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Sa., 14.04.2018

Dem Torhüter gefällt Arminias Ausgangslage – Erstliga-Lizenz beantragt - mit Video Ortega Moreno: »Können noch viel erreichen«

Ein mitspielender Torwart: Stefan Ortega Moreno klärt – wenn es sein muss – auch mal mit dem Kopf.

Ein mitspielender Torwart: Stefan Ortega Moreno klärt – wenn es sein muss – auch mal mit dem Kopf. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat die Woche genutzt, um bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) den Lizenzantrag für die 1. Bundesliga zu stellen. »Wir haben alle Unterlagen abgegeben«, bestätigte Klubsprecher Tim Santen.

Sicher ist sicher. Denn wer weiß, wofür das noch gut ist. »Wir haben sechs Punkte Rückstand auf Platz drei. Das ist eine schöne Ausgangslage«, urteilt DSC-Torwart Stefan Ortega Moreno vor der Partie an diesem Samstag  gegen den FC Erzgebirge Aue (13 Uhr, Schüco-Arena), zu der 16.000 Besucher erwartet werden – 500 davon aus Aue.

Mit einem Sieg käme der DSC seinem Hauptziel Klassenerhalt einen erheblichen Schritt näher. »In dieser Saison ist alles ein bisschen komisch, aber ich denke schon, dass mit 43 Punkten der Ligaerhalt geschafft wäre«, sagt Trainer Jeff Saibene und meint: »Aber ein Sieg reicht uns nicht. Uns bleiben danach ja auch noch vier Spiele.«

Super Ausgangslage

So ganz hat der 49 Jahre alte Luxemburger den dritten Platz noch nicht abgeschrieben. Saibene betont, dass der DSC sich mit einem Dreier »eine super Ausgangslage«, verschaffen würde, »um oben dran zu bleiben«. Auch Ortega Moreno schielt mit einem Auge noch Richtung Rang drei. »Man sieht an Aue oder Bochum, was nach oben möglich ist, wenn man einen Lauf hat. Aber man sieht an Berlin auch, wie schnell es nach unten gehen kann, wenn man nicht gewinnt«, sagt der Keeper.

Wenn Arminia nicht mehr in dieser Saison zum Angriff bläst, dann ja vielleicht in der nächsten. Die Unterstützung durch das Wirtschafts-»Bündnis Ostwestfalen« ermögliche dem Klub laut Sport-Geschäftsführer Samir Arabi eine »ganz neue Perspektive«.

Allerdings, so Ortega Moreno (Vertrag bis 2020), kämen in der nächsten Serie »aller Voraussicht nach zwei richtig dicke Brocken aus der 1. Liga runter«. Gemeint sind Köln und Hamburg. Jedoch wolle er sich gar nicht zu sehr mit der kommenden Spielzeit beschäftigen, sondern lieber aus der laufenden das Beste machen, betont Ortega Moreno, denn: »Wir können noch ziemlich viel erreichen.«

Börner ist gesetzt

Offen ist noch, wer gegen Aue neben Rückkehrer Julian Börner (hat seine Gelbsperre abgesessen) in der Innenverteidigung spielen wird. Henri Weigelt wäre die Lösung der Zukunft, Stephan Salger die der Gegenwart. Salger legte zuletzt in Ingolstadt einen bemerkenswert souveränen Kaltstart hin, Weigelt war die mangelnde Spielpraxis bei den Profis dagegen doch ein wenig anzumerken.

Dennoch dürfte Saibenes Wahl auf den 20-Jährigen fallen – auch, weil Salgers Vertrag am Saisonende ausläuft und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht verlängert wird.

Ortega Moreno könnte mit dem Duo Börner/Weigelt gut leben. »Henri hat seine Sache in Ingolstadt ziemlich unaufgeregt gelöst und wichtige Zweikämpfe gewonnen. Wir haben ein Team, in dem sich junge Spieler sehr schnell zurechtfinden können, weil erfahrene Spieler wie Florian Dick, Stephan Salger und auch ich die junge Leute leiten können. Und mit zunehmender Spielpraxis kommt bei Henri dann auch der Rhythmus«, erklärt der Keeper.

Mit seinem eigenen Rhythmus ist der 25-Jährige ziemlich zufrieden. Die Hinrunde verlief für Ortega Moreno famos, in der Rückrunde gab es bislang lediglich eine kurze Schwächephase. »In Heidenheim war es ein schlechtes Spiel von mir und vorher gegen Dresden ein schwächeres. Ansonsten war die Rückrunde ähnlich konstant wie die Hinrunde. Und die Konstanz war und ist mir wichtig.«

Die Frage ist, wann diese Konstanz ihn in die Bundesliga führen wird. Ortega Moreno: »Es wäre schon schön, wenn ich am Ende meiner Laufbahn auf ein paar Bundesligaspiele zurückblicken könnte.« Am Lizenzantrag wird es – zumindest im Hinblick auf die nächste Serie – schon mal nicht scheitern.

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