nie

In Ingolstadt gelang Andreas Voglsammer (mit Manuel Prietl und Fabian Klos, von rechts) sein elftes Saisontor.

In Ingolstadt gelang Andreas Voglsammer (mit Manuel Prietl und Fabian Klos, von rechts) sein elftes Saisontor. Foto: Thomas F. Starke

Bielefeld (WB/dis). Andreas Voglsammer hatte es kurz nach dem Spiel am Sonntag ja gleich gesagt. Später am Abend änderte dann auch die Deutsche Fußball-Liga offiziell den Torschützen: Bei Arminias Treffer zum 2:2-Endstand im Zweitligaspiel beim FC Ingolstadt war nicht FCI-Profi Marcel Gaus zuletzt am Ball, sondern DSC-Angreifer Voglsammer. »Ich war mit der Fußspitze dran, sonst hätte der Torwart den Ball gehabt«, sagte der Bielefelder.

Es war das elfte Saisontor des Stürmers , der damit und mit seinem unermüdlichen Einsatz seinen Wert für den DSC einmal mehr dokumentiert hat. Mit jedem Treffer macht Voglsammer sich natürlich gleichzeitig auch interessanter für andere Klubs. Der FC Ingolstadt wird kaum der einzige Verein sein, der ihn auf dem Zettel hat. Aber es ist der einzige Klub, der sein Interesse bislang öffentlich kommuniziert hat.

Erst kurz vor dem Duell am Sonntag hatte FCI-Sportchef Angelo Vier bestätigt, dass die Bayern den Angreifer wie schon im Winter auch jetzt noch gern verpflichten würden. Bei Arminia sorgte das für Stirnrunzeln. So konterte Bielefelds Sport-Geschäftsführer Samir Arabi am Sonntagabend bei »Sky«: »Der Angelo ist ja noch recht neu in dem Geschäft. Er war vorher Spielerberater. Vielleicht muss er das eine oder andere noch lernen.« Voglsammer selbst, glaubt Arabi, habe das aggressive Werben der Ingolstädter »eher noch angestachelt«.

Hart attackiert

Nicht mal von einer blutenden Wunde am Kopf infolge eines bösen Schlages von Marvin Matip ließ sich Voglsammer, der fortan mit Turban spielte, stoppen. »Das Schiedsrichtergespann wollte, dass ich rumlaufe wie ein Clown mit dem Scheiß da oben. Ich wollte es gar nicht, weil es eh nichts bringt«, schimpfte der Stürmer.

Voglsammer wurde von den Ingolstädtern mehrfach hart attackiert. Einen baldigen Wechsel zum FCI schloss der gebürtige Rosenheimer dennoch nicht aus. »Man soll niemals nie sagen. Ich will mich einfach auf Fußball konzentrieren und dann schauen wir mal«, so der 26-Jährige. Im Falle eines Wechsels könnte sich das Gehalt des DSC-Profis vermutlich mit einem Schlag verdoppeln.

Nicht um jeden Preis

Auch Arabi weiß natürlich, dass Arminia nicht jedes Angebot ablehnen kann. Deutlich mehr als die im Winter offerierten 1,5 Millionen Euro müssten es für den bis 2021 an den DSC gebundenen Torjäger allerdings schon sein. Arabi: »Man wird abwägen müssen – aber wir verkaufen ihn nicht um jeden Preis, weil wir wissen, wie schwierig es ist, gute Stürmer zu finden.« Stand jetzt, so der 39-Jährige, gehe er davon aus, dass Voglsammer bleibt. Man wolle die Leistungsträger behalten und das Team weiterentwickeln. Dabei sei der Stürmer »ein wichtiger Baustein, und das weiß Vogi auch«.

Arminia wolle sich ein Beispiel am Erstligisten SC Freiburg nehmen, der immer wieder erfolgreich auch junge, unbekannte Spieler einbaut. Arabi: »Von Freiburg können wir uns etwas abschauen. Das ist ein Weg, den auch wir beschreiten wollen.« Das neu formierte »Bündnis Ostwestfalen«, das Arminia mit vielen Millionen Euro unterstützt, ermögliche dem DSC laut Arabi eine »ganz neue Perspektive«. Vielleicht ja sogar die, Voglsammer tatsächlich halten zu können.

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