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Mo., 14.05.2018

Kommentar zu Arabi Volltreffer machen Arabi begehrt

Samir Arabi.

Samir Arabi. Foto: Thomas F. Starke

Von Dirk Schuster

Am Ende Platz vier. Innerhalb von zwölf Monaten ist aus dem Fast-Absteiger Arminia ein ambitionierter Zweitligist geworden. Und das liegt nicht zuletzt an Samir Arabi.

Seit etwas mehr als sieben Jahren ist der Sport-Geschäftsführer nun schon beim DSC. Seine Trefferquote bei den Neuzugängen war in der 2. Liga noch nie so gut wie diesmal. Mit Stefan Ortega Moreno und Konstantin Kerschbaumer sind ihm im Sommer Transfercoups gelungen, die entscheidend dazu beigetragen haben, dass Bielefeld bis zum vorletzten Spieltag sogar auf Relegationsrang drei schielte.

Zudem zauberte der 39-Jährige im Frühjahr 2017 einen Trainer aus dem Hut, der sich als Glücksgriff erwies. Jeff Saibene hat den Fans den Glauben zurückgegeben, dass ihr DSC eines Tages den Weg zurückfinden könnte in die 1. Liga. Und bei der Verpflichtung von Finanzchef Markus Rejek, der kurz vor Weihnachten 2017 mit einem Kraftakt die Insolvenz abwenden konnte, soll Arabi ebenfalls den entscheidenden Tipp gegeben haben.

Das Wirken des Sport-Geschäftsführers bei Arminia wurde stets auch von ein paar kritischen Tönen begleitet. Doch zuletzt hat Arabi fast alles richtig gemacht. Dass so viele Volltreffer in kurzer Zeit die Aufmerksamkeit anderer wecken, ist kein Wunder. Arabi steht beim Hamburger SV auf dem Zettel. Der Absteiger vertraut im Kampf um den Wiederaufstieg einem Trainer (Christian Titz), für den die 2. Liga Neuland ist. Da empfiehlt es sich dringend, ihm einen Sportchef zur Seite zu stellen, der die Klasse in- und auswendig kennt.

Und auch wenn das Wirtschafts- »Bündnis Ostwestfalen« Arminia neue Möglichkeiten bietet – mit Hamburg kann Bielefeld nicht mithalten. Jedenfalls nicht finanziell. Allerdings weiß Arabi auch, was er an Arminia hat. In Hamburg würden ihm jede Menge Leute reinreden. Hier hat er seine Ruhe. Hier genießt er Vertrauen. Hier, so scheint es, ist sein Weg noch nicht zu Ende.

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Nächster Schritt

Vielleicht wäre es nach all den Jahren auch mal ander Zeit, wenn für Arminia andere "Netzwerke" bespielt werden. Und wenn die erste Saison, in der mal ein einstelliger Tabellenplatz gelingt dafür sorgt, daß andere Vereine den Manager gern verpflichten würden: nur zu!

In Bielefeld musste sich Arabi weitestgehend der unsachlichen Kritik von zwei oder drei Bütteln einer lokalen KF stellen, in Hamburg würde ein anderer Wind wehen. Während die überwiegende Mehrzahl der Arminen ein Gefühl dafür entwickelt hat, unter welchen Voraussetzungen Arabi gute bis sehr gute Arbeit, mit wenigen Ausnahmen, abgeliefert hat, gibt es in Hamburg genau zwei Möglichkeiten: Er würde eine Mannschaft zusammenstellen müssen, die den sofortigen Wiederaufstieg packt oder er müsste nach genau einem Jahr seine Koffer packen. Ich finde es gut, dass seine Arbeit von Leuten beachtet wird, für die "Kontinuität" in den letzten 10 Jahren ein Fremdwort war. Sollte Arabi Arminia verlassen wollen, würde ich ihm dennoch ein anderes Umfeld als ausgerechnet Hamburg wünschen.

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