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Mo., 16.04.2018

Kommentar zu Arminia Bielefeld Diese zwei gehören zusammen

Jubel bei den Bielefelder Roberto Massimo, Fabian Klos, Konstantin Kerschbaumer und Andreas Voglsammer, nachdem Klos das 2:0 schoss.

Jubel bei den Bielefelder Roberto Massimo, Fabian Klos, Konstantin Kerschbaumer und Andreas Voglsammer, nachdem Klos das 2:0 schoss. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Als Fabian Klos nach seinem 2:0 einen Moment lang im Stillstand verharrte, den Blick gen Südtribüne gerichtet und die Arme zur Seite gestreckt, da sah er aus wie sein eigenes Denkmal.

Mit dem Rekordtor, seinem 111. Pflichtspieltreffer im Arminia-Trikot, hat der 30 Jahre alte Stürmer sich am Samstag selbiges gesetzt . Es war ein typisches Klos-Tor. Mit Kraft, mit Wucht, mit Willen. Ohne Kringel, ohne Schnörkel. So wie Klos eben ist: ein Knipser, kein Künstler.

Doch auch wenn er jahrelang die Lebensversicherung des Klubs war, ist Klos längst nicht mehr unantastbar. Um die Gunst seines Trainers Jeff Saibene muss er kämpfen wie ein Löwe. Das war mal ganz anders. Ob Krämer oder Kramny, ob Meier oder Rehm – bei allen hatte Klos einen Stammplatz. Nicht weil er übertrieben viel lief und lief und lief, sondern weil er zuverlässig traf und traf und traf. Unter Saibene war das zeitweilig genau andersherum. Doch der Stürmer hat noch mal die Kurve gekriegt.

Arminia und Fabian Klos – diese beiden gehören einfach zusammen. Und das nun schon seit beinahe sieben Jahren. Aber wie lange noch? Ein Jahr, dann läuft der Vertrag des Angreifers aus. So wirklich vorstellen kann man sich nicht, dass er noch mal in ein anderes Trikot schlüpfen wird als in das blaue, obwohl Arminia und Saibene den eingeleiteten Verjüngungsprozess konsequent weiter fortsetzen. Das ist richtig und wichtig. Doch der 111-Tore-Mann Klos hat bewiesen, dass auch er noch kein Auslaufmodell ist.

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Alles relativ

Sentimentalitäten sollten im Profifußball eigentlich keine Heimat haben. Natürlich stimmen die Fakten: Klos ist lange bei Arminia, er hat dem Verein auch nach dem Abstieg die Treue gehalten und er erzielte für den Verein 111 Tore. Es stimmt aber auch, dass er auf dem Platz nicht immer eine überzeugende Leistung abliefert. Und wenn er meint, er gehöre auf jeden Fall in die erste Elf, so zeigt dies, dass er offenbar in unzureichender Weise üebr sich selbst reflektiert. Nein, Klos gehört nicht zwingend in die Startformation.Er agiert häufig sehr umständlich und sein Passspiel ist hinsichtlich Präzision und Timing nicht selten eine Katastrophe. Er hat aber derzeit das Glück, dass Putaro zu wenig dafür tut, sich unentbehrlich zu machen.

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